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Der Israelit · 1938-07-07 · Heft 27 (7.7.1938) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 27 (7.7.1938)
Date
1938-07-07
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite .2--Nr.-27 - D I s r..a„e 1 i t fe'i. v>" *^J*r7£ 7^ Juli' 1938, Hansson. Er betonte, daß es wünschenswert sei, daß das neu zu bildende Organ unter der Führung der VercinigtenStaat e n mit den Regierungen der Auswanderüngsländer, in Fühlung trete, die viel zur Lösung des |Flüchtlingsproblems beitragen können. j. Von morgen an werden die Sitzungen der Konferenz nicht öffentlich seih. Wie uns aus Wien unter dem 4. Juli mitgeteilt wird, werden als Vertreter der Judenheit im Lande Oesterreich an der Konferenz in Evian der Leiter der Wiener Kultusgemeinde, Dr. Josef Löwenherz, Prof. Dr. Hrch. N e um a n n und Kommerzialrat Berthold Siorf er teilnehmen. Vor der Abreise nach Evian empfing .der Vorsitzende der Konferenz, Sir James Mac- Donald, in New York die Leiter der A gudas Jisroel -Immigration Departement New York in längerer Audienz," um vonf. ihnen ''im Auftrage des Präsidenten ' der Agudas Ji'sroel-Weltorganisation, Jacob Rosenh e i m > 'London, einen ausführlichen Bericht über «die Arbeiten der Agudas Jisroel auf dem Gebiete 'der" Emigration und die Vorschläge der Agudas Jisroel zur Evian-Konferenz ' entgegenzunehmen. ' . Mr. MacDonald, der sich' in alle Einzelheiten des vorgelegten Memorandums vertiefte und verschiedene Fragen zur näheren Erläuterung mancher Punkte' stellte, erklärte den Herren Schenkolewski und Türkei, daß auch er die Zentralisierung aller jüdischen Auswanderungsarbeit für unbedingt notwendig hält. Mr. MacDonald erklärte, daß er mit Agudas' Jisroel vollkommen auch darin übereinstimme, daß für die religiöse Betreuung der Auswanderer in ausreichendem Maße gesorgt werden müsse. Er selbst verfolge seit Jahren, die Tätigkeit der Agudas Jisroel- Weltorgänisation mit aufmerksamem Interesse. Religiöse Auswanderer-Betreuung. Die religiöse Auswanderer-Betreuung Agudas Jisroel schreibt uns: :' / I. Angeregt ,durch die Beschlüsse der Kenessio Mechiho in Marienbad (1936) wurde bei der Landesorganisation der Agudas Jisroel in Deutschland in Gemeinschaft mit der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums E. V., beide Sitz Frankfurt a. M., eine besondere Abteilung für religiöse Auswanderer- Betreuung geschaffen, (Anschrift: Agudas Jisroel, Abt. Auswanderung, Frankfurt a. M., Friedberger Anlage 8) deren Aufgabe es ,,war und ist, die religiös eingestellten Auswanderer zu beraten und zu betreuen, da dies bisher nur nach rein wirtschaftlichen Grundsätzen —entsprechend "der Struktur dieser Organisationen — erfolgt war. Infolge des wachsenden Umlanges der Arbeit entschloß man sich im Juni '1938, in Beritn ein besonderes Büro ins Leben zu rufen. Die Berliner Stelle lautet: Religiöse Ausw.anderer- Betreuung Agudas Jisroel, Berlin N. 4*,' Johannisstraße 8, 2. ..