Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 5 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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— 201 — Wir geben über alle diese Konjekturen kein entscheidendes Urtheil ab *)• Unsere Meinung von der großen Synode und Simon dem Frommen hängt davon nicht ab. Denn die erste Mischna der Vätersprüche will die Repräsentanten der Thora in den verschiedenen Epochen namhaft machen, und eS ist mit der Anse inan- Verfolge nicht genau zu nehmen. So läßt auch Zunz die große Versammlung im dritten Jahrhundert gute ihre Thätigkeit eutfalten, ohne deshalb die herkömmliche Vorstellung vom Erlöschen der Profetie aufzugeben. 15. Jose ben JoSzer. ״Jose ben JoSzer — berichtet Frankel — war eine hervorragende Persönlichkeit in den Tagen des makkabäischen Religionskampfes. Er starb als Märtyrer, und besiegelte den Glauben dem verrätherischen Hohenpriester Alkymns gegenüber mit seinemBlnte Verhielte sich dies nun wirklich also, so müßten Jose's Vorgänger, Antigonus der Sochite und Simon der Fromme vor dem makkabätschen Religionskampfe gelebt haben. In die vormakkabäische Zeit müßten mir demnach auch die große Synode verlegen. Sol- ') Doch möge hier die Bemerkung gestattet sein, daß es zur Erklärung des fraglichen jesajanischen Stückes kaum ein besseres Hülfsmittel geben dürste, als das 1. Makkabäerbuch. Vgl. z. B. Jesaj. 63, 8 und 1. Makk. 1, 39. 3, 45. 51; Jesaj. 64,4. und 1. Makk. 2, 19—27; Jesaj. das. 9 und 1. Makk. 3, 45. 1, 31. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Erwähnung der Schweinopfer 66, 3. 17. In den älteren historischen und Profetischen Schriften findet fich davon keine Spur, weil dasselbe bei den Vorderasiaten gar nicht, und bei den Egyptern nur selten vorkam (Creuz er Symb. III. S. 340). Bei den Griechen wurde es in den Baechusmysterien und der Ceres geopfert. Das Schwein soll sogar das älteste griechische Thieropfer gewesen sein: Lus graece dicitur vg olim Ovg dictus ab illo verbo quod dicunt ßvuv, quod est immolare, ab suillo enim genere, immolaudi initium primum sumptum videtur (Varro R R II. 4, 9). Die angef. Stellen find mithin aus 1. Makk. 1, 50. und 2. Makk. 6, 18. 31. zu erklären. Ist 66, 17. etwa an den Kultus der Ceres zu denken (Creuzer IV. 510)? — Hier handelt es sich offenbar nicht um ein hyperkritisches Räsonnement, sondern um die richtige Realerklärung des betreffenden göttlichen Wortes. 2) Mntschr. I. 405.