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Der Israelit · 1938-07-28 · Heft 30 (28.7.1938) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 30 (28.7.1938)
Date
1938-07-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
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nister jedoch bitte. er, aufs Sorgfältigste darauf zu achten,- daß das Asylrecht nicht beeinträchtigt würde. Hierauf terwiderte der Staaips.Skretär, daß er die engste Fühlung mit der,-Flüchtlingsorganisation aufrecht erhalte und daß er versuche, alle individuellen Fälle,_ die zur Kenntnis des Home Office gelangten, jn sympathischer Weise zu behandeln. Sitzung der Partition-Cominission. London, 21. Juli. Das Colonial Office gibt bekannt, daß die Parti üon-Kommission während, der zweiten Augustty'oche in London? eintreffen und ihre Sitzungen hier am 15. August aufzunehmen gedenkt. Alle Personen. die der Kommission Material zu unterbreiten haben, werden gebeten, dieses sobald wie möglich zu tun, und ihre Memoranden in sechsfacher Ausfertigung' einzureichen. Eine mündliche Vernehmung kann dann ebenfalls noch stattfinden. Es handle sich für die Kommission jedoch ausschließlich darum, die Bedingungen des Teilungsplanes in ökonomischer, finanzieller und anderer Beziehung zu ^prüfen. Brasilien. Der Präsidentv der Republik, Brasilien besucht eine neue ICA-Koloniev _Rio de Janeif b, 20. Juli.'/ Der Präsident der. Republik Brasilien, GetuÜo Vargas., hat anläßlich des Besuches, der Stadt Rezende im Staate Rio de Janeiro, wo er den Grundstein zu einer Militärakademie gelegt hat, die in der Nähe von .Rezende neu. gegründete Kolonie der Jewish_ Colonisation Association :(IGA^j .besichtigt, Iii der Begleitung des Präsidenten ,der .Republik befanden sich die Gouverneure... der Staaten Rio und Sao Paulo, der Landwirtschaftsminister, die Chefs r des Militärs und der Polizei, der Staatssekretär " beim Innenministerium und andere offizielle Persönlichkeiten in großer Zahl. Der Präsident und seine Begleiter durchschritten;; das ganze Gebiet der neuen Kolonie und interessierten sich lebhaft für die Arbeiten der bereits seßhaft gewordenen Kolonisten, sowie für die Pläne der ICA zur weiteren-Entwicklung der Kolonie. Präsident Vargas' besuchte die Schule, das Gemeindehaüs, die ,Versuchsfelder und betrat auch die Wohnung' eines ' Kolonisten. Präsident 'Vargas trug sich in das Goldene Buch der Kolonie ein und schrieb dazu, daßdie, Organisation der Kolonie und die bisher geleistete Arbeit auf ihn einen sehr guten Eindruck gemacht haben. Die brasilianischen Zeitungen berichteten ausführlich über den Besuch des Präsidenten in' der ICA-Kolonie. ''-■" - Personalien. ■i-'A :-:itlsiUit •>rs r.,r*d ik '" ' '■ '"• W;'(.,'LH i« V Cl Kitzingen,;18,< Juli, In diesen Tagen yejläßt-Hergs Gustav L a übe r: unsere. Gemeinde,: jum zu sein$% Kindern nach" jUS A zu ziehen. Fast .< 30 v. Jahre Herr Lauber-Mitglied des Gemeind.ekollegiums, fa£{i zehn Jahre' Mitglied des Vorstandes.-Als Herr Lajuher dä'S rAmt rdtes 'ersten Vorsitzenden. unsgrer.^Cte-.. meinde anfangs dieses Jahres niederlegen {mußte,-rum seine Auswanderung vorzubereiten,; -vej"li/ah,,sihm .djsr einstimmige Beschluß der Generalyefsan^iung und das ^fnn?üTig"e-Vertrauen. der.^gan^n^Seineinde den Titel des -jE h r e n v o r s i t z e n d-e.n. •— In., den vielen segensreichen Jahren seines Wirkens wandte Herr Laub er jedem Mitglied unserer?