Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 2 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 90 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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90 — jene Vergütung zu Leisten haben, welche behördlich sestzusetzen und für die Zwecke der Schule zu verwenden ist. . 3. Ob an der einen oder der anderen katholischen Volksschule der gemeinsame oder abgesonderte Unterricht der israelitischen schulpflichtigen Jugend einzuführen sei, hat im Falle sich ergebender Anstände die Landesstelle einververnehmlich mit dem Ordinariate zn bestimmen, sollte kein Einverstäudniß erzielt werden können, so wäre die Entscheidung des Ministeriums einznholen. 4. Bei dieser Sorge für einen geregelten Schulunterricht der israelitischen Äugend ist übrigens ans btc Errichtung eigener israeliti scher Volksschulen nachdrücklichst einzuwirken, um dadurch, sowie durch die oben gestattete zeitweilige Unterbringung der schulpflichtigen israelitischen Kinder in katholische Volksschulen, das hier und da noch stark verbreitete und schwer zu überwachende israelitische Privatschulwesen, auf das strenge Bedürfniß znrückzuführen. Aus Mahren, Ende Jänner 1858. — Geehrter Herr Redakteur! Es wird Ihnen gewiß nicht unwillkommen sein, wenn ich Ihnen mittheile, daß das Erscheinen des 1. Heftes Ihres Ben-Chananja, das so viel des Belehrenden, Interessanten und Anziehenden bietet, von mehreren Literatur-Freunden in unserem Vaterlande mit wahrer Freude begrüßt, mit vieler Begeisterung ausgenommen wurde. Besondere Sensation erregte Ihr schöner mir Geist und Geschmack geschriebener Aufsatz ״Zur Geschichte der Inden in Ungarn", der zu weitern Forschungen anregen dürfte, wie auch der mit ״Literärische Anzeigen" überschriebene Artikel, dessen Fortsetzung man mit großer Spannung entgegen sieht. Ad vocem ״Literärische Anzeigen" kann ich nicht umhin zu bemerken, daß in neuerer Zeit die betrübende Erscheinung sich knndgiebt, daß Literatur- Erzeugnisse in jüdischen Zeitschriften eine günstige ja belobende Benrtheilung erfahren, die es durchaus nicht verdienen; so wird, um nur ein Beispiel auzuführen, das vor Kurzem erschienene poetische Werk "״חדרת אלישע, Breslau, Sulzbach'sche Buchdruckerei, in einem sonst allgemein geachteten und vielgeleseneu Organe, als ein ״schönes Erzeugniß der neuern hebräischen Poesie" dargestellt; — bei genauer unbefangener Lektüre jedoch ergiebt sich, daß diese Dichtung abgesehen davon, daß sie sowol in der Diktion, wie in der poetischeu Auffassung hinter den Arbeiten eines Wessely, Frawo-Mendez, Efrati, Kohn, Rapoport, Stern, Letteris weit zurück geblieben, auch eine große Anzahl grober Verstöße gegen die hebräische Grammatik und Sprache enthält. Ausdrücke und Redeweisen wie: הלא S. 16.!ולילה חכ0ר S. 18. לשאהו בכנפיהם S. zz. בנויה לת״אלפיות S. 70. לשעון על ידו ימגנם (er wird fie beschirmen) S. 101 אהות נעימות das. ארץ רעובה S. 105. S. 117. דרבי אלקים לדרושה S. 137!!בנים על אבות להיים נכתבות S. 130.!עינו נישקסיס S. 147. מעשיו לפעולה S 154.בעקבות מאליפו ibid. מאליפו אליהו S. 119.!!מפלתו S. 143. כהמוס S. 153.מאניפי