<;,»?! [ki IL Die Arbeit erstreckt sich auf folgende Gebiete: - ft.;■ <rc . a) .Beschaffungvon Informätiorismaterial über die religiösen ''Verhältnisse den Einwandte-' rüngsländern. Einrichtung und Ausbau eines Netzes von Vertrauensmännern. Es war notwendig, über die religiösen Verhältnisse sämtlicher für die Einwanderung in Frage kommender Länder Informationsmaterial zu sammeln, um auf Grund dieses den Anfragenden Auskunft erteilen zu können, in welchem Lande und in welcher Stadt sie die Voraussetzungen eines religiösen Lebens rinden werden. Durch systematische Erfassung aller für die religiöse Situation in; Frage kommenden Informationsquellen gelangtes, ein ansehnliches Auskunftsmaterial zusammenzustellen,, das fast sämtliche für, die Einwanderung in 'Betfacht kommende Länder umfaßt.; .;r :- Der Ausbau des Informationsnetzes konnte auch von der neuen Berliner Stelle gefördert werden. Neben einem Netz ständiger. Korrespondenten wurde neuerdings ein besonderes Emigrations-Department der Agudas Jisroel m New York und ein Emigration. Advisoty ComMittee of the Agudas Jisroel in London geschäffeft. b) Rituelle Vefpflegung auf der Fahrte *'Üm der vieiyWbrclieten"''M'einürig entgegen'-*' treten zu könnet, daß 'es kaum .möglich sei, selbst auf der Ueberfahrt, rituell zu leben, wurde 1. In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Speiseverein und Rabbiner Langer-Paris von Frankfurt ein Merkblatt .herausgegeben, das Aufschluß über di,e rituelle Verpflegung auf den wichtigsten "Schiffahrtslinienj bezw. Schiffen gibt. Das Rundschreiben wurde sämtlichen orthodoxen Rabbinern zugeleitet. 2. Durch die Berliner „Religiöse Auswanderer-Betreuung" wurde jetzt — angesichts einer zu erwartenden Verkehrszunahme orthodoxer Wanderer nach Australien — Vorsorge getroffen, daß die Auswanderer nach Australien mit Konserven verpflegt werden. 3. Von der „religiösen Auswanderer-Betreuung Agudas Jisroel, Beriin" werden soeben Merkblätter „Verpflegung auf der Fahrt" für Nordamerika und Australien, sowie für Südamerika vorbereitet. Interessenten können dieselben durch die Berliner Betreuungsstelle beziehen. c) Praktische Fürsorge. 1. Die Auswanderer wurden mit Einführungsschreiben, gerichtet an unsere Vertrauensleute., ausgestattet, die über.», die religiöse Einstellung und die wirtschaftlichen Fähigkeiten und Wünsche des Wanderers Auskunft geben. Auf Grund dieser Briefe konnten unsere Vertrauensleute, insbesondere unser New Yorker Büro, vielen «Einwanderern zu schabbosfreien Stellen verhelfen und so die Eingliederung der Wanderer in den Wirtschaftsprözeß erleichtern. 2. Um neue Möglichkeiten für orthodoxe Wanderer, insbesondere für Jugendliche zu schaffen, wurden von der Berliner .,Religiösen Auswanderer-Betreuung" eine Reihe sehr aussichtsreicher Verhandlungen eingeleitet, die teilweise schon Ergebnisse zeitigten; z. B. Unterbringung von Jugendlichen »auf westeuropäische Jeschiwöth, Unterbringungi*'von H'aushaltspersonal im Auslande,;' 3. Den speziell-religiös•> gearteten Nöten der Auswanderer und Ausgewanderten wurde be-: sondere Aufmerksamkeit-geschenkt] -i .: d) Schaffung von reiiliösWn:'Ausbildungöstät« ten und Voraussetzungen' von orthodoxen Siedlungen. Jetzt wird auf dem großen Gute Neuendcrf eine orthodoxe Gruppe gebildet, die" eine zweijährige lan4wirlsc^af|^cher^usbildung (Bfh'ält . bDie .Sorge der Ag^aK'jisgöel galt der S&af-' fung von Voraussetzungen ~£ür; eine orthodoxe Siedlung in. Argenftmien,, Die .X, J^pej der sich 80; Familien meldeten^.stellt in?,WeiV fortjgesclirittenen. Verhandlungenmit der^ij^sgragc^pi^cnv, den Organisation und ist mit' einem"" baldigen iv o •^tf^sajfitir.t>.i..;fUi»i,ilt';.i.?