Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 9 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 395 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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— 3SZ und andern römischen Schriftstellern, und daß durch beides nur die Leitung und Erziehung des Kindes bezeichnet werde. — Gegen die Annahme einer Adoption bei den Hebräern läßt sich noch folgender indirekter Grund anführen. Nur bei jenen Völkern, wo die Monogamie zur gesetzlichen Form der Ehe erhoben, und die Ehetrennung entweder ganz verboten oder mannigfach beschränkt ist, erscheint die Annahme an Kindesstatt nicht nur als ei» zweckmäßiges, sondern auch als ein nothwendiges, subsidiäres Mittel, um den durch leibliche Abstammung bedingten Zweck der Ehe und die daran geknüpften Familienrechte auf künstliche Weise zu realtstren. Wo aber, wie dies nach mosaischem Recht der Fall war, dem Manne gestattet ist, nicht nur zu der ersten Frau eine zweite, dritte und noch mehre zu nehmen, sondern auch die Unfruchtbaren zu verabschieden, da wäre das Adoptionsinstitnt ein überflüssiges, indem es des künstlichen Mittels nicht bedarf, wo der Zweck der Ehe und das dadurch zu begründende Familienverhältniß auf natürlichem Wege erreicht werden kann. Wirklich ist auch die Adoption bei keinem der orientalischen Völker mit poligamischer Ehe in das Rechtsystem als rechtliche Jnstitntion übergegangen. Wo sie bei solchen Völkern nur vorkommt, da kommt sie als bloßes Werk der Liebe, aller rechtlichen Formen entblößt, als ein rein religiöser Akt in Betracht 10). Auch das spätere, thalmudisch-rabbinische Recht, wie groß auch sonst der Einfluß des römischen Rechtes auf dessen Erweiterung und Ausbildung war, kennt wol ein vertragsmäßiges '") Coran Siiro 33. — L’adoptlon, heißt es tu dem Werke droit musnhnan par Joanny Pharaon et Theodore Dtilan (Paris 1839).'S. 97: chez les musuhnans 11’est pas une iinitation de Ja paternite naturelle, conime dans la plus grande partie des legislations oceidentales. Elle a une caractere tont particulier, eile tient de la tudelle avec laquelle eile se confonde presque entierement. Les fictions de paternite repugnent!1 l’esprit oriental. Dieu n’a pas accorde deux coeurs ä l’homme, dit le Coran, il n’a pas dünne;1 vos epouses les droits de yos 111 eres ni ä vos fils adoptifs ceux de vos enfants. Sav. 1. 2. p. 188. Rendez vos fils adoptifs ä leurs peres; cette acliät est equitable aux yeux de Dieu. Si vous ne connaissez pas les auteurs de leurs jours que la religion vous les fasse clievir comtne vos freies 011 vos proches. Coran, Sav. id.