Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 79 (1938)
- Issue
- Heft 40-41 (7.10.1938)
- Date
- 1938-10-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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SeitelS- Nr..40/41 Der Israelit 7. Oktober? 1938 Dasselbe Bild er,hält man, wenn man sich auf die Städte ^mit mehr als 100.000 Einwohner beschränkt: Starke jüdische Bevölkerungsdichte im Osten, die gegen Westen zu immer mehr abnimmt. Unter zehn solchen Städten mit stärkstem jüdischen Einschlag sind nur zwei außerhalb des Ostens, und zwar erst an sechster und siebenter Stelle, Cleveland in Ohio, das bei 900.000 Einwohnern ungefähr 90.000 Juden hat, und Chicago, das unter 3,400.000 Bewohnern etwas über 300.000 Juden zählt. An efst«i- Stella steht New York City (über 7 Millionen Einwohner — 1,800.000 Juden), dann folgen Newark in New Jersey (440.000 — 65.000), Philadelphia (ungefähr 2 Millionen — 250.000), Boston (790.000 — 86,ooo), Rochester in New York (330.000—34.000), Baltimore (über 800.099—70.000), Providence in Rhode Island (250.00—21.000) und Syracuse in New York (210.000 bis 15,000). Je kleiner der Prozentsatz wird, desio größer wird die Zahl der anzuführenden Städte fern dem Osten, nur noch an 24. Stelle — Buffalo in Seite 126 widmetest Du Dich ganz den ö'^Mrt HB1»^ hattest Du Deine größte Freude daran, den B i k k u - rimschmuck in Form von belehrenden und erbauenden Aufsätzen und Erzählungen, zu Ehren G'ttes und Seiner Lehre, den Kindern zu bieten. Mit welcher Liebe und Begeisterung hingst Du gerade an dieser Tätigkeit. Und wie wartete die große kleine Lesergemeinde von Nummer zu Nummer, wieder etwas von „ihrem Emka" zu lesen. Wie haben sich unsere Kinder gefreut, in der vorletzten Nummer ein Bild zu sehen, und mit nassen Augen werden die Kinder diese Woche das Bild mit den Buchstaben h"X1 darunter erblicken. Aber aus diesen drei Buchstaben erblüht uns auch Trost. Das Andenken des Gerechten ist zum Segen? Das Andenken von unserem lieben Mendel Katz^ wird sich zum Segen auswirken. Sein letzter Aufsatz, gleichsam Vermächtnis an seine jungen Freunde, befaßte sich mit den drei Grundpfeilern unserer Feste, „Tschuwo, Tfillo und Zdoko". Ein technischer Zufall fügte es, daß der Aufsatz nicht zu Ende geführt werden konnte und mit „Fortsetzung folgt" abschloß, worüber wir uns ein wenig ärgerten. Heute mutet uns das beinahe symbolisch an. Mit der n^DJl' wie unser großer Lehrer Mosche, mußte er von dannen .scheiden. Es wird fortgesetzt, sein Werk,, sein Leben wird sich fortsetzen, wird zürn Segen weiterwirken. So ziehe hin, teurer JFreundl Wie Du Dein Leben lang ein glühender Freund des jüdischen Kindes warst, so lege jetzt Fürbitte für unsere Kinder, die im Mittelpunkte unserer Sorgen stehen, ein, daß sich unsere Gebete erfüllen •p*i rrn bw mpun fynb m?» "an irVbi» bv Vinn Möge Dein Sechus den Deinen beistehen, vor allem dem hier wohnenden Sohne, unserem lieben Freunde, der als Pädagoge und Jugendschriftsteller das Werk des Vaters buchstäblich fortsetzt. ijronä OK "O 'ybvx üb „Ich entlasse Dich nicht, es sei denn, daß Du mich erst gesegnet hast," so sprechen wir, wie Jakob zum Engel, zu unserem scheidenden Freunde. Noch an beiden Roschhaschanatagen hast Du uns als Kohen den Priestersegen vor der versammelten Gemeinde erteilt, so mögest Du vor dem g'ttlichen Throne es bewirken, daß all diese Segnungen in Erfüllung gehen und uns allen heranblüht ein •m^an a»n tram nma ruw« nsnxi rfr>srn nmwrn (Schluß.) ., Obwohl nun ein wenig überholt, sei hier der Schluß des letzten Artikels von Emka' b"sr wiedergegeben, zumal gerade fijm ein Thema für das ganze Jahr ist. .. npns - ' Ruhig und gemessen--begann nun die J— Gewiß, was ihr von Euch selbst gerühmt, ent- New York (580.000—20.000) — und an 27. S¥eHe — Washington (500.000—20.000) — finden sich Häher zu Europa gelegene Städte. 