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Der Israelit · 1938-05-19 · Heft 20 (19.5.1938) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 20 (19.5.1938)
Date
1938-05-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
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-•^■T^'^^^^ Seite 2 -Nr. 20 ^S^^^m^i •jägsS^ mm *~i V{SÄ\-^^^w£s De r I s r a e 1 i t ^^SS$p^P$£ r< ^._v?- *!>■'»,«. ^9liNiai5Ä9%: Wechsel im englischen Kabinett. Ein neuer Kolonienminister, London, 17. Mai. ". Die erwartete Umbildung der eng -; Iischen Regierung wurde heute vorgefg*: nommen, Unter der Führung des bisherigen Mi- | nisterpräsidenten Chamberlain treten neue Männer in mehrere Ministerien ein. Der bisherige > * Kolonienminister Ormsby-Gore, jetzt Lord .. .ff . Harlech, tritt von seinem Amte zurück und an \;\ j seiner Stelle übernimmt das Kolonienministerium -! M a 1 c o 1 m M a c D o n a 1 d. MacDonald gilt als '>•■.>!'.;'y> _. °;... erfahrener Kolonialpolitiker und auch als guter Kenner der Palästinaprobleme. Der neue Kolonienminister hat, worauf in' der Presse hingewiesen wird, in einer, Rede im Oktober 1935 sich zum Palästina-Problem im Sinne der unbedingten Notwendigkeit einer arabisch-jüdischen Verständigung geäußert. Allerdings besagt diese Tätsache an und für sich noch nicht, daß das Projekt der . Teilung durch den Uebergang des Ministeriums in die Hände; Macdonalds als aufgegeben betrachtet werden muß. Immerhin darf die symptomatische Bedeutung auch dieses Ministerwechsels im Zusammenhang mit dem Partition-Problem nicht übersehen werden. - Militärische Campagne in Palästina, Jerusalem, 13, Mai, Eine intensive militärische Kampagne wurde gestern begonnen,., um Samaria von Terroristen zu säubern. Alle öffentlichen Gebäude und Eisenbahnstationen in J der Gegend von Jenin und Nablus sind von Truppen besetzt. 2000 Man« Verstärkung wurden nach Nablus geschickt. Eine jüdische Grenzwache ist aus 600 Mann gebildet worden, um zunächst die Arbeiter zu beschützen, welche die StacheldrahtBärrikade an der nördlichen und östlichen Front des Heiligen Landes bauen. Diese Wache soll nach Fertigstellung der Barrikade den Grenzschutz übernehmen, Es wird •sich darum handeln, etwa 80 Meilen einer bergischen und gefährlichen Grenze abzupatroullieren^und das Einströmen terroristischer Bande/i. aiis Syrien- und Arabien zu verhindern.. Im Gähien. sind-zur Zeit'6000 jüdische Polizisten in Päläs'tma. tätig, die als eine Struppen einheit ausgebildet und organisiert worden sind. . ,:\ •'• . , . : In Cairo versuchten eine Anzahl Studdnten, das jüdische Ghetto anzugreifen. Die Pali^iizerstreute die Angreifer und verhaftete* T9 Studenten. . •£ Grenzbefestigung zwischen Palästina und Syrien. Jerusalem, 5>: Mai. Der Stacheldraht-Zaun, der an L der Nordgrenze Palästinas als Barrikade gegen die syrischen Terroristen jetzt hergestellt wird;, steht einzig en: der Welt da. Er wird zunächst^ 50 Meilen lang sein und 40 000 Meilen7;Staclieldraht verbrauchen'bei einer Höhe und Dicke von je sechs Fuß. Zum großen Teil sind die Drähte elektrisch geladen. Eine weitere Stacheldraht- Barrikade wird auf der Ostseite zum Schutz der Ruth enberg^Kf äff Station errichtet. ' Die Arbeit' wird von 700 jüdischen Arbeitern ausgeführt, die von 125^jüjjijfschen Polizisteni geschützt wer den. Die Herstellung wird 80 000 Pfund kosten. Von der Technischen Kommission. ";i Jerusalem, 6, Mai. ✓ V,pr■ de* technischen Kommission unter Vor' sitz vo.n .Lu John Woodjhead werden, soweit bisher angekündigt, folgende Personen äls Zeugen erscheinen: Pinchas Ru t e'n b e r 'g , Dr. Weizm a n n , S h e r t o k , Dr, Ru p p i n , M, Ussischkin, . Professor Akzin, Rabbi Mosche B1 a u. Die Araber boykottieren die Kommission einmütig. Internationale Flüchtlings-Konferenz. Genf, 11. Mai. Die internationale Flüchtlingskonferenz, die Präsident Roosevelt einberufen hat, soll am 6. Juni in Evian (Frankreich) zusammentreten, wie der amerikanische Gesandte in Bern, M. Leland Harrison, das FlüchtHngskomitee. des Völkerbundes ■. gestern informierte. Es ist eine enge Kooperation beider Körperschaften in Aussicht genommen. : — Harrison' wird die Washingtoner Regierung über die jetzigen Genfer Verhandlungen über das Emigrantenproblem informieren. Hilfe für aus Deutsch-Oesterreich ätt^'gfew Wash iaijg tp,n 13>r,Mai. Präsident Roosevelt hat den .iKongre'ß '-um Bewilligung eines Kredi^:-%\Hph^';-vöÄ; 72j500 Dollar ersucht, um innerhalb des Internä"t>önalen . : .. •.:•■« ^' T5s«.