-Gemeinde sein liebevolles Herz zu und nahm sich besoriders-.der Armen an. Seine Devise bei allen Amtshandlungen war es, als" '•Vorstand - einer*d o-ntdijo d o x ern. Gemeinde,, zu handeln.- Söp" "gelang es^.ihmi-auch>' iniHun^nTUidlicher Beharrlichkeitv die Erhaltüttg des;>hiesig4ii Rabtina-. tesu durchzusetzen. DeE: Dank unserer:: ganzejn ^Gemeinde beg$eitet'iHerrnnLauber in seine.;neue -,$eima'f. ' :; :>> ->b\.-; . ,"' "' :s. :;Kölh, Jeschumn hat abermals den verlü'st eiries * ff eifern-'Mitgliedes zu beklagen. In der Nacht zum 20. Tammus. ist J o s e f W o 1 f im > 58. Jahre seines g'ttgesegneten Lebens nach schweren Leiden von dannen gegangen. Früh schon verwaist, genoß er seine Erziehung im Hause seines Onkels, des' Rabbi Wolf V-xt/ der mit seiner Gattin wetteiferte, dem vater- und m^§^o*f^»^N^fMn^ap Elternha^ zu ersetzen. So ging der letzte Wunscri seines fromffl^äpfrün -!jV.er-- 5t95feenea-ya:tepij, ,äujE(t dem. Sterbebett ausgesprochen, djajj j|qlin\-i&-'e^ in sc^öi^er Weise., ia'jEffüflunjg. I£ 'der.'' von ^SHrtvun<i m^^^^S^^m^^^^■ **** R^b^jiWölf'- sohen} Hauses,.wuc£s , 4er. V^rbKcheh'e^ heräh, «Möd er betrachtete es 'als 'seine LetJensaufgabep diS'^erVorragenden, edlen Eigenschaften seiner Pflegeeltern sich^anzGeig^en' Bescheiden und einfach war seine Lfibenswreis,?, .und "seiti höchster Stölz^war fcSt-Erklärungen!: seines.On^ejs ünd'^LehreTs'-^iriter zü?Verbreiten und in seinem Siäne schwSeftg^en <<Ta'urohJ Stellen selbst r\ejäe .^euturig^en^zu 'entldbKfin.' So war "" keut^unHew'..daß er,., ein" regelmäßijger'Bfesucher Schiurim ' der" von ' seinem Lehre*1 gegründeten es der i-rVin" Tui^n r-nan/ sicff selber ein schönes^jüdisches Wissen aneignete, und durch seinen g'ttesfürchtigen Lebenswandel, durch sein r-iaV. s?JXn , die .Wertschätzung: und Hochachtung des gesetzestr^uen Kölner Krveises und :daraber^hmaus1'erlai^#/.'Jc^ej^'WoH^rar. miteiner' Tochter :,aus dem;rü^mlichsjV bekannten; Würzburger Haus Engel vermählt aihd 15eidte Glitten ergänzten. sich im Streben nach 'T . nUrm härm« Leibliche Kinder sind dem .Verklärten . versagt;i||eblieben, aber sein vorbildliches jüdisches Leben, seihe fllifl npvri' seine>D»31t5 ö'pya werden unvergessen bleiben. Dieses Bewußtsein möge der allein zurückgebliebenen Gattin" ein Trostin ihrem großen Scjhtmerze sein. - rraxin " Karlsruhe, 25. Juli. Durch den" Heimgang des Herrn. I sa k E 111 i n g e r ^*si hat die Israelitische Religionsgesellschaft einen schmerzlichen Verlust erlitten. Einer ihrer Treuesten wurde ihr nach kurzem Krankenlager durch seinen Tod entrissen. Traditionen frommer Ahnen, insbesondere seines ^Großvaters, des Altonaer Rabbiners Rebbe Jokew.- Ettlinger b'lti waren im Hause seiner' edlen Eltern ihm zugeleitet worden. In dem Verklärten waren sie unerschütterlich verankert und verwurzelt. n*a nnay n*nn bildeten die Krönung seines' Lebens, dessen arbeitsreicher Inhalt der Sorge für die Seinen und für seine •Mitmenschen galt. Erwar ,ein regelmäßiger Besucher der e=Tvw>v und.de* Synagoge der. Israelitischen Religlonsgeseüschaft. In dieser, wie auch in der'Früh- Sc'hule, besonders aber in. dem von seinen Eltern übernommenen und mit Aufopferung aufrecht erhaltenen Ettlinger'schen >.Min|an;..'