Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1858-01-01 · 2 (1858) · p. Seite 64

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
2 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 64 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2542917-2543107-2543110--0072-2543754
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

— 64 — schichte Adams (1. B.M. 5,1)" für eine große Regel in der Thora Z, ohne jedoch das Doktrinelle dieses Schriftverses näher zn bezeichnen. Manche glauben, B. Asai wolle die Abstammung des ganzen Menschengeschlechtes von einem Menschenpaare als Motiv der allgemeinen Menschenliebe geltend machen. Möglich liegt eine guostische Anspielung in seinen Worten ^). Die älteren Kabbalisten legten auf den fraglichen Vers besonderes Gewicht und knüpften daran die mündliche Mittheilung der Physiognomik und Chiromantie. Nachmanides hält denselben für eine Ueberschrift des ganzen Pentateuchs; „denn die ganze Thora — sagt er — ist das Buch der Geschichte des Menschen". Der erste, der eine nichtpentateuchische Bibelstelle zur religiösen Fundamentallehre erhob, war Simon bar Kappara, der geistreiche und sprachgewandte Schüler R. Jehuda's des Mischnasammlers, und selbst Verfasser einer großen Mischnasamnilung "). Er lehrte: Welche ist die kleine Parascha, von deren Erfüllung alle wesentlichen Stücke der Thora abhängig sind? „Auf allen deinen Wegen merk auf Gott, nnd er wird ebnen deine Pfades." Eine tiefere Forschung widmete der Auffindung biblischer Fundamentallehren in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts R. Simlai aus Lydda. Folgende Sätze stellte er als Resultat seiner Forschung auf: 613 Gesetze enthält die Thora: 365 Verbote, entsprechend den Tagen des Sonnenjahres; 248 Gebote, entsprechend den menschlichen Gliedern. Diese Gesetze führte David auf eilf, Jesajas auf sechs, Micha auf drei, II. Jesajas auf zwei Grundsätze, nnd Habakknk endlich auf einen Grundsatz zurück. Die bezüglichen Bibelstellen lauten wie folgt: 1. Ewiger, wer darf weilen in deinem Zelte, wer darf wohnen ans deinem heiligen Berge? Wer untadelig wandelt und Recht übt, und Wahrheit redet in seinem Herzen; nicht verleumdet mit seiner Zunge, und Schmähung nicht zu ertragen hat we- ') Das. S. Chag. 14, n. >') Midr. r. zu Prd. 1. 2, 7. Ueb. B. K, s. Abr. Keochmal in den Jahrb. ha-Chaluz II. S. 86. ff. Grätz IV. S. 837. ') Spr. 3, 6. Ber. 63, n.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.