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Ben Chananja · 1858-01-01 · 8 (1858) · p. Seite 371

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
8 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 371 (sequence 35)
Language
German
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371 — , ■ . IL y; Stimme eines Lehrers. Geehrtester Herr Redakteur! In dem Juni-Hefte Ihres von Monat zu Monat an Interesse zunehmenden ״Ben - Chananja" bringt Herr Rabbiner vr. Duschak eine Vereinigung der Rabbinen zur Versorgung ihrer Witwen und Waisen in Anregung. Es ist dies ein Thema, welches die auf-- richtigste Beherzigung jedes Edelgesinnten verdient, und worüber nicht genug diskutirt werden kann, um die Mittel und Wege ausfindig zu machen, die geeignet sind, die Realisirüng dieses Vorschlages zu fördern. Es ist eine unläugbare Thatsache, daß — mit nur sehr geringen Ausnahmen — die jüdischen Kultusbeamten, sie mögen der Synagoge ödst der Schule angehören, in Unglücksfällen, die in ihren Familien sich ergebM, auf sich selbst angewiesen sind; daß der kärglich zugemessene Gehalt, bei dem Vesten Willen des bekümmerten Vaters kaum hittreicht, seinen Angehörigen eine nur einigermaßen erträgliche Gegenwart, keinesfalls aber eine das Vaterherz beruhigende Zukunft zu bereiten! Auf denn, ihr treuen Väter! benützet den günstigen Ruf, euern Willen durch die That zu manisestiren; denn fester Wille, mit vereinter Kraft gepaart, sind die unfehlbaren Mittel, welche am meisten geeignet sind, dem beregten Nebel abzuhelfen. Was nun den Willen anbelangt, so wird es wol kaum einen Familienvater geben, dem das Wohl der Seinigen so wenig am Herzen läge, daß er der Versorgung seiner Angehörigen nicht gerne ein Opfer brächte. .Was die Vereinigung der Kräfte betrifft, so scheint uns am rathsamsten der Vorschlag, daß Rabbinen und Lehrer gemeinschaftlich zusammentreten, üm dieses gottgefällige Werk zu fördern und zu verwirklichen. . ■ Um aber dem Werke von vornherein einen soliden Unterbau zu geben, müssen natürlicherweise nur solche Rabbinen und Lehrer gemeint sein, deren Stellung in der Gemeinde und Schule behördlich anerkannt ist, die somit für den beabsichtigten Zweck hinlängliche Garantie zu bieten in der Lage find. Wird auf dem Wege unseres freundlichen ״BeN-Chananja" der erste Schritt zum Beginne dieses heiligen Werkes gethan, d. h. werden Rabbinen und Lehrer der Aufforderung des Hrn. Dr. Duschak und nnserm vermittelnden Vorschläge folgend, durch briefliche Erklärung an ünsern, zur Mitwirkung bereitwilligen ״Bett--Ehananja" sich dem frommen Bunde anschließen; so können wir mit Zuversicht der Ausführung dieser gebieterischen Nothwettdigkeit entgegtn sehen. Ein Schulmann. 24*

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