'fn ' Ebenso klar tritt die Bevorzugung des Ostens der Vereinigten Staaten durch die Juden zutage, wenn man "den Prozentsatz der »jüdischen Bevölkerung der einzelnen Staaten errechnet. Der Staat New York hat ungefähr 17 Proz. Juden, New Jersey über 6 Proz., Connecticut nahezu 6 Proz., Massachusetts 5,5 Proz,.. Maryland 4,5 Proz., Peiinsylvaiiien Über 4 ¥roz., Rhode. Island 3,5 Proz., der Bundesdistrikt Columbia, in dem die Bundeshauptstadt Washington liegt, 3 Proz,, De laware über 2 Proz., Maine und Virginia über 1 Proz. und bloß New Hampshire und Vermout unter, aber nahezu 1 Proz. Von. allen übrigen 35 Staaten der Union weisen nur Illinois — in diesem Staat befindet sich Chicago — mit nahezu 5 Proz., sowie Kalifornien (nahezu 3 Proz.), Ohio (2,7 Proz.) und Missouri (2,4 Proz.) einen etwas höheren Prozentsatz auf, ansonsten hält sich der jüdische Anteil um 1 Proz., spricht vollkommen der Wahrheit, und'die Geschichte hat es bestätigt. Ich will nicht mehr sein als ihr, bin aber auch nicht weniger. Ja, ich stehe von uns dreien an letzter Stelle, aber' kennt ihr nicht das Wort: Acharaun Acharaün chowiv? Das Letzte ist oft das Beste. Und G'tt sagte einmal zu Samuel: „Sieh nicht auf das Aeußere des Menschen". Und Samuel wählte nicht den ältesten (ersten) der Söhne Jisais zum König, sondern den jüngsten (letzten). Und das tägliche Leben zeigt uns immer wieder den großen Wert der npTE- Was würde aus so vielen Menschen geschehen, wenn die r~Tp"7X- Büchse sich ihrer nicht annehmen würde. Ein jeder solle ein Abraham sein, einen Nabal dar? es nicht geben. Auch die Weisen wissen von mir manch schönes Wort zu sagen. Rabbi Meir kam nach Rimla,. er sah, daß es dort nur junge Männer, aber keine Greise gab. Und er sägte: Stammt ihr vom Hause Elis ab, dann befaßt Euch mit. npTS», denn so heißt es (Spr. 16, 31); „Eine herrliche Krone ist das graue Haupt, auf dem Wege der np7£ wird es gefunden." . Auch pflegte Rabbi zu sägen: Zehn starke Dinge gibt es auf der Welt. Stark ist. der Berg, doch stärker ist :däs Eisen, es durchbohrt, d^en Berg, doch stärker ist das Feuer,; es zerschmilzt das Eisen, stärker ist das Wässer, es verlöscht das Feuer, stärker sind die Wolken, sie tragen das Wasser, stärker ist der Wind, er zerstreut die Wolken, stärker ist der Mensch, er. bezwingt den Wind, stärker ist die Angst, sie läßt den Menschen erzittern, stärker ist der Wein, er verscheucht die Angst, stärker ist , der Schlaf, er bezwingt die Angst, stärker ist der Tod, und stärker als der Tod ist die npTS denn, so heißt es .maö Hffl'flpW* J7,W rettet vor dem Tode, So stritten sie lange miteinander. Endlich kamen sie überein, zu einem Rabbi zu gehen, der sollte das Urteil über sie fällen. Also gingen sie zum Rabbi. Der Rabbi aber schenkte jedem von ihnen ein kleines Anhängsel. Das der hieß DIS (Fasten), das der n^sn wurde mit b"ip (Stimme) bezeichnet und t npTX wurde mit flöö (Geld) geschmückt. Als sie ihre Geschenke miteinander verglichen, hatten sie alle das gleiche Gewicht, denn jedes dieser drei Wörtchen hat den Zahlenwert von 136. Nun wußten sie, daß alle gleichwertig sind, und dem Streite war ein Ende bereitet. ' _ ■ .:■ ■ Seitdem tragen jene drei Worte;des JViachV; sor glöichsam als Kopfschmuck die;-Aufschriften i '.. "\ , : :!iVn'ö» Vi? m* :r"lj <-'!