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Ben Chananja · 1858-01-01 · 9 (1858) · p. Seite 402

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
9 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 402 (sequence 18)
Language
German
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— 402 — Matmontdes ®) zitirt aber diese Stelle schon vor seinen Richterstuhl und spricht sein Verwerfungsurthetl darüber auS. WaS die anderen Stellen betrifft, so muß die dogmatische Benützung theils auf ihre metaphorische AuSdrückSweise, theilö auf die Zeit ihrer Abfassung die gebührende Rücksicht nehmen. Der vierte Vers bekräftigt den angenommenen Standpunkt, und wiederholet, daß die Welt als ein Werk der Liebe für die Menschen mit der größten Sorgfalt ausgestattet sei. ״Gott sah, daß das Licht gut sei, da schied er Licht von Finsterniß, nannte das Licht Tag, die Finsterniß Nacht". Als ein Werk der Liebe für die Menschen ist es auch anzusehen, daß Gott selbst den erschaffenen Dingen Namen gegeben, vorzüglich denjenigen, die ihrer abstrackten Natur wegen oder weil sie für die menschliche Anschauung zu weit sind, nicht benannt werden konnten 6 7 8). Die indische Cosmogonie enthält eine betreffende Parallelstelle®): ״Namen und Thaten von allen Wesen bestimmte und sonderte er zuerst nach den Aussprüchen der Vedas"; jedoch mit der nicht geringen Differenz, daß hier die Gottheit allen Wesen Namen giebt und dem Menschen in dieser Beziehung nichts zu thnn übrig läßt. Durch die Erschaffung des Lichts sehen wir das erste negative Prinzip weichen. Mit dem Verbreiten des Lichtes schwindet die gegensatzlose Fiiisterniß für immer. Noch aber ist das zweite negative Prinzip nicht geschwunden, der תהום, das Wasser in seiner Unbegränztheit. Durch das Scheiden und Trennen dieser unbegränzten Fliltheu, durch das Vernichten ihrer Unbegränztheit, entsteht in unfern beiden Cosmogonien Himmel und Erde, wie sie zur fernem Schöpfung sich vollkommen eignen. Die indische Cosmogonie stellt diesen zweiten Schöpfungsakt, bei dem, wie beim ersten, die Schöpfung des Positiven zugleich ein Vernichten des Negativen war, in folgender Weise dar: ״In Nachsinnen vertieft mit dem Wunsche, aus eigenem Körper die verschiedenartigsten Wesen zu schaffen, ließ er die Wasser 6) Moreh II. 26. ’) S, cap. 2. v. 20. 8) Slokas 21.

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