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Der Israelit · 1938-05-12 · Heft 19 (12.5.1938) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 19 (12.5.1938)
Date
1938-05-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Teit^rww r>-:r- .;::-vr-': s«swrapi«rf?««e* Iff^MW^B^BI^PBS! 'j^SSSE^ Einwanderer-Landung in Tel Äwiw. Die Regierung erteilte ihre Genehmigung zur Landung von Einwanderern im Hafen von Tel Awiw. Bis jetzt war es nur Touristen und zurückkehrenden Landesbewohnern gestattet, im Tel Awiwer Hafen zu landen. Die Einkünfte der Regierung aus dem Tel Awiwer Hafen stellten sich im Jahre 1937 auf eine halbe Million Pfund. Dies ist fast die gleiche Summe wie diejenige, die für die Errichtung des Hafens durch die Juden gezahlt wurde. Die Hafenbehörden haben die Absicht! sowohl in Palästina wie in anderen Ländern weitere Summen flüssig zu machen, die zur Erweiterung des Hafens verwendet werden sollen. Wechsel im Kolonienministerium? London, 10. Mai. Der bisherige Kolonienminister Ormsby- G o r e wurde, nach dem vor kurzem erfolgten Tode seines Vaters, zum Lord Harlech ernannt, womit er seinen Sitz im Unterhaus mit einem solchen im Hause der Lords vertauscht. Es wird allgemein angenommen, daß er infolge dieser Berufung aus dem Kolonienministerium austritt und einen anderen Kabinettsposten annimmt. Als Nachfolger wird der konservative Abgeordnete Apery genannt. der früher schon längere Zeit als Kolonienminister Nim Kabinette saß. Es erheben sich indessen Stimmen gegen einen Wechsel im Kolonienministerium in diesem Zeitpunkte, da große Entscheidungen in der Kolonialpolitik bevorstehen, und es wird dabei betont, daß niemand wie Ormsby-Gore so gut das Palästina-Problem in all seinen Sparten beherrsche. Es ist daher auch damit zu rechnen, daß Ormsby-Gore bis zu einef bündigen Entscheidung in der Palästina-Politik und über den T e i l u n g s p 1 a n noch im Amte bleibt. —4—- Die Technische Kommission in Palästina. Jerusalem, 2. Mai. Die Mitglieder der Teilungskommission, die bereits das Tote Meer besuchten, begannen gestern mit einer 14tägigen Tour durch das Land, um sich mit den Verhältnissen bekanntzumachen. Die Kommission besuchte den Hafen von Tel Awiw und das Reading Elektrizitätswerk. Die Mitglieder fuhren dann durch die Straßen, besichtigten die Stadt und hatten im Anschluß daran Unterredungen mit dem Bürgermeister Rok a c h und dem stellvertretenden Bürgermeister Dov Hos, die sie über die Grenzen von Jaffa und Tel Awiw genau befragten, Ferner stellten sie Fragen über die Tätigkeit der beiden Häfen, die jüdischen Vororte in Jaffa und die Entwicklung der Stadt Tel Awiw. (Palcor.) Weizmann als Träumer. Jerusalem, 4. Mai. Bei der Vierten Konferenz der Histadru t h Hoowdim, die von 420 Delegierten und 3000 Gästen besucht war, hielt Chajim Weizmann eine Rede, in der er sagte, er hoffe und glaube, daß diese schreckliche Periode die Apocalypse für das jüdische Volk bedeute und daß die große' Stunde der „Verwirklichung unserer Träume" gekommen sei. Der Sekretär der Histadruth ging noch weiter, und gab dem Bedauern Ausdruck, daß Palästina unvorbereitet sei für die kommende ^Liquidation der Diaspora". Holland sperrt seine Grenze gegen Flüchtlinge. Den Haag, 10. Mai. Der Justizminister hat, nach „Europapreß", in einem Rundschreiben an die Polizeibehörden angeordnet, daß alle Flüchtlinge fortan als „unerwünschte Ausländer" anzusehen seien. Dabei gilt als Flüchtling jeder Ausländer, der aus dem Zwang der Umstände sein Heimatland oder ein Gastland verläßt. Auf die Höhe seiner Geldmittel soll in Zukunft keine Rücksicht mehr genommen werden. In besonderen Fällen sei die Entscheidung des Ministers einzuholen. Die neuen Anweisungen treten sofort mit Rückwirkung auf alle Einwanderungen seit dem 1. März 1938 in Kraft. Locker-Lampson über seinen Plan und Palästinafragen. London, 8. Mai. Das revisionistische Organ ,;Medina Iwrit ' berichtet über ein Interview, das Locker- Lampson dem Mitgliede des Direktoriums der N. Z. O., A. Abrah am s, gewährt hat. Der Commander empfing den Vertreter der Zionews und drückte seine Freude aus über die große Zahl von Botschaften, die er tagsüber aus allen Teilen der Welt erhalten hatte..:;e r. ~ ~ Locker-Lampson erklärte seine Geset^esvorlage und sagte; daß ihn die^ Lage der jüdischen Flüchtlinge immer bekümmert hätte. Nach dem Kriege hätte der Völkerbund den T^ansenpaß herausgebracht, um Flüchtlingen, die ihre Staatsangehörigkeit verloren hätten, Bewegungsfreiheit und einen gewissen Schutz zu geben. Seiner Ansicht nach sei es seltsam, daß das Jüdische National-Heim, ein Werk des Völkerbundes, nicht in der Lage sein solle, . Nationalität an jür dische Flüchtlinge zu vergeben. Diese Situation sei mit den letzten, Jahren noch merkwürdiger und unhaltbarer geworden, da Hunderte - und Taüsende von Juden aus dem Lande ihrer. Geburt ausgewandert seien, ihre Staatsbürgerschaft, verloren hätten ..und ohne Nationalität.