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Ben Chananja · 1858-01-01 · 9 (1858) · p. Seite 415

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
9 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 415 (sequence 31)
Language
German
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— 415 würdig als sonst rechtgläubiger von der Ueberlieferung nur in einem Stücke abweichender Dissident angesehen zu werden, sogar in die Kathegorie der vogelfreien אפיקורסים gehört * 2 3 4)! 2. Eben so wenig Gewicht scheinen mir die eigentlichen Beweise zu haben. Denn gesezt, das betreffende Gebot wäre uneigentlich aufzufassen, so würde die viermalige Wiederholung dieser Auffassung gar keinen Abbruch thun. Die Analogie mit dem Mesusagebote spricht allerdings zu Gunsten des literalen Sinnes, allein eben so entschieden spricht die Analogie mit dem vorhergehenden Gebote (5. B. M. 11, 18.) für das Gegentheil. Daß!אור ein sichtbares Zeichen sein müsse, leuchtet nicht ein. Ist der Sabbath auch ein sichtbares Zeichen^)? Die Vergleichung mit dem Stirnbleche des Hohenpriesters hält vollends nicht Stich, indem die Thora ausdrücklich von der Anfertigung desselben redet, während sie über die Anfertigung der Thefillin keine Andeutung enthält. Die Erklärung der Stelle Hohesl. 8, b. erhält durch Thalm. Thaan. 4, a. ein gewaltiges Dementi H. Ans all dem ergiebt sich nun sonnenklar, daß R. Samuel b. Me'i'r sehr wohl daran that, das Thefillingebot nicht ans exegetischen Deduktionen, sondern auf der untrüglichen Tradition ruhen zu lassen. Der würdige Kollege Hochmuth hätte wohl gethan, bei Besprechung des heilige» Gebotes nicht mit dem רשב״ם in Verbindung zu bringen. Sapienti sat. Nathanell. 3. H. behauptet, daß ״ein Sklavenbesitzer, der seinem Sklaven die Thefillin anlegt, demselben 60 ipso die Freiheit schenkt Diese Einwendung macht auch Nabb. Barach, indem er unter Andenn auf Tos. I. Tob. Sanh. 11, 3. hinweist. Eine unbefangene Hermeneutik wird sich indeß hiermit schwerlich einverstanden erklären; die Worte אין תסלין deuten offenbar auf ein gänzliches Negireu hin. Auf historischem Standpunkte müßte ferner erst nachgewiesen werden, ob das Ab. Sara 26, b. initio Gelehrte schon dem mischnischeu Zeitalter bekannt war. Ked. 3) Daß die Sabbathfeier kein sichtbares Zeichen sei, will uns viel we- Niger einleuchten. Ned. 4) Wir lassen dem Scharfblicke unseres wackern Kollegen alle Gerechtigkeit widerfahren. Allein die natürliche Schristauslegung braucht sich vor das Forum des Midrasch nicht zu stellen. Ued.

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