Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 1 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2542917-2543107-2543109--0026-2543707- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
19 — Der Borwurf der Seichtigkeit im Thalmud, welcher den Sabbathäern gemacht wurde, galt indeß vorzüglich dem jüngeren Nachwuchse, welchen R. Eleasar Flekeles in Böhmen vor Augen hatte. Die älteren Koryphäen des Sabbathäismus verstanden das Ruder auf dem Ocean der Gemara mit aller Geschicklichkeit zu führen. Zu diesen gehörte namentlich Löb Staßow, welcher sich trotz aller Verfolgungen, die ihn trafen, bis zu seinem Lebensende als Rabbiner von Rechnitz zu behaupten wußte. Von der thalmudischen Gelehrsamkeit Staßow's, aber auch von dessen kabbalistischer Richtung, giebt sein handschriftliches Werk Zeugniß, welches seit dem 21. April 1848 in meinem Besitze ist. Das wohlerhaltene Mannscript ist nur in einem einzigen Exemplare vorhanden. Es enthält ans 716 engbeschriebenen Folioseiten: 1. eine Uebersicht der 613 Gesetze nach Maimuni's Zählung, niit genauer, gegenüberstehender Angabe der hierauf bezüglichen Abweichungen des Nachmanides. Der Vers, findet zwischen der maimonidischen und nachmanidischen Zählung 63 Differenzpunkte: 32 bei der Spezifikation der Gebote, 31 bei der der Verbote. Diese ganz zufällig resnltirenden Zahlen geben ihm Veranlassung zu verschiedenen kabbalistischen Kombinationen; 2. eine Erläuterung und Rechtfertigung der 14 Spezifikationsgruudsätze des Maimonides. Dies ist die Einleitung des Werkes, welches die Aufzählung der pentateuchischen Gesetze zur Aufgabe hat. An die Spitze dieser Einleitung stellt der Verfasser eine kurze Bemerkung über die Bielstnnigkeit des göttlichen Wortes, wobei er sich auf den Sohar beruft, nach welchem sich an dem Erkenntnißbaume der Thora, wie an jedem andern Baume Wurzel, Stamm und Ast, Rinde und Mark, Zweig und Blatt, Blüte und Frucht wahrnehmen und unterscheiden lassen; 3. ein Register der im Werke erläuterten Thalmudstellen; 4. die Seite 61 beginnende Aufzählung der pentateuchischen Gesetze nach der Reihenfolge der Wochenabschnitte. Die erste Sidra wird mit einem kurzen kabbalistischen Lob Gottes eingeleitet. Die Behaudlung der Gesetze ist vorherrschend halachisch und pilpulistisch; doch nehmen auch kabbalistische Bemerkungen einen nicht 2*