* und Staatsbürgerrechte herumgestoßen, seien, gleichzeitig verweigere die. Mandatarmafcht diesen sei-, ben jüdischen Flüchtlingen den " Eingang nach -^-V?£~r** Palästina und, vergrößere /damitilipip£ jüdischen Volkes unermeßlich. Es sei" die? Pflicht . Groß-Brit'änhiensY Palästina zu erleichtern zur "Aufnahme der -Massen von Juden, die unbedingt einen Hafen finden müssen. Zweck seiner Gesetzesvorlage." sei, diesen Juden, auch wenn sie einstweilen außerhalb Palästinas bleiben müßten, einen legalen Status zu geben. Es gäbe Beispiele in der Geschichte für Nationen, deren Staatsangehörige: in größerer Zahl außerhalb des Landes lebten: als. innerhalb der Grenzen. Abrahams befragte Commander Locker- Lampson über seine Ansicht zu der von Cordell Hull angeregten amerikanischen F l ü c h t'l i n g skonf erenz, und ob er annehmer daß sein Gedanke der extra-territorialen Staatszugehörigkeit von der Konferenz aufgenommen werden würde. Seine Antwort war, daß er natürlich nicht wissen könne, welchen Verlauf diese Konferenz nehmen werde; aber Gedanken, die einmal der Welt gegeben seien, fänden meist den We^ zur Verwirklichung. Amerika sei ein Land, das humanitären Ideen leicht zugänglich sei. Das ^Gleiche hätte von England zu gelten. Die Zukunft der Welt sei abhängig von der Freundschaft dieser beiden Länder, und Amerika und England müßten zusammen arbeiten an der Aufgabe, das Judentum zu befreien. Auch über den Teilungsplan äußerte sich der Commander und legte noch einmal seine kompromißlose Ablehnung der Teilung dar, die Palästina als Lösung des jüdischen Problems einfach unmöglich mache. Auf die Frage, was nach seiner Meinung aus seiner Gesetzesvorlage werden würdet erwiderte Locker-Lampson: „Ich wollte hinter der Szene und im Parlament die Gesinnung zur jüdischen Situation in der Welt feststellen." Das Problem sei durch die Ereignisse im House of Commons besonders gut herausgebracht worden; es würde Anlaß sein zum Nachdenken, zum Studium des Problems und einer legalen Verbesserung der Lage einer, großen Zahl jüdischer Flüchtlinge. . Von größter Wichtigkeit sei die vom House of Commons gezeigte Sympathie; - sie beweise, daß das Herz Englands der Lösung des jüdischen Problems auf großer und edelmütiger . Basis zugeneigt sei. „Es liegt nun bei den Juden — die klug sind und wissen, was dies bedeutet — ihren Freunden bei dem Ziel zur Befreiung des Judentums zu helfen." Generalkommissar für Minderheiten in Rumänien. Bukarest, 8. Mai. Die Direktion für Minderheiten beim Kultusministerium würde mit Gültigkeit vom 1. Mai durch ein königliches Dekret in ein Gene r a 1k o m m i s s a r i a t für Minderheit e li umgewandelt und dem Präsidium des Ministerrates angeschlossen. Das Generalkömmissäriat wird, die Anwendung der gesetzlichen und Verwaltüngsmaßnahmen in Minderheitenangelegenheiten: überwachen und auf eine Vereinheitlichung dieser Maßnahmen hinwirken, die Minderheitenprobleme studieren und Regelungen vorschlagen, die von den zuständigen Sektionen werden durchgeführt werden; Die öffentlichen Behörden werden sich: in' Minderheitenangellä^enhBiten ah 'das. Generalkommissariat wenden, damit dieses ihnen. Gutachten gebe, und Werden dem^G^heralkommissariat die von diesem eventuell benötigten: Grundlagen zur Verfügung stellen.^ Mit der Leitung' des Geheraikomnii'ssän wird' ein hoher Würdenträger des Laiiäes betraut-*werden.. DAS LICHT DER EWIGKEIT von Rabb.Dr. Elle Mijnlc in Ansbach" broschiert RM. 4.00 .Lwbd. RM/5;do ytfitflGOES (SRÄELIf ÜKO HERMOK 6MBH, Franktot' a. Schützenstr. 12 Postsoh.; 498Q2a§r( - :- - .J[ \ .-..>:... ^:?oiu ftoort■ jaoLv.- -' •; nn~ crirrt^ _;; -;rrasts bau naiühn ' El M.1 BQ2af f Kleidung für Auswanderer M*r ß :r Kkö rt f% k ti o n :3 -V-e;r;a:?r Ii 6 t";"t' u n ig hi Frau F. MAIER WW :;fe,ä 1? >r g. a,.s,<s?^ea Sfc?4£gai§tiv: " 1 Minute von fer,kp.n£taMer^pch^u£ J f^v

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