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Ben Chananja · 1858-01-01 · 7 (1858) · p. Seite 311

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
7 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 311 (sequence 23)
Language
German
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— 311 — dzniutha ist das Buch, welches von der Waage handelt, weil der Anfang des Werkes dieses Thema behandelt. Zu bedenken wäre, ob hier nicht zwei Fragmente verbunden seien, von welchen das eine über die Vision Ezechiel'ö, das Buch von der Waage, das andere über die Schöpfungsgeschichte, Sifra dzniutha oder Zniutha d'Sifra, betitelt wurde. Denn wirklich ist im ganzen Verlaufe des Buches eine derartige abwechselnde Verschiedenheit wahrznnehmen, die aus eine Durcheinanderwerfung zweier Fragmente rathen läßt; während das eine in didaktischer Form seine kurzen Lehrsätze vorträgt, bildet das andere einen fortlausenden Kommentar zur Schöpfungsgeschichte, in welchem zugleich die Lehre von den Buchstaben des Gottesnamens als Hauptagentien bei der Schöpfung eingeflochten wird. Im ganzen Merkchen wechseln diese regelmäßig ab, und nur an einigen Stellen ist im Terte eine Art Uebergang wahrzunehmen. 8- 13. Der Uebergang vom Unendlichen zum Endlichen, von der absoluten Einheit zur Mannigfaltigkeit, von der reinen Jntelligenz zur Materie, wird also unter dem Bilde der Waage, am Anfänge des Systems hingestellt. Dieses Bild symbolisirt hier die Vermittelung und die Ausgleichung der Gegensätze (vgl. כף זכות וכף חובה ולשון־הק מכריע tu Sefer Jezirah). ״Bevor bas Gleichgewicht hergestellt war, konnten die Gesichter einander nicht betrachten" drückt sich unser Tert in seinem Hieroglyphenstile aus. Man braucht aber das אפין באפין nicht mit Joel als זיווג תפארת במלכות jtt erklären, da es als Gegensätze, die erst zu vereinigen sind, hinlänglich erklärt ist. Cf. Jdra : ער לא אתברי עלמא לא הוו משגיהין אפיןבאפין• Nur mit dem Schöpfungöakte ist, soharitisch zu reden, die liebende Vereinigung der Gegensätze eingetreten. Uebrigens wird auf dieses Bild nirgend weiter Rücksicht genommen, und dasselbe, außer in der gewöhnlichen Redensart בהר מתקלא אתקלו (III. 290 a., cf. Joöl S. 274. Note 3.) nirgend im Sohar erwähnt, während die folgende, mit einigen Worten angedeutete Lehre von den Urkönigen, vom Bilde der Urschöpfungen, durch welche das unbekannte Wesen sich darstellte (אתתקן ואודמן!!), in den beiden Jdras vielfach paraphrastrt und kommentirt wird.

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