Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 7 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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295 — genen köstlichsten Kleinodes zu sichern, und der Hinneigung zu dem verführerischen Griechenthume vorzubeugen? — Auch ist ihnen dies vollkommen gelungen. Abfall zum Götzenthume oder zur Abgötterei kommt seit Beendigung des hasmonäischeu Krieges nicht mehr vor. Der Nil ,יצרא דעבודה ist durch die Männer der großen Versammlung vernichtet und für alle Folgezeiten unschädlich gemacht worden. Und die Erinnerung an diese Epoche machende Wendung in der jüdischen Geschichte klingt vielleicht in jener Sage wieder, in welcher die Gesangeunehmung des abgöttischen Geistes auf eine so hyperbolische Weise gefeiert wird '). Die Anlehnung der Sage an einen Schriftvers in Nehemia gehört wol einer Zeit an, wo die chronologische Folge der Begebenheiten den Wenigsten gegenwärtig war. 19. Ursprung des Thalmudismus. Diese Betrachtung macht es leicht erklärlich, wie sich das Andenken an die Mitglieder der großen Synode mit so unauslöschlichen Zügen in die Tafeln der nationellen Erinnerung eingraben konnte. Die große Versammlung als solche hatte ihr Werk, die Wahl Simon's zum Priesterfürsten, allerdings an einem Tage, am 18. Elul des Seleucidenjahres 172, zu Ende geführt. Von der großen Versammlung als solcher ist auch weiter nicht die Rede; wohl aber von den Männern der großen Versammlung, von jenen frommen Patrioten, welche die Gotteslehre Jsrael's für alle kommenden Zeiten und Geschlechter gerettet haben. Die Betrachtung ihres Wirkens führt aber zugleich zu der Lösung ״eines der schwierigsten geschichtlichen Probleme, der Entwickelung nämlich ans dem biblischen Judenthume zum Thalmudismus hin *)“. Dieses Problem mußte bis ans den heutigen Tag ungelöst bleiben, weil man für den Uebergang aus dem biblischen Judenthume in das thalmndische weder die psychologischen Motive, noch die historischen Analogien auszufinden vermochte. Jene wie diese 1) Soma 69, b. ä) Geiger, Ursprache Vorr. III.