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Ben Chananja · 1858-01-01 · 6 (1858) · p. Seite 279

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 279 (sequence 39)
Language
German
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279 — daß meine Auffassung von der besagten Zeremonie nicht die allgemeine ist. Da es aber von der größten Wichtigkeit ist, den Sinn der jüdischen Gesetzgebnng hierüber klar und deutlich zu erkennen, so mögest Du uns hierüber Ansknttft und Bescheid geben '). L. H. Wien, im Mai. Der Theresicn-Kreuzer-Verein znm Schulunterricht armer israelitischer Kinder hat eben nach einer zehnjährigen gottgefälligen Wirksamkeit sein diesjähriges Gebühren durch den Druck veröffentlicht. Die Ansgaben von 3165 fl. 47 kr. sind durch die regelmäßigen Einnahmen von den 376 Mitgliedern — zumeist Damen — so wie durch zeitweilige besondere Beiträge derart gedeckt, daß stch obendrein ein Saldo-Vortrag von 257 fl. 25 kr. ergab. Rechnen wir dazu noch die separaten Spenden an Geld und Kleiderstoffen, welche die fünf edlen Vorsteherinnen in die angenehme Lage sezten, am Channkah-Feste 130 arme Knaben und 100 arme Mädchen mit warmen Kleidern zn versorgen, so richtet sich unwillkürlich unser freudestrahlendes Auge nach jener herrlichen Stadt, herrlich auch dadurch, daß in ihr so viele wahrhaft menschenfreundliche Herzen schlagen, und wir rufen:!9 כלנהy, רבות בנות עשו היל , ואת עלית L. H. Kula, 11. März. Im 3. Hefte dieser Monatschrift S. 132 hält ein Herr Correspondent ein Plaidoyer dem zu gründenden Rabbiner-Seminar Wider die von Seiten unserer Gemeinden zu erhebenden Bedenken gegen dasselbe. Wir wissen nicht, ob diese Bedenken nur in der Fantasie des Correspondenten eristiren, oder ob sie wirklich iw unfern Gemeinden lautbar werden. Ist Leztes der Falt, so sind Schntzreden, die nur äußerliche Ehrerbietung vor dem Thalmud zur Schau tragen, die ihm einen allergehodsamsten Knir machen und dann mit wegFdwandtem Gesichte ihn klüglich belächeln; sind Motive, wie sie in besagten: Artikel angeführt werden, um die Nothwendigkeit thalmudischer Kenntnisse der Rabbinen zn beweisen — nicht׳ nur nicht geeignet, diese Bedenken zn^verscheuchen, sondern sie erst recht lebhaft anzuregen. Wenn ein noch nicht creirtes Seminar reden könnte, so würde es gewiß mit Kant (?) ausrusen: ״Lieber Gott, behüte mich vor meinen Freunden; mit meinen Feinden werde ich schon allein fertig werden!" Der Hr. Corresp. meint: tüchtige thalm.^Kenntnisse seien darum in allen Ungarn ähnlichen Ländern den Rabbinen uöthig, weil sie sonst bei mancherlei Veranlassungen mit ihrem aus Kompendien notbdürftig znsammengestoppelten Wissen, den Dilettanten der thalm. Wissenschaft gegenüber, Blößen geben würden und dann nicht in Ehren wirken könnten * 2). Die Blößen an und für sich ') Wird im nächsten Hefte geschehen. Ued. 2) Unser Correspondent sagt wörtlich: Thalmudisches Wissen ist dem Rabbinen allenthalben unentbehrlich; am unentbehrlichsten in denjenigen Ländern, wo, wie in Ungarn, jede größere Gemeinde Mitglieder zählt, die Jeschiboth freqnentirt und sich zu tüchtigen Dilettanten der thalm. Wissenschaft herangebildet haben. M,

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