Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 6 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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257 — die Charlatauerie, die mit solchem Spiele Effekt machen will, mit der Aufgabe der Predigt, ihrer Bestimmung, ihrer Würde, ihrer Heiligkeit? — Würdiget diese Fragen Eurer Aufmerksamkeit, meine jungen und tüchtigen Amtsgenoffen. Ueberlaffet die Blendwerke der geistigen Impotenz. Wer was Rechtes gelernt hat und was Rechtes lehren will, bedarf ihrer nicht. Der Profet, dem ein Traum geworden,, erzähle seinen Traum, und wem mein Wort geworden, rede mein Wort der Wahrheit; was soll das Stroh beim Korne? So ist der Spruch des Ewigen (Jer. 23, 28.). Inder und He6räer. Eine kulturhistorische Parallele. Von vr. S. Sack, Rabbinats-Kandidaten in Kronau. Seitdem England in Besitz Indiens gekommen, begann sich allmälig der Nebel zu klären, der seit Jahrtausenden anhaltend dieses Land bedeckte. Zu allen Zeiten war es das Land der Sehnsucht für alle Völker, und hat mit nicht -weniger Interesse Herodot den Vater der Geschichte und den welterschüt?ernden Macedonier Alexander, als die Reisenden des Mittelalters, an deren Spitze Marco Polo, angezogen *)• Die Forschungen der neuern Zeit, insbesondere die eines Colebrooke, Lassen, Bopp, Garcin de Tassy, ') Nach Ritter (Asien I, 64.) ist „Indien gleichsam das Italien de» Orients, der universalhistorische Punkt aller wie Radien hin- und zurückwirkenden Kräfte, der Ansiedelungen und Bewegungen der Völker, das Ziel der Eroberer, der Sammelplatz der Weltschiffer, der Ausgangspunkt ^sr Weltindustrie, der universellsten und reichsten Produktenspende der EdelsteiN^,NNd Gewürze, de» Verkehrs der mannigfaltigsten Art, nach allen Regionen der Erde, durch alle Zeiten, für alle Zonen". Ue>. Ben-Chananja 1858. TI. 17