^ar: "ßt ein mit nsa erfüllter max wbv- Man wußte,5' ier• verstand den -Sinn der Gebete und sein-Herz-,war dabei. Die Demut und die Innigkeit, .mit der er betete, war ergreifend. Unvergeßlich aber bleibt allen Karlsruher Jijden sein rastloses Liebeswirken in der wnp Kinn Jahrzehntelang gehörte er ihr als tätiges Mitglied an, die letzten Jahre hindurch war er ihr 'Raa, der durch sein hingebungsvolles, bis zur Selbstaufopferung gegebenes Beispiel den Mitgliedern unerreichtes Vorbild war. Mit Rat und Tat stand er Jedem wfillig und gern* zur Seite. Er hielt die Erinnerungen an die vergangenen Geschlechter wach. Ein Stück der jüdischen Geschichte' Allkarlsruhes sank mit ihm, dessen Eltern zu den Gründern der Israelitischen Religionsgesellschaft 'gehörten, ins Grab. Bei der Beerdigung, die unter der Beteiligung weitester Kreise erfolgte, gab Herr Rabb. Dr. Michalski dem Schmerz und der Wehmut Ausdruck, die Alle erfüllte, die ihn gekannt. .Herr Lehrer J. R a b i n owitz kleidete den Dank der wtj? man in Worte, die ein getreues Bild seines Lebens widergaben. Möge sein mar der Gattin und den Kindern beistehen. . n-assri Hermann Gumpertz V'ST' J Hamburg, 26. Juli. Die'Trauer, zu der uns wie alljährlich wieder die drei Wochen anregen, ist unserer Hamburger Gemeinde zu einer, persönlichen nun geworden, wo wir den Heimgang einer ihrer bedeutendsten und markantesten Persönlichkeiten beklagen. Am Abend des 22; Tamus ist Herr; Hermann Gumpertz Vst im Alter von 86 Jahren nach k^urzem Krankenlager ins Reich der Ewigkeit hihübefgeschlummert. : In -allen' Kreisend-löste diese Trauerkunde den tiefsten Schmerz äindi jdie. innigste Teilnahme aus, hundertfältig hallte die Klage wider um " diesen schier unersetzbaren •Verlust. War doch der Verklärte - wegen seiner außergewöhnlichen -Fähigkeiten;. ..und Eigenschaften als Jude und Mensch der Stolz und die Zierde" "unserer . Gemeinde,, in vielen Punkten ihr vorbildlich, richtunggebend und zielweisencL. Ein um "nn^n von großem Format, dem die Großen und Größten unserer Zeit, die höchste Anerkennung und Würdigung zollten, scharte . er, seitdem er ^:in jungen Jahren :sch<mhmit der Krorie..,d.er TAöira. "geschmückt wurde; "einen.s.großer4 Kreis von /.Schülern älfezeit uth sicIrJ* die "sich glücklich priesePf.. aus"4iese'ffl _B«n D'»n nkä diesem, ewig sprudelnden , Segensbprn jüdiseber Weis^- heit.schöpfen zu dürfen; die ihren^Lehrer und Meister wie - einen rVater verehrten und 'in allen wichtigen1'' entscheidungsypll,en Frager^/. unserleS 'öreignisreicKörl Lje.bejis auf sein.Jkkiges ^ort^horte^n". In seine? großen1; Thöraliebe bety^ute . .er.. die^|^ni^^niäiiiil Thorä-1' ' Stiftung mit. inniger Hingabe, wie er bereitwillig dem Rabbinerseminar in Berlin als Vorsitzender seines Kuratoriums wie als Mitglied, der Rabbinerprüfungskommission seine große Kraft und reiche Erfahrung getrjeu-- der /^radjtior^;J;undvseiher "aü'f ^efttef' G'ttes-j furchi; und-Tliorake^Ct^s 'siqh . aufbauende^' UejBer^ aeu^ung üjb^ "aifes .hütete! und wahrte,^^r ' er äuöh1 vielfach der,. beredte! Dolmefsch 'desf.heili^n' Tbo*a^ wortes f innerhalb.! .d'ec .Geineinde ~u^Jd manäigfaeh' V^#c treter.,ides.rjQberrabbiuat^ wiJt:er ^mit'ffef undv'Jlät '^lii^ißr^^Q^d^^i^ "wirkte; konnte man fijßineä grolle 'Xl.üjghei^.'Ün^.^eiä 'feic¥es Wissel* awjhv^uf ^n/rversch^edensten "Geibiefen 'tfef allge^ Tojlj' U^.',.;«i;JlIJ». n '.Vfi^uViSnwoieort ■■^•..