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Ben Chananja · 1858-01-01 · 6 (1858) · p. Seite 271

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 271 (sequence 31)
Language
German
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— S71 — Die Witwen der Staatsbeamten erhalten Unterstützung ans den Staatskaffen; die Witwe des Handwerkers kann durch Gesellen das Gewerbe fortbetreiben; die Kaufmannswitwe kann das Geschäft mit Hilfe erworbener Ersahrung weiterführen: was aber sotten unsere Witwen thun? Man kann freilich zum Theile ihre Existenz durch Assekuranz-Anstalten sicher stellen: dieses ist jedoch den wenigsten Rabbinen möglich, Das karge Einkommen der meisten reicht kaum hin, anständig zu leben, zumal die Lebensbedürfnisse und Forderungen so hoch gesteigert sind: woher die Mittel, an solchen Assekuranzen Theil zu nehmen? Eine Vereinigung zu einem solchen Zwecke thut uns, theure Amts- Kollegen! dringend Noth. So lange wir noch wirken können auf Erden, wollen wir uns verbinden, um vorzusorgen, daß unsere Frauen und Kinder nichH einst in die traurige Lage kommen, zu betteln, oder für sich betteln zu taffen. Einheit macht stark und bringt Riesenwerke zur Vollendung. Jeder Rabbiner einer Gemeinde und jede Gemeinde eines Rabbiners liefere einen Stein zum Baue, und mit Gottes Beistand wird der Bau auch vollendet. Gin Einkaufs- und ein jährlicher Beitrag bilden schon ein Sümmchen, das durch den Zufluß frommer Stiftungen aus milden Händen zu einem Monde anwachsen wird, dessen Erträguiß zu dem angeregten Zwecke verwendet wird. Nimm, o ״Ben-Chananja", diese heilige Angelegenheit in deine Hand '). Die einzelnen Rabbinen und Gemeinden, die sich dem frommen Bunde anschließen, sollen sich dir brieflich erklären, du machst in deinen Spalten ihre Namen bekannt. Nach einge- Holter Bewilligung der hohen Behörde wird von den Beitretenden ein leitendes Comitö erwählt. — Doch, wozu mit einem Plane vorgreifen? Ich habe bloß angeregt.;ויהי נעם׳ ר אלהינו עלינו ומעשה ידינו כוננה עלינו ומעשר ידינו מנהו! Lorresjnmiimz. Orientalische Nachrichten. In Folge unserer Aufforderung.*) hatte unser gelehrter Freund, Hr. Albert Cohn in Paris, die Güte, uns in seinem w. Schreiben vom 14. April über manche jüdische Verhältnisse Ln Jerusalem eine Mittheilung zukommen zu lassen. Das von den Vorstehern der Wir sind bereit, zur Realisirung des von unserm w. Freunde ge» machten Vorschlages nach Kräften mitzuwirken. In Deutschland besteht seit einigen Jahren ein Verein, der die Lösung der in Rede stehenden Aufgabe anstrebt. Die Statuten und die Geschichte desselben theilen wir nächstens unseren Leftrn mit. # Ked. ף S. oben S. 172.

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