Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 7 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 320 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2542917-2543107-2543115--0333-2544020- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 320 — oder seines Schwiegersohnes, des Redakteurs des ״Ben-Chananja, setzen. Wie Vielen würde sein unvergeßliches Wort von Neuem in die Seele dringen, wie vielen angehenden oder schon fungirenden Rabbinen stünde dieser Meister der Eregese dann als nachahmungswürdiges Beispiel da, und wie viele neue Kräfte könnten sich an ihm heranbilden! Die Ärmen in Israel. Ein Toast -ei einem hier a-gehaltenen Festmahle der Seerdignngs-rnderschast. Von Moritz Feitel, Komimmalwimdarzt der Stadt Päpa. Meine Brüder! Es ist mir bei den vorhergegangenen Festmählern in Trinksprüchen so viel Belobendes über meine Wirksamkeit unter den hiesigen jüdischen Armen gesagt worden, daß ich hierauf etwas zu bemerken Mir erlaube. Obwol es mir immer schwer fällt, wenn ich, wie der Vogel Uhu, von mir selber sprechen innß. Es ist wahr, daß ich mit besonderem Eifer die Krankenpflege hiesiger Armen übe; mit besonderer Vorliebe die Häuser dieser Unglücklichen besuche; aber wenn ich Gott und der Wahrheit die Ehre geben soll, muß ich gestehen, daß mich hierin, nebst meiner Berufspflicht, die besondere Achtung leitet, welche ich vor den Häusern jüdischer Armen habe, denn ״schön ist die Armuth in Israel!" In den Häusern jüdischer Armen herrscht nicht die Unreinlichkeit, welche häufig eine doppelt unglücklich machende Ausgeburt der Noth ist! Nur mit dem Aufgeben jeder Hoffnung, jedes Vertrauens auf Gott, vernachlässiget man die Pflege deS in mißlichen Verhältnissen lebenden Körpers. In dem Herzen unserer Armen ist man reich an dem Glauben:!ישועת ה' בהרף עין Die Männer jagt das verfolgende Unglück nicht in die Häuser des Lasters, um sich durch betäubende Getränke die Sorgen ans denl Kopfe und das Elend noch mehr an den Hals zu