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Ben Chananja · 1858-01-01 · 7 (1858) · p. Seite 316

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
7 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 316 (sequence 28)
Language
German
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— 316 — Das verloren geglaubte Buch hat also nie eristirt, während das im Thalmud erwähnte Buch nie verloren ging. Nur eine richtige Auffassung des Namens ססר יצירה hat zu vielen Jrrthümern Anlaß gegeben. Diese neue Auffassung des Namens ספר יצירה ist so einfach nnd natürlich, daß man sich nur darüber wundern müßte, wie man nicht schon längst zu derselben gelangt ist, wenn nicht auch auf andern Gebieten die Erfahrung gelehrt hätte, daß gerade das Einfachste und Natürlichste oft am schwierigsten zu treffen ist; — diese neue Auffassung bedarf daher keiner weitern Unterstützung, so lange ihr nichts als das historische Recht eines verjährten Irrthums entgegensteht. Aber merkwürdiger Weise ist die Synonymitat von מעשה בראשית und ספר יצירה bereits von einem Manne erkannt, dessen sonstige Auffassung in dieser Beziehung der unserigen diametral entgegensteht, so daß, wenn irgendwo, sich hier das Wort beivährt: Les extrömes 86 touchent. R. Jehuda Ha-Levi nämlich, der unter ספר יצירה nicht blos irgend ein besonders kabbalistisches Buch, sondern, wie alle seine Zeitgenossen, das unter diesem Namen bekannte, erst in neuerer Zeit für nnächt erklärte Buch versteht, setzt (Cusari IV. 25.) für den Ausdruck מעשה בראשית (Hag. l. l.) geradezu ספר יצירה (s. Muskati z. Cus. l. l.). Man braucht nur das qui pro quo umzukehren, und wir haben für unsere neue Auffassung des Namens ספר יצירה keine geringere Unterstützung als die Autorität des R. Jehuda Ha-Levi. Hinsichtlich des Ausdruckes מעשה בראשית, welchen wir mit ספר בראשית identifizirten, ist zu bemerken, daß das Wort ,מעשה ״Werk", hier in dem Sinne zu nehmen ist, in welchem auch im Deutschen ein Buch ״Werk" genannt wird. Das Wort מעשה, welches sonst im Thalmud und bei den spätem Rabbinen auch in der Bedeutung ״Geschichte", ״Eretgniß" gebraucht wird, entspricht nämlich dem griechischen aolr1<nq, welches nicht etwa blos von Werken der Dichtkunst, der ״Poesie", gesagt wird, sondern von jedem beliebigen, namentlich geschichtlichem, Buche. So nennt Pansanias (Epist. ad Pomp. p. 130.) die Werke des Herodot und Thucydides wpeifff«?. (S. ein weiteres hierüber Eadrioius Libl. graeca L. I. c. I. 1, L2.> Das Verbum עשית in Beziehung aus

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