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Ben Chananja · 1858-01-01 · 1 (1858) · p. Seite 32

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Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
1 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 32 (sequence 38)
Language
German
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— 32 — Gestalt besitzt. Nach Damir ist das Wort arabischen Ursprunges von Knlimn, „vor Begierde brennen", eine Anspielung auf die diesem männlichen Thiere besonders eigenthümliche Geilheit, daher auch, wie oben bemerkt, blos das Männchen diesen Namen führt. Mit mehr Wahrscheinlichkeit können wir jedoch behaupten, daß dem Worte die Bedeutung von s,s,z, „wälzen", zu Grunde liegt, weil diesem Thiere eine mehr wälzende, sich langsam fortschiebende Bewegung als ein eigentliches Gehen zugeschrieben wird. Was die zweite Frage in Betreff der Anwendung des Bildes anbelangt, so spricht Theod. die Ansicht aus, daß die Altäre der Götzendiener zu Gilgal von den Feinden so leicht erobert und umgestürzt werden sollen, wie es die Gefangennehmung der Land-Schildkröten ist. Der Hauptton wäre also in dieser Stelle auf das 7,-,^ zu legen, im Gegensätze zu den Wasser-Schildkröten, die leicht der Hand des Menschen entschlüpfen. Nach Hieron. werden unter dem Ausdrucke der Götzenaltäre die Häretiker gemeint, deren Treiben hier mit dem langsamen Gange der von ihrer Stelle nicht fortkommenden Schildkröte verglichen wird. Ich glaube jedoch, daß der Profet in diesem Bilde auf eine andere Eigenthümlichkeit der Götzendiener anspielt. Bekannt ist, wie dieselben im Oriente nicht blos bei einheimischen Prozessionen, sondern auch in ihren nomadischen Wanderungen die Altäre auf ihren Schulter» trugen. So sagt auch ^nios 5, 26., nachdem er ebenfalls ein Wortspiel auf dasselbe Oii§nI angebracht (ibicl 5), 7,^; '2 OülMl wird in Gefangenschaft gehen, — ihr werdet dann die Hütten eures Moloch's tragen und das Bild des Götzen Odivvun. Es werden also in obiger Stelle (Hosen 12,12.) die ihre Altäre berumführenden Priester mit den ebenfalls ihre Häuser ans dem Rücken herumtragende» Schildkröten verglichen. Allein außer diesen drei orientalischen Sprachen, finden wir auch dieses Wort in der spanischen, wo die Schildkröte unter andern Benennungen auch KnInxnKo heißt, daher auch im großen stillen Ozean eine ganze Inselgruppe den Namen KÄlnpnKOs führt, was auch die meistert Geopraphen mit „Schildkröten-Jnseln" übersetzen; vielleicht hat auch die Stadt Gallopolis ihre Benennung einem ähnlichen Umstande zu verdanken. Nun wollen wir eine andere biblische Benennung der Schalenthiere näher betrachten. Psalm 58, 9. heißt es: Wie einSchablul, der schmelzend dahin geht, wozu der Midrasch (Ber. r. 51.) folgende Erklärung giebt: 7^2 Ersteres ist das griechische Xkli-t,', Schildkröte, lezteres das lateinische limux; ist die arab. Benennung der Schalenthiere. -1^2 bedeutet im Arabischen die Hautdecke, daher auch die Schale der Muschelthiere; 7,271 heißt so wie

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