Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1858-01-01 · 8 (1858) · p. Seite 344

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
8 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 344 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2542917-2543107-2543116--0358-2544046
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 344 — des zweiten Tempels hin, um die Priesterpurifikation als einen Akt der hasmonäischen Restaurationszeit anzusehen. Das Ergebniß ,jenes Untersuchungsaktes zeigt, daß man in jener Zeit des Sieges und des Ruhmes den Geist der Milde und Mäßigung walten ließ *)• 23. Die Wahlsprüche. Die den Männern der großen Versammlung zugeschriebenen drei Wahlsprüche: ״Seid bedachtsam im Gesetze, stellet viele Schüler an und machet einen Zaun um das Gesetz"! sind im Verlaufe unserer Betrachtung wol auf eine befriedigende Weise erklärt worden, ohne daß wir nöthig gehabt hätten, die Worte zu pressen. Bei Betrachtung dieser Sprüche dringt sich aber dem Kundigen auch die Bemerkung auf, daß schon das Vorhandensein derselben den nachpersischen Ursprung verrathe. Trotz des hohen Älters der hebräischen Spruchweisheit ist nämlich aus früheren Zeiten kein Beispiel bekannt, daß den hervorragenden Männern der Nation gewisse Wahlsprüche zugeschrieben worden wären. Von Esra und Nehemia besitzen wir ausführliche Nachrichten, aber keine Wahlsprüche. Sollte in dem plötzlichen Austauchen solcher Sprüche nicht fremder Einfluß zu erkennen sein? — Gebildeten Griechen waren nicht nur die Namen der sieben Weisen, sondern auch die Gnomen geläufig, mit welchen diese Staatsmänner ausgestattet wurden. Ist also die Vermuthung abznweisen, daß dieses Beispiel auf die Entstehung der großsynodalen Gnomen mit eingewirkt habe? — Die Verewigung der Wahl Simon's durch eherne Tafel geschah ja ebenfalls nach griechischem Muster und Vorbilde! Auch sahen wir bereits, daß die frommen Patrioten jener Zeit keinen Anstand nahmen, sich manche griechische Form - anzueignen, 0 Zn dem Lobgebete, welches die eben besprochene Mischna ansührt, kömmt zuerst המקום als Benennung des göttlichen Wesens vor. R. Lipmann giebt -eine seltsame Erklärung dieses Wortes, und übersieht die Midraschstellen Ber. r. 68. Pes. r. LI. M. Teh. und Jalk. Ps. 90. Die Midraschworte stimmen ganz mit Philo überein,, der ebensatts tq7zo<; als Gottesbenennung gebraucht, weil neqäxu ph ta o'Aa, mqUx^xcu di 71^0$ S. Gftörer I. d. H. S. m ff.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.