Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 6 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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Gemeinde הלף d. i. Holland und Deutschland gemachte, den Ankauf von Grundstücken betreffende Projekt s,muß" nach Hru. Cohn's eigenen Worten ״erst an Ort und Stelle untersucht werden". Unser geehrter Freund gedenkt in nicht gar ferner Zukunft wieder den Orient zu besuchen. Unsere Leser dürfen dann einen ausführlichen Bericht von ihm erwarten. Sehr erfreulich sind dessen Nachrichten über das glückliche Gedeihen der von ihm gegründeten jüdischen Schulen im Morgenlande. Hr. Cohn schreibt uns hierüber wie folgt: ״Die Schule in Salonik, die seit vierzehn Monaten an Hrn. Li pp mann einen ausgezeichneten Lehrer besizt, hat nun einen zweiten Lehrer verlangt. In der Person des Hru. Lapard, ehemaligen Zöglings der hiesigen (Pariser) Thalmud-Thora-Schule, haben wir derselben sogleich einen solchen zugesandt. Die Schule, welche im Einverständnisse mit dem Chacham Baschi gegründet und eingerichtet wurde, zählt gegenwärtig schon 200 Zöglinge und wird nach zuverlässigen Nachrichten in kurzer Zeit 500 zählen. ׳ Die Schule in Constantinopel hat nebst dem Direktor, Hrn. Brunswick, gleichfalls einen zweiten Lehrer, Hrn. Dilsheim. Gegenwärtig wird daselbst eine Mädchenschule errichtet. Ich hege keinen Zweifel, daß mit Gottes Hilfe, ehe zehn Jahre versioffeu find, eine, höchst günstige Wendung in diesen Gegenden eingetreten sein wird". Hr. I. Stern in Belgrad, ein wohlunterrichteter, für den Fortschritt unserer Brüder im Oriente sehr begeisterter Mann, meldet uns: ״So eben erhalte ich eine in spaniolischem Dialekte abgefaßte Broschüre aus Salonik, welche über das Wirken des dortigen Vereines עללם NON (ewige Liebe) einen ausflrhrlichen Bericht enthält. Der Verein hat beträchtliche Einkünfte, welche theils zu Unterrichtszwecken, theils zur Verbesserung des Sanitätswesens verwendet werden. Der Unterricht wird sehr zweckmäßig ertheilt. Türkisch und ftanzösisch gehören zu den obligaten Lehrgegenständen. Der Gründer dieses Vereins ist Hr. Ascher Kovo, ein durch thalmudische Gelehrsamkeit, weltliche Bildung und den Besitz zeitlicher Güter gleich ausgezeichneter Rabbiner. Die Familie Kovo hat im Oriente einen klangvollen Namen. Das ורע י לסף von R. Josef Kovo ist ein vortreffliches Werk '). Dem Hrn. Kovo stehen zur Seite die Herren Dr. Moses Latin, praktischer Arzt, und Salomo Elias Firnandis, spanischer Konsul. Anhänger Sabbathai Zebi's finden sich in Salonik bis auf den heutigen Tag. Sie studiren Sohar und Thalmud, die Werke Nathan Aschkenafi's und Nehemia Hajun's, und behaupten, S. Zebi habe die Uebung der Zeremonialgesetze erleichtern wollen. In Adrianopel soll der Jngendunterricht fortwährend in einem erfreulichen Aufschwünge begriffen sein. Hier ist es Hr. Pisa, der sich um die ') Dieses Werk finde ich bei den Bibliografen nicht verzeichnet. Ich bitte Hrn. St., über dessen Inhalt ausführlich zu berichten. Ked.