Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 9 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 418 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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418 — weil es defekt geschrieben stehet und so ein Wortspiel mit בלח, Braut, , abgiebt — die Lehre her: wie die Braut mit 24 Arten der Geschmeide geziert sein muß, wenn ihr Schmuck vollkommen sein soll, so muß der Gelehrte mit den 24 Büchern der heil. Schrift genau vertraut und mit der vollkommenen Kenntuiß derselben geschmückt dastehen. Sota 44, a; ״Richte draußen dein Geschüft aus" (Spr. Salom. 24, 27), darunter ist die Bibel ') verstanden, ״bcstelle wol dein Feld" (ibicl), das begreift in sich das Mischna-Studiuin, ״dann baue dein Haus, daun erst kannst du zum Thalmud schreiteu". Eine genaue Vorschrift der stnfenmäßigen Unterrichtsmethode findet sich, außer jener allbekannten Stelle Aboth 5, 21., nach Debarim Nabba K. 8: ״Wie erlernt der Mensch die Thora vollkommen? erst lernt er das Lesen auf einer Rolle, vielleicht wie unsere Wandtafeln, dann in dem Buche, Pentateuch , daun in den Profeten, hierauf in den Hagiografen, und wenn er so mit der Bibel zu Ende ist, lerne er erst Thalmud. Wie verpönt bei unsern Rabbinen ein stufenloses, unzweckmäßiges Lehren und Lernen war, gehet schon aus jener scharfen Rüge Sanhedrin 24, a. hervor: ״er sezre mich in's Finsterniß" (Klagelied. 3, 6.), das kann auf die babylonische Lehr- und Lernart angewendet werden, die eine verwirrte ist (sieh daselbst R. Sam. Edcl's). Bemerkcnswerth ist überhaupt die ganze Stelle daselbst und der dort ausgesprochene Tadel über die babylonischen Schulen und ihre Jünger im Verhältnisse zu den palästinensischen, wie nicht minder die Art, wie über den Pilpul jener der Stab gebrochen wird. Man dürfte zwa? dem bisher Gesagten die Worte der Tosafos (Kidnsch. 30 a.) entgegenhalten, wo auf den Ausspruch des Thalmuds das., ״der Mensch theile die Zeit seines Studiums ein, ein Drittel für Bibel, ein Drittel für Mischna und ein Drittel für Gemara", der N. Tam seine Aeußernng abgiebt: ״wir aber, die wir jene Zeiteintheilnng nicht beobachten, wir stützen uns auf jene Stelle (Sanhedrin 24, a.), daß der babylonische Thalmud durchmischt von 0 Daß, entgegeugesezl der Meinung Naschi's Kiduschin 30, a, unter מקרא nicht nur der Pentateuch, sondern die ganze Bibel, nämlich Profeten und Hagiografen, verstanden seien, gehet aus vielen Stellen des Thalmuds hervor; hier nur einige zum-Beispiel: Schemos Nabba K. 47, Baba Mezia 33, a, sieh Naschi das. Kidnschin 30, a; bezeichnend ist der Ausdruck חזרמעל בל המקרא, ferm בעלי מקראות. Ja selbst die Benennung תירת finden wir oft für לך, Sanhedrin 104. b, auf den Vers Klagelied 1, 12, Bechers 50. a, auf dre Beweisstelle von Jezechiel 7, 22; so finden wir oft den Ausdruck דבר התורה כלשין ב״א, ferner לשון תורה לעצמה ולשון הבמים לעצמו, welches sich auf die Ausdrneksweife sämmtlicher biblischer Schriften bezieht; zu verwundern ist es daher jedenfalls, warum Naschi Kidnschin 30, a. die Worte des רבא nur auf den Tempel bezieht, da doch unter ,תןרך, wie wir eben bewiesen, die ganze Bibel verstanden sein könue, um so mehr, da die Halacha wirklich Naschi entgegen ist. Sieh I. Dea 245, 6. Ture Sahab das.