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Ben Chananja · 1858-01-01 · 9 (1858) · p. Seite 408

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
9 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 408 (sequence 24)
Language
German
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— 408 — selbe Zukunft. Die für den Ackerbau bestimmten feisten, von den magern verzehrten Thiere, so wie die körnerreichen Aehren, die von den schlechten verschlungen wurden, bezeichnen eben so viele nacheinander folgende Jahre des Mißwachses in Egypten, als diesen Jahre der Fruchtbarkeit vorangegangen. Die Erzeugnisse der gesegneten Jahre werden während der Mißjahre verzehrt werden. Es wird ein solcher Mangel der nöthigsten Lebensbedürfnisse im Lande entstehen, dem kaum vorzubengen ermöglicht werden dürfte, welches ich daraus entnehme, weil die magern Thiere, welche die fetten fraßen, nicht satt wurden. Gott aber läßt die Menschen die Zukunft errathen, nicht um sie zu erschrecken oder zu betrüben, sondern damit ste, gewarnt, das kommende Uebel durch kluge Vorkehrungen erträglich zu machen im Stande seien. Wenn du, mein König, den Ertrag der vorausgehenden gesegneten Jahre bei Seite legen und darüber weise verfügen wirst, so werden die Egypter den nachfolgenden Mangel nicht fühlen. 7. Der König bewunderte Josefs Klugheit und seinen Verstand. Er fragte, wie man denn vorzngehen habe während der Zeit des Segens, um den nachmaligen Mangel erträglich zu machen? Da erwiederte Josef: man empfehle den Egyptern Sparfamkeit, erlaube ihnen nur mäßigen Gebrauch der reichen Ernten und gebiete ihnen, was sonst im Ueberfluffe verschwendet würde, für die Zeit der Noth anfznbewahren. Er machte darauf aufmerksam, daß man von den Landlenten die Frucht abfordere, sie in eigene Behältnisse anfbewahre, und ihnen nur so viel verabfolge, als zu ihrem Bedarf nöthig sei. Pharao, durch die Auslegung des Traumes und den ertheilten Rath sehr befriedigt, glaubte nichts Besseres thnn zu können, als wenn er dem Urheber dieses Rathes es überlasse, diese Angelegenheit zum Vortheile des Volkes und der Sache des Königs zu ordnen. Vom Könige bevollmächtigt, durfte er in Purpur sich kleiden, einen Siegelring tragen 2), ') Äosefus weicht hier von den Angaben der Bibel ab. Denn der König nahm seine» Siegelring von! Finger (1. B. M. 41, 4S). Die Belehnung mit dem königlichen Siegelring, dem Purpur und der Halskette bezeichnete die Er- Hebung zum Vizekönig.

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