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Ben Chananja · 1858-01-01 · 1 (1858) · p. Seite 36

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Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
1 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 36 (sequence 42)
Language
German
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— 36 — in seiner Sekte verbreitete. Er lehrte seine Anhänger, bei dem Salze, dem Wasser, der Erde, dem Brode, dem Himmel, dem Aether, der Luft schwören, als wenn diese Gegenstände göttlicher Verehrung würdig wären. In Zeiten der Verfolgung, lehrte er ferner, dürfe man zum Scheine Abgötterei treiben, sobald nur das Herz von jedem abgöttischen Gedanken frei bleibt. Auch gebot er, beim Gebete das Angesicht nicht gegen Osten sondern gegen Jerusalem zu wenden, so daß diejenigen, die im Osten dieser Stadt beten, ihr Angesicht gegen Westen kehren müssen. Das Feuer verwarf er als dem Herrn zuwider. Dagegen pries er das Wasser. Er sagte wörtlich : „Meine Kinder, gehet nicht dem Schimmer des Feuers nach, denn es führt euch irre; wenn ihr es ganz nahe bei euch wähnet, ist es noch sehr fern. Hingegen dürfet ihr dem Murmeln der Quelle trauen, das täuschet euch nie." Wer nun die bekannten einschlägigen Tbalmudstellen über Elischa vergleicht, wird, wie ich glaube, die Vermuthnng plausibel finden, daß derselbe mit dem Elrai des Epiphanius identisch sei. Manche der Lehren, welche Lezterer Ersterem in den Mund legt, verrathen ihre Verwandschaft mit der thalmudischen Halacha auf eine unverkennbare Weise. Man braucht nur Sanh. 74, a. und Berach. 30, u. sorgfältig zu vergleichen! Die Gewohnheit der Essäer, sich beim Gebete gegen Sonnenaufgang zu wenden, ist auch in andere Kreise gedrungen, woraus B. Bathra 25, u. von R. Schescheth angespielt wird. Höchst merkwürdig ist ein Spruch Elrai's, welchen Epiphanius anführt. Derselbe lautet: Abar, Anid, Moib, Nochile, Daasim, Ane, Daasim, Nochile, Moib, Anid, Abar, Selam. Epiphanius versucht diesen Spruch zu übersetzen, — ohne Erfolg. Scaliger, Petav, und in neuester Zeit Gfrörer haben neue Erklärungsversuche gewagt, ohne zu einem befriedigenden Ergebnisse zu gelangen. Das Räthsel löst sich aber auf die einfachste Weise, sobald man geneigt ist, in den dunkeln Worten einen nach griechischer Art, d. i. von der Linken zur Rechten geschriebenen, hebräischen Satz zu erkennen. Liest man nämlich die Worte von der Rechten zur Linken, so ergibt sich die Wiederholung folgender Worte: .831 W'N M'3 NNOV dUtt d. i. Ich zeuge für euch am großen Gerichtstage. Da Elrai sich für einen Günstling GotteS ausgab, so verspricht er seinen Anhängern, beim Weltgerichte Zeugenschaft für sie abzulcgen. Auf ähnliche Weise löst sich auch das alte Räthsel der Abrarassteine oder Abrarasgemmen. Diese trugen folgende Inschrift: Diese Inschrift zählt mehr Erklärungen als Buchstaben. Die einfachste und einzig richtige Erklärung ergibt sich,

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