öi!|.«»--. Mi .;h;. Abschluß zu rechnen. '■^ilrfli^:^^ '"'^ ■ v; ii -f.. L,i: .-il'i.. Wichtig für Auswanderer nach Amerika. Das „Agudas Jisroel Immigration Department New York" bittet uns um Veröffentlichung der nachfolgenden Mitteilung: 1. Das yor kurzem zur Betreuung der orthodoxen Einwanderer aus Deutschland errichtete ii A g u d a s Jisroel I m m i g r a t i 6 n D e - partment New York" hat in diesen Tagen auch die Arbeit für die Einwanderer aus Oesterreich seinem Tätigkeitsgebiet angegliedert. In erster Linie ist die Aufgabe des Immigration Department die Beantwortung aller Anfragen aus Deutschland und Oesterreich, soweit es sich um die Auswanderung handelt, die- Sorge um die eintreffenden Immigranten im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten, ihre religiöse 'Betreuung und vor allem notwendige Verhandlungen mit den Staatsbehörden. 2; Eine rasche und zuverlässige Bearbeitung der einzelnen Fälle ist nur möglich, wenn nur solche Fragen an das Immigration Department gerichtet werden, in denen i eine direkte Bearbeitung unerläßlich erscheint. ... Alle Auskünfte allgemeiner Natur sind grundsätzlich bei den im Lande zuständigen Auswanderungszentralen de» Agudas Jisroel einzuholen, und zwar für Deutschland; Auswanderungsabteilung der Agudas Jisroel, Frankfurt. a. M., Friedbergeranlage 7, für ■ Oesterreich: Aus Wanderungsabteilung; der Agu- 1 das Jisroel, Wien II, Leopoldsgasse 26. a . t ,; 3. Das Immigration Department wird ausnahmslos alle strenggläubigen -jüdischen Immigranten betreuen, die seiner Hilfe' bedürfen» Allen Anfragen von Einzelpersonen ist eine Bescheinigung jener jüdischen Organisation beizufügen, der der Anfragende angehört, oder aber . eine Befürwortung des zuständigen Ortsrabbir - neis. Aus der Bescheinigung soll möglichst die Dauer der Zugehörigkeit desi Anfragenden zyut der?> Organisation hervorgehe^."" ' |' 4. Wiederholt hat sich ergeben, daß ^Einzelpersonen; diegleichen.. .Anfragen; gleichzeitig a» mehrere jüdische; Auswahderungs- und Hilfsorganisationen in Amerika gerichtet haben. Es* ergibt '.sich daraus/eine .unnötige Mehrarbeit, die im Interesse des- Auswanderers selbst und aller anderen Personen, die auswandern wollen, vermieden werden muß. Jedenfalls ist aber dem Immigration' Department mitzuteilen, -an welche Organisationen sich der °Anfragende früher' oder igleichzeitig\] in"; dieseir' o4er 1 einer'; ähnlichen Sacjie "gewandt, ,ha|t. -; . t|% "5." Im Allgemeinen ist es nicht; nfiöglich, Personen, deren Ä'dres&en nicht nänet' bekahnV siridT un, '..- . i. . .•:: '\; :>>.-. -•.■!■•■•'. ausfindig zti machen. Anfragen dieser Art haben geringe Aussicht auf Erfolg und sind daher im allgemeinen zwecklos; es sei denn, es werden genaue Angaben über den Pefsonenkreis ge* maSii,'\nw^ Verwandte '*ztt finden sein .dürfte, \ .;; , " ■ '■>■*■■■- ■■■■■ -. Jil^ •,<(.' .; 6. Alle Anfragen sind unter Beifügung jvon doppel t e-^m, rt^'c{k p o-r t o _zu richten «an: Agudas Jisroel ^mmigV"äti^ni; De'|>a.Vfen|ritf f2'WeslJä,^th7,'^eet;T;jNeiW:^ : f - ' }- :-' •-• : r^l;!';•:• P t;v" -.<L\W> Bei 9 Steiniveg ::.;:(:

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