Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 4 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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— 170 — mit dem Siegel der oben erwähnten Gemeinde nnd des eben genannten Vereins versehen. Der Gegenstand, worauf sich diese Schriftstücke beziehen, ist folgender: Herr Joseph Schwarz in Jerusalem erließ am 25. November v. I. nachstehende Erklärung: ״Im Interesse der Wahrheit fühle ich mich verpflichtet, meinen Glaubensbrüdern tut Occident anzuzeigen, daß in neuerer Zeit mehrere Personen dahier, die sich ״deutsche Congregation" nennen, eine Aufforderung an die israelitischen Gemeinden Deutschlands erlassen haben, worin sie behufs der Erbauung einer deutschen Synagoge, der Förderung der Agrikultur und Ankaufs von Grundstücken dringend um Unterstützung bitten. Da diese vorgeblichen Zwecke aber nichtige und falsche Spekulationen sind, die nimmermehr zur Ausführung kommen können, weshalb sie auch dem energischen und edlen Wirken des Sir Moses Montesiore fern bleiben mußten, so warne ich ernstlich, hiefür unnütze Geldsammlungen zu unternehmen, wünsche vielmehr, daß alle derartige Gesuche unberücksichtigt bleiben. Wem für die Nothleidenden Palästinas ein warmes Herz schlägt, möge sich mit seinen Beiträgen an die Administration der Armen-Gelder für die Jsraeliten Palästinas in Amsterdam wenden, wobei er die Ueberzeuguug gewinnt, daß die Gaben in würdige Hände kommen." Gegen diese Erklärung, welche Nro. 1. d. a. Z. d. I. abgedruckt ist, protestirt nun Herr Hausdorf aufs Nachdrücklichste. Der Aufruf sezt auf eine erschütternde Weise auseinander, wie prekär und drückend der Zustand der deutschen Gemeinde bleiben müßte, so lange es derselben nicht gegönnt ist, den Familien und der Gemeinde die erforderlichen Gebäude auf eigenem Grund und Boden zu verschaffen. Die Unterzeichneten versichern, daß sie bereits Hand ans Werk gelegt, nicht weit von den Ruinen des Tempels, in der Gegend des Oelberges *), ein großes Stück Land käuflich an sich gebracht *) הר הזיתים Be#. 14, 4. im Osten Jerusalems. Derselbe hat seineu Name» von der ehemaligen großen Zahl seiner Oelbänme. Gegenwärtig ist deren Zahl nicht so groß; dagegen trägt der Berg auch Weinstöcke, Zitronen-, Mandel-, Dattel- und Feigenbäume. An dem westlichen Abfalle des Berges, dem Tempelberge gegenüber, nahe beim Fuße, ist der heutige jüdische Gottesacker (Robinson's Palästina II. 169).