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Ben Chananja · 1858-01-01 · 5 (1858) · p. Seite 208

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
5 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 208 (sequence 16)
Language
German
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208 — Residenz der alten Pharaonen *), wohin den größten aller Profeten seine Sendung führte * 2). Die Parafrasten Jonathan und Onkelos übersetzen צק an allen Stellen mit 3 4 טאניס). 1. Der Egypter Petephres ( סוטיפר), Oberster-Küchenmeister Pharaos, kaufte von den Israeliten den Josef, und hielt ihn sehr in Ehren. Er ließ ihn in den Wissenschaften unterrichten, gestattete ihm bessere Kost, als ihn! nach seinem dienstlichen Verhältnisse gebührte, und machte ihn zum Verweser seines Hauses *). Während dieser Veränderung seiner Lage betrug sich Josef nicht nur mit denr ihm angeborenen Verstände, sondern er zeigte auch, daß wahre Klugheit sich anch in die mißlichsten Verhältnissen des Lebens zu finden wisse. 2. Denn die Gattin seines Herrn, seiner ungemeinen Schönheit willen, und wegen der besonderen Geschicklichkeit, mit welcher er seine Aufträge behandelte, entbrannte in Liebe, und glaubte, wenn sie ihm diese gestände, ihn um so leichter zu unerlaubtem Umgänge zu verlocken, da er durch seine Herrin in günstigere Umstände versetzt zu werden hoffen dürfte. Sie rechnete zwar auf seine ׳) Jesaj. 30,4:כי היו בצק שריו• Das. 19,11: אך אוילים שרי •צק הכבוי יועצי פרעה ף Ps. 78,12. 43. שדה צק• 3) So auch die LXX. Ueber die Residenz Egyptens zur Zeit Joses'S sind indeß die neueren Forscher getheilter Meinung, indem manche, sich ans egyptische Zeugnisse bernsend, nicht Tanis, sondern Memphis für den damaligen Königssitz halten. An Memphis denkt auch Philo. Ued. 4) Es ist bekannt, daß die Wissenschaften der alten Egypter in den Händen ihrer Priesterkaste waren, und sehr geheim gehalten wurden. Pythagoras, der sich 22 Jahre in Egypten, ohngefähr 556 v. CH., aufhielt, wurde nur auf Empfehlung des Potykrates, Fürsten zu Samos, an den König Amasis mit vieler Mühe und nach sehr harten Prüfungen endlich in die Geheimnisse der Priester zu Diospolis eingeweiht. Es war also eine sehr große Begünstigung für den Sklaven Josef, Ln den Wissenschaften unterrichtet zu werden. Auch konnte dies sicher nur auf Verwendung eines so wichtigen Staatsbeamten, wie Pothiphar war, geschehen. Veranlassung hiezu dürften wahrscheinlich Josess angenehmes Aeußere und sein besonderes Genie gegeben haben.

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