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Ben Chananja · 1858-01-01 · 4 (1858) · p. Seite 181

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
4 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 181 (sequence 37)
Language
German
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— 181 — beitrugen. Aber die Autorität aller Völker des Erdballes, die gesammte Weltgeschichte genügte ihm nicht, er gab seinem Vortrage, um die Beweisführung noch einleuchtender zu machen, sogar eine philosophische Richtung, und bewies in einer Reihe ausgedehnter logischer Argumentationen, daß die menschliche Natur eines äußerlichen Kultus bedarf, für den der Tempel unentbehrlich ist. Er schilderte ferner mit den poetischsten Farben und mit Auszügen aus den heil. Schriften, wie die Gotteshäuser, unter allen Umständen des Lebens, für den Menschen die größten Wohlthaten enthielten. Er gab dann — frei von Pedanterie — klare, ernste und bindende Vorschriften über die Haltung, die der Gläubige vor dem Angesichte Gottes zu beobachten habe, und schloß die Rede mit einem inbrünstigen Gebete, mit den heißesten Segenswünschen für den Fürsten und das Volk; alles fühlte sich von seinen Worten tief ergriffen, und Aller Augen folgten dem des Redners, das fromm gegen Himmel gerichtet war. Ich kann mit diesen wenigen Worten offenbar die Entwickelung dieser Predigt nicht nach Verdienst wiedergeben, die in so schöner Aufeinanderfolge, mit so viel Klarheit und Gelehrsamkeit gehalten worden. Unterstützt wurde ihr innerer Werth noch durch die glückliche Deklamation, die Modulationen der Stimme, die ausdrucksvollen, von Ostentation freien Gesten, in denen sich Herr Lattes als Meister bewahrt hat. Die Predigt war zu Ende und ein freudiger Gesang beschloß dieses, wol erhaben zu nennende Fest, das alle Herzen der Freude und Hoffnung öffnete. Di־. X Kabbeno 1). Der Gibelimterricht in der isr. Volksschule. ״Kein Iudenthum ohne Wissenschaft und Erkenmniß, kein Iudenthum ohne gottessürchtigen Sinn." Dr. S. Leer. A♦ ־— Die zeitgemäße Reorganisazion und Erweiterung der alten Gemeindeschulen Ungarns, die bedeutende Anzahl der in den lezten Jahren neu kreirten israelitischen Volksschulen, die Besetzung derselben mit pädagogisch-gebildeten Lehrern, die allgemeine Einführung zweckmäßiger Anschauungsmittel und methodisch-konfessionell abgefaßter Lesebücher, die öffentliche theoretisch-praktische Heranbildung junger Lehrkräfte, die Ernennung der weltlichen isr. Schulaufseher, die immer steigende Theilnahme der Gemeinden für Schulen und Iugendunterricht geben dem Freunde des Fortschrittes und der Bolksaufklärung den sprechendsten Beweis, von dem erfreulichen durch die weise Sorgfalt der hohen Regierung beförderten Aufschwung des isr. Schulwesens in Ungarn, und erfüllen denselben mit den schönsten Hoffnungen für die nächste Zukunft. l) Nach dem ״Educatore israelita“ von Philipp B. Iettinek.

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