Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Kenntniß aber jedem Schüler zu wünschen ist, auf die leichteste Weise den Kindern beizubringen: so wird man den unschätzbaren Werth, den das Lesebuch für die Volksschule hat, kennen lernen und ersehen, zu welch fruchtbarer und segensreicher Entwicklung das darin Gegebene geführt werden können. Wir wissen wol, daß unsere Anpreisung der Lesebücher für jüd. Volks" schulen auch ihre Gegner finden werde, insofern sie als Eonsequenz des Prinzips: die Volksschulen konfessionell zu machen, angesehen werden müssen. Wir machen kein Hehl daraus, daß wir nicht zu diesen Gegnern zählen, und konfessionelle Elementarschulen im Interesse der Erhaltung unserer Religion für wünschenswerth erachten. Auch haben wir uns in diesem Sinne in unserem Noch im Jahre 1851 erschienenen Merkchen: „die jüd. Schule in Ungarn wie sie ist und wie sie sein soll" ausgesprochen. Zu die Gründe pro und kontra hier einzugeheu halten wir für um so überflüßiger, als unsere h. Regierung an dem obgenannten Prinzipe fest hält, und daher jede Diskussion darüber fruchtlos wäre. — Uns bleibt nur zu wünschen übrig, daß alle unsere Lehrer das ihnen Anvertraute gehörig benützen und anwenden, daß sie die edlen Keime mit Wissen und Sachkenntniß, mit Liebe und Wärme Pflegen; jenes ist nöthig, um da und dort den historischen Hintergrund, in dem die vorgeführten Persönlichkeiten erscheinen, illnstrireu zu können, damit dieselben in ihrer Größe, Thatkrast und alle Hindernisse bewältigender Wirksamkeit erkannt werden; diese, um die Lehren, das Beispiel der Träger unserer Lehre, mit dem Thaue dem Herzen entquollener Rede zu befruchten'. — Es kann hier unsere Absicht nicht sein, über den didaktisch-pädagogischen Werth der Vernalekeüschen Lesebücher überhaupt, oder über den humanistischen Theil derselben ein Urtheil abzugeben. Auch bedarf er dessen nicht, da dieselben von kompetenten Schulmännern des In- und Auslandes den besten Erzeugnissen in diesem Fache angereihet, und mit Recht zu jenen Momenten gezahlt werden, die eine durchgreifende Reform in dem Volksschulwesen unseres Vaterlandes herbeigeführt haben. Wir haben es hier nur mit dem jüdischen Elemente in denselben zu thnn. Darüber wollen wir einige, theils den Inhalt, theils die sprachliche Form betreffende Bemerkungen, wie sie sich uns in der Praris aufgedrungen, und wie wir selbe auch in hierüber mit Schulmännern gepflogenen Besprechungen bestätiget gefunden haben, mittheilen; was wir in dieser, auch den Interessen der Schule gewidmeten Zeitschrift um so eher thnn, als sich unseres Wissens noch kein Rabbiner oder jüd. Lehrer über den konfessionellen Theil der Lesebücher ausgesprochen hat. Und dennoch kann keinem Schutmanne die Wahrnehmung entgangen sein, daß sich namentlich das erste Sprach- und Lesebuch für kathol. Volksschulen, von dem gleichnamigen für die unserigen, in Hinsicht auf den konfessionellen Theil, sehr wesentlich und vortheilhaft unterscheide. Während in jenem ein und derselbe richtige Ton in allen Lesestncken herrscht, und Inhalt wie sprachliche Form vollkommen zweckentsprechend befunden werden müssen, lassen diese beiden wesentlichen Erfordernisse in diesem Manches zu wünschen übrig. Jenes ist wie