Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 5 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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— 198 — Nehemia's hinauf0• Und indem man nicht mehr wußte, daß die große Synode wegen der großen Zahl ihrer Mitglieder ihren Namen erhielt, suchte man sich ihre ״Größe" durch ihre großartige Wirksamkeit zu erklären. Die Versammlung war groß, sagte man, weil durch sie die ehemalige Größe hergestellt wurde * *). Etymologisch ist nun diese Ableitung zwar nicht zu rechtfer- Ligen; nichtsdestoweniger scheint sich darin eine Erinnerung auszusprechen, welche der historischen Grundlage durchaus nicht entbehrt. Denn in der That war es jene Versammlung, welche in der zweiten Tempelperiode die alte Größe restaurirte. Und so sind wir, ohne eines Jrrthums oder einer Uebereilung gezeiht werden zu können, berechtigt auszusprechen: Die Männer der großen Synode, denen in der thalmudischen Literatur eine so nachhaltige heilsame Wirksamkeit zngeschrieben wird, sind die Mitglieder der großen Versammlung, welche am 18. Elul des Jahres 172 der heleucidischen Aera, 140 ante, in Jerusalem Simon den Hasmonäer zum erblichen Priesterfürsten wählte. ‘) Soma VS, b. M. Ruth c. r. Vgl. Grätz in Frankels Mntschr. 1857. S. 31. *J 1. Meg. 3, 7. Vgl. b. Zoma 69, b. Der Ausdruck גדולה dürste in ersterer Stelle so viel als großes, hohes Ansehen bedeuten, s. Erub. 13, b. Meg. 13, b. Scb. 102, a. Sanh. 14, a. Die Unregelmäßigkeit in der Artikelstelluug bei 32 הגדולה ist bisher nicht beachtet worden. Ewald behauptet zwar, daß in der Mischnasprache der Artikel n i c zugleich bei dem Substantive und Adjektive steht (Ausf. Lhrb. 6. Ausg. S. 6S2, Anm. 1); allein zahlreiche Stellen beweisen die Grundlosigkeit dieser Behauptung. S. z. B. Maaser. 1, 7. 2, 3. Sabb. 17, 4. Zoma 4, 3. Sukka 4. 10. Taan. 3, 7. Ket. 6, 6. Red. 3, 11. Nas. 8, 1. B. Bathr. 4, 3. Midd. 2, 5. 3, 1. 4, 4. Kelim 8, 6. 7. 16, 3. Zad. 2, 2. Wäre nun dieser Sprachgebrauch konstant, so läge die Vermuthung nahe, daß man ursprünglich 2' הגדולה im st. constr. las, wodurch die Stelle 1. Meg. 3, 7. an Klarheit und Prägnanz gewänne. Allein dieser Gebrauch des Art. ist nicht konstant, wie ans Dem. 7, 8. Scheb. 10, 5. Ter. 1, 8. 5, 4. Sabb. 10, 2. Erub. 9, 4. 10, 12. Pes. 5, 5. Zoma 5, 5. Ket. 8, 4. Sota 6, 3. 9, 12. Gitt. 5, 5. Seb. 4, 4. Tcm. 3, 8. zu ersehen ist. Ob die mischnische Sprachforschung hier noch eine Gesetzmäßigkeit entdecken werde, müssen wir dahingestellt sein lassen.