Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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— 105 — läßt ihn die Jrrthümer seiner Vorgänger erkennen. Gleichwol möchte er die überlieferten Nachrichten mit der beglaubigten Zeitrechnung in Einklang bringen. So steht er sich genöthigt, zu der Vermuthung seine Zuflucht zu nehmen, daß die Mitglieder der großen Versammlung nicht zu einer und derselben Zeit gelebt und gewirkt haben. Es ist möglich, meint er, daß die Ehre der Synodalgenossenschaft allen hervorragenden Männern der Perserzeit zuerkannt worden sei. Solchergestalt glaubt er den Widerspruch der Zeitrechnung gegen die thalmudische Tradition theilweise beseitiget zu haben. Aber auch nur theilweise. Denn daß die thalmudischett Quellen selbst seiner Hypothese nichts weniger als günstig seien, steht er klar ein. Er sagt ausdrücklich: „Nach der Meinung unserer Weisen, haben sämmtliche Mitglieder der großen Synode Einer Zeit angehört 0". Allein im Lichte dieses Bekenntnisses erscheint die Successionshypothese als ein unbefriedigender Nothbehelf, den Asariah wol nur deshalb annehmbar fand, weil ihm weder seine Vertrautheit m i t noch sein Respekt vor den thakmudischen Quellen gestattete, die große Synode für eine Fiktion zu erklären. 4. Das Urtheil christlicher Theologen. Dafür wurde dieselbe erst im 17. Jahrhundert von christlichen Theologen erklärt. Wegen der der Synode öfters zugeschriebenen Abschließung des Bibelkanons mußte nämlich die Bibeleinleitung Notiz von derselben nehmen. Und schon Richard Simon, der als Vater der modernen Einleitungswissenschast betrachtet wird, wagte die Wahrheit alles dessen in Zweifel zu ziehen, was von der großen Synode erzählt wird Entschiedener als Simon sprach sich dessen Zeitgenosse Jakob Alting aus. Derselbe verwies die große Versammlung geradezu ') U. My. sä. Wien. S. 145, b. NN8 NN2 NN' l'N karuw aäso verv similia mibl viäentur, yuasouvqus äs illa 8^- LaSoKa Haotavt, ut 6a HUocM, yuas äs oouolrmato ab Ixsa seripturas oorpors trsäuntur, äudra st Ivosr'ta midi viäsavtur. List. orZt. V. sä. lat. x. 43.