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Ben Chananja · 1858-01-01 · 7 (1858) · p. Seite 305

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
7 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 305 (sequence 17)
Language
German
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305 — aber unbeugsam 'fand, und sie zur schrecklichen Ausführung sich beeilen sah, da gab er ihnen deu Rath, wenigstens die Todesart etwas zu mildern. Er versuchte zwar wiederholt, die auf Rache Sinnenden durch sein Zureden zu erweichen. Indem sie aber durchans auf Hinrichtung bestanden, schlug er ihnen ein Mittel vor, wodurch ihr Verbrechen einigermaßen gemildert, und die That, die sie begehen wollten, auf minder grausame Weise doch ausgeführt werden sollte. Er warnte sie, nicht Hand an den Bruder zu legen 0, sondern ihn in den nächsten Brunnen zu werfen und dort umkommen zu lassen, ohne mit seinem Blute ihre Hände zu besudein. Die Jünglinge willigten ein, und Rüben führte den Knaben zur Zisterne, band ein Seil um ihn, und ließ ihn sanft hinab in die Zisterne, die sehr trocken war. Alsdann ging er weg, Weide- Plätze für seine Heerde auszusuchen. 3. Judas, einer der Söhn.e Jakvb's, bemerkte Araber ismaelitischer Abkunft, welche Gewürze und syrische Maaren ans Galad (גלעד) nach Egypten führten. Während Ruben's Abwesenheit gab er den Brüdern den Rath, Josef aus der Zisterne zu ziehen, und ihn den Arabern zu verkaufen; denn, sollte eS sich ereignen, daß er in weit entferntem Lande unter Fremden stürbe, so würden sie keines Mordes schuldig sein. Der Vorschlag gefiel, der siebenzehnjährige Josef wurde aus der Zisterne geholt und den Kaufleuteu für zwanzig Minen hingegeben * 2). Rüben ging des Nachts ויד אל־תש^הו־בו(י . Kap. 37,58. 22. 4 2) Noch heutigen Tages giebt es häufig Zisternen Lu Palästina, in denen das Regenwasser gesammelt wird, die aber im Sommer gewöhnlich austrockneu. Die Gegend, in welcher dieser Akt vorging, ist noch jetzt die Handelsstraße, welche die Karavanen. die ihre indischen und syrischen Produkte nach Egypten bringen, durchziehen. Man zeigt noch jetzt die Zisterne, Ln welche die lieblosen Geschwister ihren unschuldigen Bruder Joses hinabgesenkt hatten, um ihn dem Huttgertode anszusetzen. Der Reisende Richardson erzählt : ״Nachdem wir uns durch die verschlnttgenen Engpässe dieser Gegend gewunden, erreichten wih ein ausgedehntes offenes Feld, das eine Masse Disteln hervorbringt, und aus welchem viele Heerden Hornvieh weideten. Dies wird für die Szene der schändlichen Verschwörung gehalten, deren momentanes Opfer die Freiheit Josef'S ward. Etwas weiterhin kamen wir bei Gib-Nouffauf oder dem Bxnnnen an, in Ben-Chanaoja 1888. sii. 20

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