Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 6 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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— 255 — di Silva so mühsam ans dem Thalmud zusammengetragen *), sind die meisten der Vergessenheit anheimgefallen! Ein gleiches Schicksal haben zahlreiche im Thalmnd niedergelegte diätetische Vorschrtsten. Für künftige Rabbinen ist es aus vielen Gründen von nicht geringer Wichtigkeit, hierüber genau und gründlich nNterrichtet zu sein. Den Glanzpunkt des ganzen Berichtes sollen aber offenbar die in der Eröffnungsrede gelieferten exegetischen Proben enthalten. Auf sie richten wir zum Schluffe unsere Aufmerksamkeit. Text der Eröffnungsrede ist Spr. Sal. 24, 21. Das Wort שונים wird hier unter Hinweisung auf Jalkut^) mit שוני הלכוח erklärt. So bezeichnet nämlich die Eisenstädter Schule ״die Fortschrittsmänner in der Theorie * * 3), welche einer Mode, einer beliebten Form zu gefallen, die Hälfte des Inhalts H streichen (S. 18)". Wir nehmen Hrn. H. vorläufig beim Worte, und lassen seine Worterklärung gelten. So wird aber auch ein ״Schone- Halachoth" berechtiget sein, zu predigen: ״Th. Zuhörer! Von Stufe zu Stufe muß der Mensch sich emporarbeiten zu dem Reiche des Heller» Lichtes, des schönem Wirkens und der reinem Liebe. Des Thieres Thätigkeit ist von seiner Geburt an beschlossen in einem und demselben engen Kreise. Jahre vollenden es nicht, und von den späteren Geschlechtern werden die früheren nicht übertroffen. In diesem Stillstände muß das Thier ewig fern von der Gottheit bleiben. Beim Menschen ist nichts abgeschlossen; fortschreiten ist sein Beruf. Bei fortschreitender Bildung und Einsicht entfaltet sich uns aber immer mehr der Inhalt unserer göttlichen Thora, so daß wir ihre heiligen Glaubenswahrheiten,' ihre sittlichen Gebote Und ihre trostreichen Verheißungen immer deutlicher aufzufassen vermögen. Wie dürften wir nun hierin einen Stillstand Machen, wie dürften wir meinen, wir hätten in unseren religiösen Vorstellungen und Einsichten nichts mehr zur reinigen, zu berichtigen und zu 0 P. Chadasch 116, 9. ־) Spr. 961. 3) Von הלך ----- gehen, also fortschreiten!! Lkd. י) Wovon? Ne).