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Ben Chananja · 1858-01-01 · 4 (1858) · p. Seite 153

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
4 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 153 (sequence 9)
Language
German
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— 153 Gesetzeslehrer dafür verantwortlich machen wollte, daß sie den Anschauungen ihrer Zeit den Tribut nicht schuldig blieben, der nur wenigen Sterblichen erlassen wird. Auch die Philosophen des Alterthums beschäftigten sich viel mit Dämonologie, deren Spuren bei den Griechen bis zu Hestodus hinaufsteigen Wie groß aber das Ansehen der Dämonenwelt bei den gebildeten Griechen zur Zeit der ältesten Mischnalehrer war, erhellt am besten aus Josesus. Denn während derselbe manche Thatsache der biblischen Geschichte mit rationalistischen ,Bemerkungen begleitet, um seinen griechischen Lesern zu gefallen, rechnet er aus ihre volle Gläubigkeit, indem er ihnen folgendes Märchen aufbindet. ״Ich habe — sagt er — erfahren, wie ein gewisser Eleazar aus unserm Volke, in Gegenwart Vespasian's und seiner Söhne so wie seiner Obersten und einer Menge von Kriegsleuten, Alle, die von bösen Geisten! besessen waren, von diesen befreite. Sein Verfahren dabei war folgendes. Er halte unter seinem Kugelrtnge eine von den Wurzeln, die Salomon angegeben hatte, hielt den Finger an die Nase des Besessenen, ließ diesen an die Wurzel riechen und zog dann den bösen Geist durch die Nasenöffnung heraus. Der Mensch fiel sogleich hin und man hätte schwören sollen, er wäre trotz Salomon und der von ihm verfaßten Beschwörungen nicht wieder zu stch selbst gekommen. Um aber die Anwesenden durch den Augenschein zu überzeugen, daß er Macht über den bösen Geist habe, sezte Eleazar nahe vor die Besessenen einen Becher voll Wasser oder ein Waschbecken und befahl dem bösen Geiste, beim Ausfahren aus dem Menschen dies umzustoßen, und so die Zuschauer zu überzeugen, daß er denselben verlassen habe 2).״ Solche Geschichten wurden von den gebildeten Lesem jener Zeit für baare Münze genommen! Josesus unterbricht mit der eben angeführten Erzählung seine Schilderung der Weisheit Salomo's. Von diesem sagt er: Gott gab ihm auch von der Geisterwelt Kunde zum Nutzen und Frommen der Menschen. Er hinterließ Zaubersprüche, um Krank- ') Herr». gottesd. Alterth. t. Gr. §. 42, 12. ') Jos. Alterth. VUL 2, S.

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