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Ben Chananja · 1858-01-01 · 6 (1858) · p. Seite 251

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 251 (sequence 11)
Language
German
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— 251 — Das Judenthmn hatte.sich inzwischen konsolidirt, und der griechische Einfluß hörte auf, gefahrdrohend zu erscheinen. Andererseits fühlten die Einsichtigen immer mehr, wie nothwendig die Kenntniß des Griechischen sei, indem dadurch allein der Umgang mit den herrschenden vornehmen Römern ermöglicht wurde. In der unmittelbaren Nähe des Patriarchen wurde eine bedeutende Anzahl von Knaben in der griechischen Gymnastik הכמתמגית erzogen *). Es wurde gestattet, die heiligen Schriften in griechischer Sprache und Schrift zu,schreiben * 2 3). Akylas legte seine griechische Bibelübersetzung R. Elieser, R. Josua und R. Akiba vor, und er wurde von diesen Gesetzeslehrern wegen seines gelungenen Werkes gelobt. Man wendete auf die Uebersetzung den Christvers 1. B. M. 9, 27. in folgender Deutung an: ,-Gott hat dem Jafeth eine schöne Sprache verliehen; dieselbe wird fortan auch in den Hütten Sem's ihren Wohnsitz Habens". R. Jehuda, der Mifchnasammler, erklärte sich offen gegen den im heil. Lande üblichen syrischen Dialekt, indem er entweder die hebräische oder die griechische Sprache als Umgangssprache gebraucht wissen wollte 4). R. Jonathan ^aus Eleutheropolis (Beth Gubrin, gegenw. Beth Dschibrin) dachte nicht so exklusiv, und charakterisirte die Hauptsprachen seiner Zeit ans folgende Weise : Vier Sprachen — sagte er — verdienen von den Menschen gebraucht zu werden: Griechisch zum Gesänge, römisch zum Krieges, syrisch zur Elegie, hebräisch zur Beredsamkeit יי). Nach einer andern Leseart ') B. Kama 83, a. Dies scheint uns die einzig richtige. Erklärung, durch welche die Worte der Mischna Sota 9, 14., wo ebenfalls מנית NÜ2N zu lesen ist, verständlich werden. Das jer. Sabb. 1, 4. erwähnte Sprachverbot, welches der Römerfeind R. Simon b. Jochai berichtet, scheint apokryph zn sein. Der Ausdruck הככ!ת מנית wird übrigens aus Mißverständniß auch an Unrechtem Orte gebraucht. Durch diese einfache Auffaffung schwinden alle Schwierigkeiten, welche man in den einschlägigen Stellen gefunden hat. -) M. Meg. 1, 9. 3) Die Belege s. bei Grätz III. 127. y B. Kama 83, a» 6) לקרב R. David Dessau hat das Wort mißverstanden. ף Z. Meg. 1, 9.

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