Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 5 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 214 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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r ך — 214 — So oft profane Geister es gewagt haben, die Echtheit der heiligen Urkunde zn erschüttern, und ihre Wahrheiten zn verdächtigen, sind sie zu Schanden geworden. Man darf den Maßstab menschlicher Werke an dieses göttliche Buch nicht anlegen; denn was der beschränkte menschliche Verstand zu erfassen nicht vermag, ist ihm, dem Einzigen, Unbegreifllichen, Allmächtigen, möglich. Er hat die widerstrebendsten Kräfte gepaart, treibt mit denselben ganze Welten durch die weiten Himmelsräume, und erhält sie in harmonischer Ordnung, lieber Tyrus und Sidon hat er Vernichtung ansgesprochen, an ihrer Stelle befinden sich armselige Fischerhütten. Selbst das anscheinend Unbedeutendste, was dieses heilige, unvergleichliche Buch aller Bücher mit so liebenswürdiger Einfachheit erzählt, ist wahr; und was die Vergangenheit noch nicht bestätigt hat, dem wird die Zukunft das Siegel der Wahrheit aufdrücken. Interessant ist die bereits angeführte Stelle Herodot'ö B. 2, 34., weil das im 1. B. M.'47, 21. Erzählte: ״Nur das Land der Priester kaufte er nicht; denn die Priester hatten ein Festgeseztes von Pharao, und sie verzehrten ihr Festgeseztes, welches ihnen Pharao gab, darum verkauften sie ihr Land nicht", damit übereinstimmt. So manches Produkt des gesegneten Bodens Palästinas dürfte im Alterthnme nach Egypten gewandert sein. In ganz Egypten wuchs keine Balsamstaude (amyris gileadenlis). Den Balsam ans Gilead brachten die Karavanen dahin. Nur zu Matarie, einem unbedeutenden Dorfe zwischen Kairo und den Ruinen von Heliopolis befindet sich die Balsamstaude. Höchst wahrscheinlich hat der Hohepriester Orias, als er den jüdischen Tempel zn Heliopolis erbaute, sie aus dem heiligen Lande mitgebracht und dorthin verpflanzt, wo sie noch heutigen Tages kultivirt wird.