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Ben Chananja · 1858-01-01 · 6 (1858) · p. Seite 254

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 254 (sequence 14)
Language
German
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— 254 — wie wir gesehen haben, die griechische Sprache so hoch stellt. Wir sind wirklich begierig, wie der Hr. H. diesen direkten Widerspruch gegen den Thalmud rechtsertigen, oder auch nur entschuldigen werde. Eine sehr dankenSwerthe Zugabe des vorliegenden Berichtes ist die „Eröffnungsrede zur Prüfung". Je nachsichtiger wir dieses Produkt eines „Studenten der Anstalt" zu beurtheilen geneigt sind, desto tadelnswerther finden wir die Anmaßung, mit welcher der junge Vers, spricht. Wir haben uns, ruft er seinen Kommilitonen zu, zusammengefunden, „um dem von den Stürmen der Neuzeit durchwühlten Boden unserer Tradition seine alten frischen Sprossen zu entringen, und sie für die Zukunft zu pflanzen, für eine stürmische Zukunft, die den uralten Stamm unseres Glaubens zu erschüttern droht, weil unsere eigenen, treulosen Brüder frevelnd die Art über ihn schwingen, um ungerathene Auswüchse und Abarten daraus zu pfropfen". Die Wahrheit, sagt der Vers, weiter, wird verkannt, „und nur wenige Zirkel unserer Glaubensbrüder leihe« ihr ein williges Ohr (S. 7)". Dies und Anderes (S. 15) klingt so ziemlich wie eine Meßira. Sollen in Eisenstadt Moßrim erzogen werden? — Von den seltsamen Extravaganzen wollen wir nur einige answählen. Die Thora, sagt der Vers., „ist keine bloße Lebensregel, nein, sie ist das Leben selbst, sie ist die Sprache des Lebens (S. 9)". Sind denn „Leben" und „Sprache" identisch? In der Schöpfung, meint der Vers., hat Alles seinen „spezifischen" Boden (S. 11), und das Leben ist ihm „atomistisch (S. .15)"! Bedenklicher als all dies Gerede ist der übel angebrachte Eifer der Eisenstädter Schule, die Altorthodoren an Orthodorie zu übertreffen. Die Tradition, erfahren wir S. 9, „enthält keine Santtätsregeln, die sich mit der Zone wenden". Dies verhalt sich aber nicht also. Vielmehr lehrt die Altorthodorie ausdrücklich, daß die rabbanitische Tradition allerdings „Sanitätsregeln enthalte, die nur für manche Gegenden bestimmt sind, und „sich also mit der Zone wenden *)"• Von den „Sanitätsregeln", welche R. Hiskias ') I. D-a 116, 1.

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