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Ben Chananja · 1858-01-01 · 1 (1858) · p. Seite 43

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
1 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 43 (sequence 49)
Language
German
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— 43 Und diesen Zweck und dieses Ziel Ihnen H. Lehrer vor Augen haltend, übergebe ich Ahnen heute feierlichst im Namen der Gemeinde Schule und Schüler, schließend mit denselben Worten, mit welchen wir begonnen! Auf! nehmen Sie die Kinder an die Hand, und umfassen Sie sie wol, denn sie sollen ja zum Volke werden!" Hierauf nahm Herr Lehrer Löwinger das Wort, mein Bestreben lobend das ich an Tag gelegt, um diese Lehranstalt ins Leben zu rufen und mir in seinem wie in Aller Namen hiefür dankend. Dann sprach er von der verjüngten Kraft des glaubensstarken Israels, wie es nach so langem Druck wieder das gebeugte Haupt emporhebt. Wie es heute noch im Geiste der angestammten Religion Opfer über Opfer zu bringen bereit ist und seinem Stammvater Abraham ähnlich immer wo und wann Gott und Menschheit rufen mit „Hineni" (hier bin ich) antwortet, wie dies die ins Leben gerufene Lehranstalt beurkundet. Hierauf wurden die Schulgesetze verlesen und jedem Schüler eine Abschrift davon zum Auswendiglernen eingehändigt, sodann wurde wieder ein Gebet von sämmtlichen Schülern vorgetragen und mit dem Absingen der Volkshymne die Feierlichkeit beschlossen. SIVLl. LL4V88. Lilerärische Anzeigen. Dr. Geiger Abraham, Rabbiner der Synagogengemeinde zu Breslau. Urschrift und Übersetzungen der Bibel in ihrem Verhältnisse zur innern Entwickelung des Judenthums. Breslau, Verlag von Hannauer 8. VIII. 500. Szegedin, am 4. Jänner. Manchem unserer Leser wird wol das überschriftliche Datum den Sterbetag Moses Mendelssohns ins Gedächtuiß rufen. Am 4. Jänner 1786 beschloß der edle Weltweise sein Leben auf Erden. Mit dieser Erinnerung wollen wir aber durchaus keine Schilderung der Verdienste einleiten, welche sich Mendelssohn unmittelbar um die deutschen Juden und mittelbar um die Juden aller Länder erworben hat. Auch auf seine Eigenthümlichkeiten als Ereget und Religionsphilosoph haben wir hier nicht näher einzugehen. Vielmehr veranlassen uns unsere literärischen Anzeigen an seine Abneigung gegen historische Studien zu erinnern, die, so leicht sie auch psychologisch zu erklären und zu rechtfertigen ist, doch immer als eine Seltsamkeit erscheinen muß. Am 16. Feber 1786 schrieb nämlich Mendelssohn an seinen Freund Thomas Abbt unter Anderm: „Sie haben mich einst, wenn ich mich anders recht besinne, über eine gewisse Geschichte, die Sie schreiben wollten, zu Rache gezogen, und ich habe Ihnen nichts darauf geantwortet. Ich konnte nicht, denn

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