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Ben Chananja · 1858-01-01 · 1 (1858) · p. Seite 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
1 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 28 (sequence 34)
Language
German
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— 28 — Mit solcher Demut beschloß der Verewigte seine Laufbahn auf Erden. Dankend für die Liebe und Anhänglichkeit, die ihm in deiner Mitte zu Theil geworden, nahm er Abschied von deinen Häuptern, theure Gottesgemeinde. Und als diese sich anschickten, von seinen glänzenden Eigenschaften, seinen beglückenden Wirkungen, seinen unsterblichen Verdiensten um die Gemeinde zu sprechen, gebot er ihnen Stillschweigen. „Keine Lobeserhebungen — sagte er — wie ich gelebt habe, so will ich sterben!" Edler, theurer Vollendeter! wolle aber mir, deinem Sohne, deinem Schüler, deinem Freunde, nicht zürnen, daß ich mich unterfangen habe, deine Tugenden zu preisen in großer Versammlung. Wolle mir nicht zürnen, daß ich mich unterfange, dir zu danken im Namen Aller, die du beglückt und denen du wohl gethan hast auf Erden. Nimm aus meinem Munde den Dank deines treuen Weibes und deiner guten Kinder. Unvergeßlich wird ihnen das fromme Beispiel bleiben, das du ihnen im Leben und im Sterben gabst. Stets eingedenk werden deine Kinder der Lehren bleiben, die du ihnen in jener bedeutungsvollen Mitternachtstunde ertheiltest. Durch Arbeit, Rechtschaffenheit und Gebet werden sie dein Gedächtniß in Ehren halten, so lange sie auf Erden wallen. Nimm aus meinem Munde den Dank deiner Gemeinde für die seltne Treue, mit welcher du die Pflichten deines Berufes erfülltest; für die sich selbst verleugnende Unverdrossenheit, womit du dich den schwierigsten Aufgaben unterzogst; für das unerschöpfliche Wohlwollen, das du jedem schenktest, der deiner Hilfe, deines Rathes, deiner Fürsprache bedurfte. Nimm ans meinem Munde auch den Dank deiner Zuhörer von nah und fern, der Tausende und aber Tausende, denen du Schätze austheiltest, die unvergänglich sind. Und indem ich dir den tief empfundenen Dank all deiner Verehrer in die Gefilde der Ewigkeit nachsende, bitte ich dich, theurer Verklärter, du wollest Nachsicht und Verzeihung einem jeglichen unter uns angedeihen lassen, der, vielleicht in einem unbewachten ') Am 26. März.

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