>'< > ' . - l-.y :; . . - einige, wie New Mexico, North Carolina, Idaho, Montana und South Dakota haben bloß etwa ein Viertelprozent Juden, - ' Die Anhäufung der Juden in den Oststaaten er^-' klärt sich ganz einfach .aus der Tatsache, daß sie als Einwanderer in den Häfen des Ostens ankommen und die Mehrzahl von ihnen dort gleich 'den Immigranten anderer Herkunft hängen bleiben. Abel1 dieser Zustand , ist auf die Dauer ungesund, ebenso ungesund wie das Verbleiben von nahezu achtzig Prozent der Juden Nordamerikas in den Städten mit 200.000 und mehr Einwohnern, ungefähr 3,4 "Millionen von etwa 4,5 Millionen. 1 ' Eine bessere geographische Verteilung wäre wünschenswert und für alle Teile von Segen — erst kürzlich machte ein vor einiger Zeit aus Oesterreich nach USA. emigrierter Arzt in einer Zuschrift an unser Blatt darauf aufmerksam, daß es aui dem Land, namentlich im Westen, an Aerzten mangelt, während in den Städten, insbesondere in jenen des Ostens, Ueberfüllung herrscht — zumal da im Westen der Union bei der noch knappen Bevölkerung undder dort allmählich fortschreitenden Industrialisierung; verhältnismäßig hohe Löhne und günstige Erwer-bsmöglichkeiten . für Selbständige winken. (Aus der Wiener J. R.) Korrespondenzen. Deutsches Reich. Thora-Lehransialt Jeschiwa, Frankfurta. M„ 4. Oktober. . Anmeldungen für das Wintersemester sind umgehend an den Rektor, Herrn Rabbiner Dr. Josepk Breuer, Frankfurt a. M., FriedWgeranlage 4, zu. richten. Den Gesuchen sind Angaben über Alter und Vorbildung (mit Zeugnissen) beizufügen, Verwaltung jüdischen Hausbesitzes. Berlin, 3. Oktober. Der Arbeitsausschuß für Hausverwalter weist auf folgendes 'hin; „Mit dem Gesetz vom 6. Juli 1938 — Ausschaltung der Juden aus dem Gewerbe der Hausverwalter'--^ Hat jer Gesetzgeber die nicht zu verkennende- Absicht verfolgt, den Juden und seinen Einfluß auf dier Hausverwaltungen auszuschalten. Der arische- Mieter soll von der Persönlichkeit des Juden in "der Hausgemeinschaft restlos befreit werden. Es hat sich: nun ganz allgemein zur Umgehung der Absichten des Gesetzgebers die Gepflogenheit herausgebildet, daß die jüdischen Eigentümer ihre Grundstücke, die! sie: bisher verwiait'en1 ließen, in Selbstverwaltung nehmen und sich 'damit in den krassesten Widerspruch', zu den Absichten des Gesetzgebers stellen. Der jüdische Hauseigentümer hat deshalb aus den. Bestimmungen des 'Gesetzes heraus insbesondere in Erfüllung der vom Gesetzgeber verfolgten Absichten, in jedem Falle für die Verwaltung seines : Hauses durch einen arischen, qualifizierten Hausverwalter- Sorge zu tragen. Die diesbezüglichen Anträge auf Namhaftrnachung von geeigneten Hausverwaltern sind anden Arbeitsäusschuß für 'Hausverwalter (Berlin; SO 16, Michaelkifchplatz1 1/2) zü richten." \ Der Reichswirtschaftsminister hat in einem. Ber.. scheid'darauf hingewiesen, daß die Veräußerung eines städtischen Mietwohngrundstückes im Falle der Be-. teiliguh'g eines J u d e n Iregelffläßig hi c'h tl:der Genehmigungspflicht nach der Anordnung; vomi; 26. April 1938 unterliegt, soweit nicht die Veräußerung wirtschaftlich der Veräußerung; eines gewerblichen Betriebes gleichkommt. Die Genehmigungsbehörden hab^n eine entsprechende Anweisung erhalten. Ausschaltung der Juden vom deutschen Adoptionswesens;B erlin, 29. Sept. Der Reichsminister des Innern hat in. einem,,A u sf ü h r u n g s e r \ a ß zum Reichsgesetz, übe|r di e Aenderurig und E rg ä nz u n g f a m i 1 i e rirechtlicher V or sc hr i f te n festgestellt,, daß' Juden vom deutschen Adoptionswes e n ausgeschaltet werden, Das Gesetz gibt bereits die Möglich«' keithierzu.:Es gestattet,.genere}\ eine Auflösung des Adoptionsverhältnisses auch in-;4en.. Fällen,. in; denen die Volksgemeinschaft daran ein, Interesse. ljat,r Zu dem Kreis derery :die. durch - e^nen Antrag,.die"Aufhebung eines Ännahmeverhältnisses emleite^kbnneni gehört nach dem Gesetz aueh|idie ,1lö h e. r, eJ;'Ve r -