Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 9 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 414 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 414 — Abraham Flesch blieb in Nikolsburg bis zum Tode seines Lehrers Gerson Pölitz (1771), und begab sich hierauf nach Prag. Die Prager Jeschiba war zu jener Zeit für ziemlich weite Kreise der Mittelpunkt jüdischer Intelligenz und Geistesregsamkeit. Als der Urheber dieser Regsamkeit ist R. Jakob Pollak zu betrachten, welcher um 1520 trotz des heftigen Widerspruches der Orthodorie die Herrschaft des Pilpuls begründete. Indem die Prager Gemeinde 1840 Rapoport berief, erklärte sie feierlich, daß das Reich des erklnstven Pilpuls in ihrer Mitte zu Ende sei. (Fortsetzung folgt.) Bemerkungen über Hochmuth's ״Thefiltin ^)". Von Josef Nathanel!, Bezirks-Rabbiner in Jäßbersny, und Leopold Sarach, Bezirks- Rabbiner in Tapoiya. Der fromme Eifer, mit welcher Hr. Rabb. Hochmuth für die Vertheidigung eines religiösen Gebrauches in die Schranken tritt, verdient alle Anerkennung. Da indeß seine Apologie zu Gunsten der Phylakterien auf dem Standpunkte der Traditionsgläubigkeit ganz überflüssig ist, so ist es unverfänglich , seine eregetischen Beweise für die Buchstäblichkeit des bezüglichen Gebotes einer genauen Prüfung zu nilterziehen. Sollten dieselben für das Thefillingebot wirklich eine mächtigere Stütze sein, als die Tradition? Ich glaube nicht. Folgendes sind die Gründe meiner abweichenden Meinung. 1. Einleitend bemerkt H., daß die Mischna Sanh. 11, 3. die figürliche Auslegung des Phplakteriengebotes als ein ״grobliches Verkennen des Schriftworteö" betrachtet, und daher einen Wortftlhrer desselben nicht als ״Saken Mamre" ansieht. Allein aus Maim. Mamrim 3, 1. erhellt, daß ein solcher Jrrlehrer, un- ') S. S. Heft S. 215 ff.