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Ben Chananja · 1858-01-01 · 8 (1858) · p. Seite 380

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
8 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 380 (sequence 44)
Language
German
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Arader Zustande. Die hiesige IsraeLiten-Gemeinde datirt als organischer Körper vom Jahre 1740; ihre geistige Richtung verdankt ste dem verewigten gottseligen Chorin, der als geistlicher Hirte mit rührender Hingebung, echt patriarchalischer Gefinnung und seltener Treue und Aufopferung rastlos für die Veredlung seiner Gemeinde wirkte, den fruchtbringenden Samen der Kultur ausstreute, den reineu Sinn für Wissenschaft und Gesittung weckte, und der Schöpfer der meisten wohlthätigen Institutionen war, die Arad nun zur Ehre gereichen. Nachdem die Gemeindeverwaltung hinsichtlich ihrer organischen Gestaltung -die verschiedensten Phasen durchgemacht hatte, constatirte sie sich im Sinne der a. h. Anordnung in lezterer Zeit als Kultusgemeinde, welche nun, 2700 Seelen in 500 Familien zählend, von einem Gemeinderathe aus 12 Mitgliedern vertreten wird, und deren jetziger Vorstand der allgemein geachtete Hr. Ignatz Deutsch, Ausschußmitglied der Debrecziner Handelskammer und Arader Bürger, ist. Der Name des Hrn. Deutsch, der die Interessen der Gemeinde zu wahreu versteht und an Opferwittigkeit bei allen Gelegenheiten an der Spitze steht, ist zu bekannt, als daß wir seine Verdienste weiter zu detaitliren brauchten. Dem Vorstande zur Seite stehen der erste Viee-Präses, Hr. Philipp Heimbach, und der zweite Vice-Präses, Hr. Jsak Berger, Arader Bürger, beide Männer, denen das Wohl der Gemeinde wahrhaft am Herzen liegt. Unter den Mitgliedern des Gemeinderathes dürfen zwei der hervorragendsten nicht unerwähnt bleiben, nämlich Hr. Moises Hirschel, Bürger von Wien, und Hr. Leopold Epstein, Arader Bürger und Beisitzer der städtischen Waisen-Kommission. Hr. Moises Hirschel hat sich sowohl während der Verwaltung seines Vorsteheramtes als auch als Rathsmitglied, sowohl durch persönlichen Amtseifer als auch durch Gründung von Stiftungen um die Gemeinde, vorzüglich aber um die Hebung des hiesigen Schulwesens unerlöschliche Verdienste erworben, wofür er auch nicht nur zu wiederholten Malen die ehrendsten Belobungen von den hohen und höchsten Behörden, sondern auch von Sr. Majestät dem Kaiser Ferdinand im Jahre 1838 die goldene Civil-Verdienstmedailte erhielt, wie auch späterhin, als er zur Erweiterung des Schulgebäudes 2400 fl. fondirte (wovon die Interessen von 1600 fl. für abzuhaltende jährliche Requien, von 400 fl. für den Ankauf von Schulprämien und von 400 fl. zur Vertheilung von Schulbüchern an arme Schulkinder zu verwenden find) und auch den Bau ausführte, hohen Ortes die Aufhängung seines Porträts im Prüfungssale zur ewigen Erinnerung anbefohlen wurde. Selbst nach seiner Ueberfiedlung nach Wien, wo er noch fortwährend die Anliegenheiten der Gemeinde mit alter Energie und Opserfreudigkeit vertritt, so oft er von der Gemeinde hiezu angegangen wird, ist sein Augenmerk stets, auf das Gedeihen der hiesigen Realschule gerichtet. So betheiligte sich Hr. Hirschel gleich Anfangs bei deren Gründung mit einem Beitrage von 2000 fl., und so hat die Gemeinde es jezt auch nur seiner eifrigen Verwendung zu verdanken, daß Se.

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