Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 2 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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— 61 — Nathan aus Main; einen noch vorhandenen Pijut, in welchem er ebenfalls die 613 Gesetze der Thora nach den Rubriken der zehn Worte anfzählt 1). Um das Jahr 1300 schrieb ein unbekanntcr Verfasser ein prosaisches Werk gleicher Tendenz Die Methode, alle pentateuchischen Gesetze dem Dekaloge unterznordnen, erfreute sich auch des Beifalls der Karäer. Der gelehrte karäische Arzt I e hu d a H a d a ssi in Konstantinopel bediente sich derselben bei der im Jahre 1148 begonnenen Ausarbeitnng seines großartigen Werkes ״die Wage '■*)“, oder ״die Cyperntraube 4)“. Unter den späteren rabbanitischen Eregeten wiederholt besonders Don Jsak Abravanel mit Nachdruck, daß die zehn Worte die Wurzeln und Principien der Thora bilden, in denen die übrigen Gesetze angedentet und enthalten sind 5 *). Bei der tiefen Ehrfurcht, mit welcher die Ausleger an die Erklärung der sinaitischen Grundgesetze gingen, ist es natürlich, daß sie nach Maßgabe der Schule, zu welcher sie gehörten, auch in der Zahl dieser Gesetze, ja selbst in der Summe ihrer Buchstaben mannigfaltige Andeutungen und Anspielungen fanden. Philo erinnert in seiner Einleitung zum Dekalog an die Bedeutsamkeit der Zehnzahl in der Arithmetik und in der Geometrie, so wie an die bekannten zehn Kategorien der Philosophen. Anderswo lehrt er, daß der Dekalog im Verhältnisse zu der ganzen Summe der Gesetze das sei, was die Dekade im Verhältnisse zu allen Zahlen 7). Aden Esra führt im Namen eines seiner Zeitgenossen an, daß das erste Wort des Dekalogs dem sich offenbarenden Gotte, jedes der folgenden neun Worte aber einer der neun Sphären 0 S. Landshut Amudc Ha-Aboda. Berlin 1857. S. 20. מאביר השכל ר Cremona 1557. Rödelheim :1804. Wien 1815. הסלם ל אשכול הכפר ל 2 ף. B. M. 20, 1. ®) Auch die pythagoräische Tetraktis beruhte bekanntlich ans der Heiligfeit der Zehuzahl. 7) De congr. quer, erud, grat. p. 441,