Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 7 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 306 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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— 306 — zur Zisterne, um Josef ohne Vorwissen der Brüder in Freiheit zu setzen. Er rief ihn an, erhielt aber keine Antwort; da vermutete er, Joses wäre während seiner Abwesenheit umgekommeu. Er machte den Brüdern Vorwürfe. Nachdem sie ihm aber erzählt hatten, was vorgegangen war, trauerte er nicht mehr. 4. Nach diesem Vorgänge mit Josef überlegten die Brüder, was zu thun sei, um sich bei ihrem Vater nicht zu verdächtigen. Sie fanden für gut, das Kleid, welches Josef trug, als er zu ihnen kam, und das sie ihm vor dem Hinablassen in die Zisterne ausgezogen hatten, zu zerreißen und mit Ziegenblnt zu besudeln. Dies sollte dem Vater gezeigt werden, damit er der Meinung werde, .der Sohn sei von wilden Thieren gefressen worden. So erschienen sie vor dem greisen Vater, der schon etwas über seinen Sohn erfahren hatte. Sie gaben vor, Josef nicht gesehen zu haden, auch wüßten sie nicht, was ihm widerfahren sei. Das blutige und zerfetzte Kleid hätten sie gefunden. Sollte er ein solches, als er vom Hause ging, angehabt haben, so vermuten sie, er sei durch reißende Thiere umgekommen. Jakob, der bis jezt noch geglaubt hatte, der Knabe wäre von Jemandem aufgefangen worden, gab nun bei diesem Anblicke alle Hoffnung auf; denn er erkannte das Kleid, in welchem er ihn zu den Brüdern geschickt hatte; und als er es zerrissen und blutig sah, hatte er die volle Ueberzeugupg vom Tode des Sohnes. Er war so sehr von tiefen Leiden hingerissen, als wäre Josef nur der eine seiner Söhne gewesen, von dem, er Trost gehofft; auch meinte er, auf dem Hinwege zu den Brüdern, bevor er noch mit ihnen gesprochen hatte, müsse er von reißenden Thieren angefallen worden sein. Von Schmerz gebeugt, saß er im härenen Trauergewande. Die Söhne vermochten nicht, ihn zu trösten, und er hörte nicht auf zu trauern. welchen Josef geworfen wurde; ei» Ritt von 3 Stunden und 40 Minuten von Mesüra entfernt". Clarke berichtet über die Umgegend von Schechen!: ״Längs des Thaies sahen wir eine Gesellschaft Jsniaeliteu, die von Gilead kamen, wie in den Tagen Ruben's und Josef's, mit ihren Kameelen, beladen mit Spezcreien, Balsam und Myrrhen. Auf den Hügeln ringsum weideten Schafe und Rinder, wie in den alten Tagen".