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Ben Chananja · 1858-01-01 · 9 (1858) · p. Seite 394

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
9 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 394 (sequence 10)
Language
German
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— 3S4 — dürfte doch die entgegengesezte Ansicht die richtigere sein, daß nämlich die Adoption als Rechts - Verhältniß bei den Hebräern weder ursprünglich bekannt gewesen, noch in der Folge bei ihnen Eingang gefunden habes). Die berufenen Stellen Gen. 30, 3. 48, 5. 6. und Erod. 2, 10. können, als von vormosaischen Ereignissen sprechend, nichts für das mosaische Recht beweisen,׳ und wenn man auch die in Ruth 4, 16. Esth. 2, 7. erwähnten Verhältnisse für Adoptionen gelten lassen wollte, so ist doch offenbar hier mehr von faktischen, als von eigentlichen rechtlichen Verhältniffen die Rede. Was ferner die Ausnahme des Kindes in den Schoß, das Schoßsetzen (die Genuposition) betrifft, so war dieses bei den Hebräern, wie ursprünglich bei vielen andern Völkern nichts anderes als eine Manifestation inniger Liebe, was wol bedeutend genug war, um dadurch bei einigen Völkern das Verhältniß rechtlicher Kindschaft zu symbolistren, das aber durchaus nicht berechtigt, ihr auch bei den Hebräern, nebst der ursprünglichen natürlichen Bedeutung, auch noch eine symbolische beizulegen. Mehr erblickt auch Onkelos in ihr nicht, indem er die Stelle Gen. 30, 3. ותלד על ברכי (sie soll auf meinem Schoße gebären) mit den Worten ותליר ואנא ארבי (sie gebäre und ich will erziehen) wiedergiebt. Auch hat Thomas Gatalerus * 1 * * * * * * 8 9) in vielen Beispielen nachgewiesen, daß der Ausdruck super genua positum esse bei den Hebräern eben so viel bedeute, als in manu esse (in der Hand sein) bei Livius tionis autem talis pro gentis consuetudine dicitur fuisse modns intra 1 ine am interulam, quam nos vocamus camisiam nudum intrare cum faciens sibi adstrinxit, et haec ornnia osculo libato firmavit, idem et midier postea fecit. Surita lib. I. ind. rer. aragon. ad. a. 1032. adoptionis jus illorum temporum insituto vite sancitum tradunt, qui is inoleverat ut qui adoptaret per stolae flueutis sinus, cum qui adoptaretuj■, traduceret. Selbst die griechische ״ä-ißn■" mag, wie schon Grimm bemerkte, ursprünglich ei» symbolisches Setzen gewesen sein. 8) Dieselbe Ansicht wird auch von Fasset (das mosaisch-rabbinische Recht §. 178) getherlt. ״) De novi iutrum stylo Oap. p. 42.

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