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Ben Chananja · 1858-01-01 · 7 (1858) · p. Seite 324

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
7 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 324 (sequence 36)
Language
German
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— 324 — Um somit ein zu Ehren Gottes würdiges Haus zu begründen, hat der Vorstand der israel. Kultusgemeinde die Realität Nr. 569 in der Leopoldstadt in der Wällischgaffe am 30. Juni 1861 um den Preis von 52,000 st. Bank- Valuta angekaust. In Folge der an mehrere durch Talent ausgezeichnete Architekten ergangenen Einladung: Pläne vorzulegen, wurde der von Herrn Ludwig Förster, k. f. Professor der Baukunst in Wien 1c. 1c., entworfene Plan, nach Anhörung der hierzu geladenen Beurtheilungs-Kommission, bestehend aus den Herren Hermengild Ritter von Franceseoni, k. k. Hofrath, Cajetan Schiefer, Stadtbau-Direktor, Josef Stumer, k. k. Professor, angenommen. Die zu dem Baue erforderlichen Geldmittel wurden durch ein Darleihen der Gemeinde ä 300,000 fl. Bank-Valuta, welche sie mit 5 Prozent verzinset, aufgebracht. Das Abbrechen des alten Hauses wurde am 24. Oktober, die Grundgrabung am 27. November, die Grnndmauerung am 31. Dezember 1854 begönnen. Der Grund am 13. Mai 1855, die Hauptfims-Gleiche der Mauern am 3. Juni und die Dachaufstellung am 4. Oktober 1856 vollendet. Alles dies, so wie die spätere innere Einrichtung und Ausschmückung wurde unter' der unmittelbaren Leitung und nach den Detailzeichnungen des Architekten des Baues, Herrn Professor Ludwig Förster, ausgeführt. Bei der Bauführung haben mitgewirkt: als zeitweise Asfistenten des Bauleiters, die Herren Architekten Karl Schumann, Johann Breidler und Karl Erhard; als Bau-Rechttungs-Kontrottor der Architekt Herr Lorenz Wagner; als Unternehmer die Herrn Franz Halmschläger, SLadtbaumeister; Anton Wafferburger, Hof- Steinmetzmeister; Karl Wisgril, Zimmermeister; Heinrich Schwab, Schieferdeckermeister; Jakob Bauer, Schloffermeister; Heinrich Dübel, Tischlermeister; Ferd. Rück, Glasermeister; Josef Rothe, Anstreichermeister; Heinrich Frankenberg, Spänglermeister. Die Gußeisen - Bestandteile und die eisernen Konstruktionen der Decke wurden in den schlesischen Eisenwerken Seiner kaiserlichen Hoheit des Durchlauchtigsten Erzherzogs Albrecht ausgesührt. Die Terracotten lieferten die Herren Viktor Brausewetter und Alois Miesbach. Die Malerei und Stuckatnrarbeiten besorgten die Herren de Bruckner und Magistris, die Bildhauerarbeiten Herr Josef Duenbostel. Die Beleuchtungsgegenstände wurden in der Fabrik des Herrn Ditmar-ausgeführt, und die Silbergeräthe sind die Arbeit des Herrn Gustav Simon. Die heiligen Geräthe und Ornamente werden opferfreudig von den hiefigen israelitischen Frauen und Jungfrauen, sowie von mehreren männlichen Gemeindemitgliedern theils gespendet, theits für freiwillige Geldbeiträge derselben angeschafft. Nach vollendetem Baue wurde am obengenannten Tage und Jahre der aus Jerusalem vom Berge Zion gebrochene, von dem Sekretär der KültuSgemeinde, Herrn Vr. Ludwig August Frankl, von dorther gebrachte und

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