«»ib» RDTa pDS sV..rMit dem. Worte der Thora äüf seinen Lippen, so begann er, den Weg in die Ewigkeit sich zu bahnen. Als. sich bereits die Todesschat- ' ten Über ihn, zu"* senken anfingen, wurde sein Geist noch einmal wach und rege in der regelmäßigen 'Trorj» ^Stünde, -.die^um .'letzten .Male in einem größeren Kreise von Hörern in seinem Beshamidrasch abgehalten wurde. So wie er lebte, ging er hin, ein echter- Patriarch, betreut, von seiner feinsinnigen gleichgestimmten Gattin, und umhegt von seinen Kindern und Enkeln, die stets voller Verehrung zu ihm als der Krone ihres Lebens aufblickten, ein vielgeliebter bewunderter Lehrer und Meister der Thora,, einer von denen, die 'zu den „Zedern des Libanon zu den in der Thora Starken" gehören und als diese - fortleben im Gedenken aller G'ttgetreuen. — Was Hermann Gumpertz den Seinen, dem großen Kreis seiner Schüler, dem Religionsverband und der ganzen Hamburger Gemeinde gewesen, das zeigte sich bei der überwältigenden Trauerkundgebung anläßlich, seiner Beisetzung, das klang in all den Reden hwider, die ein Bild seines segensreichen Lebens ZU . entfalten suchten und das* fortdauern wird bis in. alle Ewigkeit zum Segen aller derer, die jüdische Weisheit und jüdische Menschengröße zu schätzen wissen. V-ST Vermischtes. Fahrt nach' Nordamerika. Berlin, 26. Juli. Ein Merkblatt über die rituellen Verpflegungsmöglichkeiten auf den Dämpferlinien nach Nordamerika, sowie in den Äbfahrtsbezw. Ankunftshäfen, ergänzt durch weitere wichtige1 Hinweise gibt soeben die. .^Religiöse r Auswanderer-Betreuung AgÜdas Jisroei Berlin", Berlin' N. 4, Johannisstraße 8}' heraus. Das Merkblatt kann von jedermann gegen Erstattung der Selbstkosten (15 Pfg.) bezogen werden* Fulda, 25. Juli. Dank der Initiative des Herrn Gemeindevorsitzenden Salomon Nussbaum konnte, ähnlich wie im Vorjahre, auch" in diesem Jahre während der Ferien eine Kinderspeisung veranstaltet werden. Als Einleitung hierzu fand am Sonntag, den 10. ds. Mts. eine kleine Feier statt, zu der neben den zu betreuenden Kindern eine größere .Anzahl Damen und Herren erschienen. Herr Nußbaum eröffnete die Feier mit einer eindrucksvollen Ansprache, worin er eine Rückschau hielt und. den,, Kindern in trefflichen Worten vor Augen .führte, warum man ein Hauptaugenmerk auf die Korper-' pflege der Kinder richte. Anknüpfend daran mannte Herr Lehrer Möller die Kinder, ihr Leben einstmals thoratreu zu führen und es so zu gestalten, wie es in der Schule gelehrt wird. Herr. Lehrer Sonn hob das segensreiche Wirken des Herrn Nußbaum hervor und' machte die Kinder aufmerksam, daß sie diesem Herrn und allen, die bei dem Liebeswerk mithelfen, großen Dank schuldig seien. Herr Dr. Löwenstein legte den' Kindern in längeren Ausführungen dar, wie sie zur Pflege ihres Körpers und Förderung ihrer Gesundheit, die Ferien Verbringen sollen. Mit der Ueberreichung einer Süßigkeit an die Kinder war die Feier beendet.. Hier abtrennen und im Kuvert an den Verlag senden. Geistei grsmm svim ^vorigen Jaftrnündert ,;cue xeuemen vma shefoßn?i^rj'.Cf^r.sc^6ii/.' JuÜeiih^ir1'' %M "Pfef t il^^^^e^^^it^e^^l^/^Y^ n:i? Bestellschein , IchjWir bestellen hiermit beim ISRAELIT - :> UND 's. HERMON JÜD. BÜCHVERLAGjQt'm. 6l. H.,, Frankfurt ft.M., Schützenstr. 12 tiie Weif ' 'Kommentar zfr>'Jen :>VfSkrkütgsgßhßMHr.VOn■■ ' . io Rabbiner Dr. Elle MÜNK, Paris'^n' zum Preise von RH. 5.00 oderfand - j , Qiö Welt iier Gebete II. - i - ■ .3 f.,?W * ■!■;* " ' ' " ** . " '-' t li-v.iiC Kommentar;zu d^n S^bqtuha Feslthgige- ' * 'beten'(Fasttagsgebäten) von, Rabbiner Dr. Elie MÜNK, Paris zum Preise von RM. 5.00. Der Betrag wird au f Postscheck - Konto ^Frankfurt a. M. Nr. 4-9802 gezahlt,,, (:. nu solt per Nachnahme erntibeHi wf&den. '"'^ V't^vg^n^^ )^ffmsJf'"-;3H::::'Dr"'" "siräßc *"' "! NichtgcwÄn»c^«^r.iiitlfe. streichen. fr- , i r " "'»'"•'-- > •»/ tSVJ , J .i\i: C •-'•'• •'i.rtiCi /.-tf-y.;:. r,;' i ih.iilM'- -i.iAU V' v'l'i.h}

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