> Komitees zum'-' Studium -äds ' r'rbrlreJSf^'der aus dem ehemal.igenrOesterreicsh r'stammenden ->J<ihden ntitarbeiten zu können. ' . U Jü lA 1)11 Agudath Jisroel gründet ein Ein wanderungsam t. In einer am Mittwoch, dien 4. Mai,..abends stattgefundenen Sitzung der.: E-x e-k u t i v .e... d e r Agudath Jisroe 1 'in Änver i k a;,wüVde nach Anhörung von Referaten, über die Lage';der in den letzten Jahren aus/Zenträleuropä^ nach Amerika Eingewanderten und über , die zu/,erwartende neue Einwanderungswelle, die Gründung des ,, Aig u d.a.t hü :>I s r asel. iLmim i:g>r a>bio.n> D e p a ^:t-rii.ei?n't1:V-- beschlössen*. -Au^a'bd dieses^ Ajmtes soll (wie" fri 'der7 Voranzeige vom 28. April von uns':bereits\;beri6htet) seiäy in engster Zu--f sämmenarbeit mii den bereits bestellenden jü-. dlschenHilfsörgähis^xionen ,;die religiösev Betreuung der Neueinwandernden. ■ zu-iTegelnuti. f .m Vom American Jewish Cöngress: . . 'New York,, 13. Mai, Der American Jewish Congress hat 'unter dem Drucke der öffentlichen Meinung den von ihm gefaßten Plan5der Veranstaltung eines Plebiszits über vier verschiedene Fragendes öffentlichen jüdischen Lebens f a 11 e n . gelassen. Man will sichjetzt darauf beschränken, ein sogenanntes Referendum zu veranstalten über die' F^age, ob die amerikanischen Juden für die Bildung, einer demokratisch aufgebauten Gesamtorganisation der Judenheit in Amerika 'seien. Im Repräsentantenhaus brachte der Abgeordnete Hamilton Fish eine Resolution ein, die im Namen des Freiheit, liebenden amerikanischen Volkes Großbritannien bittet, die Einwander rungsbeschränkungen für Palästina aufzuheben. Südafrikanische Wahlen. .Johannesburg, 4. Mai. Der W a h l k a m p f ist im vollen Gang. Der Führer der nationalistischen Partei, Dr. M arian, antwortete in einer Wahlversammlung; auf die, mehrfache Frage, ob . seine Partei antisemitisch sei: „Wir haben nichts.gegen den Jtvden als Juden. Die Juden aus Osteuropa können ■ ferngehalten werden, ohne Unterschiede zu machen, Juden aus Deutschland kann, man nicht fernhalten, ohne dadurch auqih gute deutsche Immigranten auszuschließen." 1!- ,; Weltkongreß der sephardischen Juden.! .; - - ■*■■ . Am s t e r dam ,"17. Mai. Von Freitag bis Montag tagte hier der Zweite W e 11 k o n g r e ß der s e p h a rjd i - sehen Juden. - •r.Ätu-'.i ..>!w Der erste Kongreß fand in1 London, irti Jahre 1935 statt und würde von sephardischen. ■ ■. ■■■■ . >^ .• Jr: .' .• Gemeinden aus 11 Ländern beschickt. „ Damals wurdeder V e r b a n d der s e p h a r d Ls-c h fe n Gern e i n d e n1 der Welt ins. Leben gerufen. t, Nach den Vorfeiern und Festg'ttesdiensten am Freitag abend und Sabbatmorgen und einer Festtafel zur Begrüßung, der Gäste %nd nach. ■ Sabbatausgang die erste offizielle.,$itzung statt, die Prof rj)r. «J. L. P a I a che zum;(Vorsitzenden wählte. Es wurde ein H u.l d i'g u n g s t e'l e! - gramm an die Königin der Niederlande und an das gesamte .^königliche. Jiaus. abgesandt. •. . t .. .,;-«-.;.•'•. ww, t« r,, u.s : Den Tätigkeitsbericht, erstattete in der Sonntagssitzung der^ -: Sekretär der > .Exekutiven-, j Cam h y, worin ein Ueberbliek gegeben wurde über die Lage der s epha r d i s ch e n Gern einden in der We;lt/ Es wurde von verschiedenen .Rednern die Frage "der Gründung eines Rabbinerseminars behandelt. Herr Rabbiner Joseph H a i e v y , Jerusalem;; überbrächte die Grüße dern sephardischen Gemeinden^ Erez:-^ Israels, ' ■■1 t , (J j;I "-, -,, AIs\yerrtreterf, der Hamburger.-^ortug^en-t , Gemeinde, die. au^ ein 3OQjähriges,30Stehensizu-ih rückblicken tkann^ sprach 1 Herr '<J.^S e a4 t i e > 'In d^ef - Aübspracheamr'NachinJtta^' plädierte 'j' rterr Henri^ues P i m e n t e 1 dafür, ^alles^ z'ui^^ rviersuchen, (umi dielt Mitglieder ide^iiP&rjjfagieseBrsn-J Gemeinde in H a m b u r g in Niederländisch- Westindien unterzubringen. Es wurde zum Schluß> eine Kommission damit betraut, zu prüfen$ wasder Weltbund der sephardischen Gemeinden zur H|ilfe für die Judeniausf>Mit4;elleurop'a tun könne. 4 „ j Naoh ausführj^ber Debajtte^|chloß man mit Stimmenmehrheit v^ie, Errichtung eines Seminarsfür Rabbiner. Es ^iieb ofjfen, -oh, das Seminar^ ) in Jerusalem,;LQndon^ i^risod^ejr (^ms,tor4am:;,r. I errichtet-werden soll. ,.f - .jif. ' »ri f.» , r .j J n'ii t; ,ji Bad« tM stn t e|, ........, r«t; 'iüi-. 'i m -tv-'.-.' w- -\ Bad«-Anzüge \f rt '••> ■ \> ' ".'"•*»»< * ' "* <; <ilnn; großer A u*s w a h A> w. * i^v- ^^r—nanj

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