Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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— 114 — wahrscheinlich lag ihm die Relation des ersten Makkabäerbucheö nicht vor. Aber auch das, was Josefus erzählt'), hätte hinreichend sein müssen, um dem Priesterfürften Simon ein unverwüstliches Andenken im Herzen seines Volkes zu fichern. Übereinstimmend mit dem ersten Makkabäerbuche erzählt (13, 42) nämlich Josefus, es habe mit Simon eine neue Aera begonnen"), was durch die Zeitbestimmung auf den Münzen, die Simon prägen ließ, und von denen sich verhältnißmäßig nicht wenige in europäischen Münzkabineten vorfinden, vollkommen bestätiget wird. Und ein Herrscher, mit dem eine neue Aera begann, soll in der Folge gänzlich vergessen worden sein? — Die Hasmonäerfamilie büßte allerdings durch ihre jüngeren Sprossen die Popularität ein, welche die ältern Glieder derselben mit so vielem Rechte genossen hatten. Doch damit ist das Schweiger» der thalmndischen Quellen von Simon durchaus nicht erklärt, viel- Weniger gerechtfertiget. Denn wenn Johann Hhrkan, dessen Sohn, trotz seines Übertrittes zum Sadducäismus, doch nicht anfhörte, im Gedächtnisse kommender Geschlechter fortzuleben; wie konnte Simon darin zu leben aufhören, nachdem er allen seinen Zeitgenossen ein Gegenstand uugetheilter Verehrung gewesen war? Wie kommt es, daß der sonst geschichtsknndige R. Jochanan für Simon I. oder II. ein Wort würdigender Erinnerung hat, und über den großen Hasmonäer stillschweigend den Stab bricht^)? Alle diese Schwierigkeiten verschwinden vor der Entdeckung, daß der im Thalmud verherrlichte Simon der Fromme kein anderer ist, als Simon der Hasmonäer. (Forts, folgt.) ') Altsrth. XIII. 6, 7. י) Das. 3) Joma 9, a.