Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 79 (1938)
- Issue
- Heft 18 (5.5.1938)
- Date
- 1938-05-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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(^^B§^^^S!Sß^^i^^^S^.i^9^^^^S^ Seite 2 Nr. 18 der ö s t e'r r e'i'c h i s c~h ern^Wr\:u xs j^lj^^^^äut^ die Tagesordnung der > demnächst tagenden Flüchtlingskommission zu stellen. Wie nun das JPB. mitteilt, hat die englische Regierung einen offiziellen Vorschlag nach dieser p^^i^^^i^ ist nun anzunehmen^ chischen Flüchtiih^e in die Arbeit der Flüchtlingskommission mit einbezogen wird. Die Technische Kommission mit Steinhagel empfangen. Jerusalem, 1. Mai. Am 27. April traf die Technische Kommission in Palästina ein. -Der Tag der Ankunft wurde geheimgehalten. Trotzdem wurde der Sonderwaggon der Kommission auf der Fahrt von Haifa nach Jerusalem in L y d d a erkannt und von arabischen Banden mit einem Steinhagel empfangen, so daß die Fensterscheiben des Eisenbahnwagens zertrümmert wurden und die -Reise im Schutze eines starken Polizeiaufgebots fortgesetzt werden mußte. In Jerusalem wurden arabische Flugblätter verbreitet, in denen zum Generalstreik und zu Massenkundgebungen als Protest gegen den Teilungsplan aufgerufen wurde. Die arabische Bevölkerung wird aufgefordert, die Kommission mit allen Mitteln zU b ö y k o t - tieren, Die Schmitta-Haltenden in Erez Israel- T e 1 A w i w , 28. April. Das Komitee der Schomre Schewiith in Tel Awiw nahm eine Statistik aller Landarbeiter in Erez Israel auf, die das Schmittajabr .halten; Es ergab sich, daß nicht weniger als -3 0 0 Arbeiter sich in diesem Jahre der Bodenarbeit enthalten. Neben den. orthodoxen Kibbuzim gibt es auch einzelne Kolonisten, die v auf ihrem. Boden das Schmittagesetz streng einhalten. Die Poale Ag'ü das Israel in Tel Awiw hatten dem Schmittagesetz ein großes Opfer zu bringen. Just in diesem Jahre führte die Stadtverwaltung ein größeres Pflanzungsunternehmen im Stadtgebiete aus, bei dem nach dem üblichen Schlüssel Arbeiten in der Summe von 200 Pfund den agudistischen Arbeitern zugefallen wären. Die Poale Agüdäs Jisroel lehnten selbstverständlich, ungeachtet ihrer schweren Lage, die Arbeit in diesem Jahre ab, Land in Transjordanien. Jerusalem, 2. Mai Das landwirtschaftliche Departement von Transjordanien gibt amtlich bekannt, daß 100.000 Dunam Boden zum Preise von einem halben Piaster per Dunam zum Verkaufe freistehen. Bedingung ist, daß die Erwerber im Laufe einer bestimmten Zeit mit der Bearbeitung des Bodens beginnen. Ein Pessachmanifest, J e r u s a 1 e m , 26. April. Auf Vorstellungen des Oberrabbiners Dr. Herzog bei den Behörden wurden zu Pessach die letzten drei jüdischen Gefangenen aüs dem Konzentrationslager in Akko entlassen, Erez Israel zum Lubliner Thoratage. J-erusalem, 29. April. Im Jerusalemer Rundfunk hielt Rabbi S i 1 b e r s t e i n , wie schon kürz berichtet, eine Vorlesung über den Daf Jomi und die Lubliner Jeschiwa, mit Hinweis, auf das Thoraf est, das am 25. Siwan in Lublin gefeiert werden soll. Der Redher schilderte die Entstehung der Institution des Daf Jomi auf der ersten Kenessiö Gedaulo in Wien und zeichnete die starke Persönlichkeit des Initiators dieser Einrichtung unddes Begründers der Lubliner Weltjeschiwa, Rabbi Meir Schapiro ^"XT* Er ging dann auf das Lehrhaus in Lublin über, das er in seiner Entstehung und Entwicklung aufzeigte. Der Schmerz des jüdischen Volkes um "den frühen Heimgang des Großen von Lublin ließ der Redner widerspiegeln und zeigte, daß sein Erbe -heute von seinem Nachfolger, Rabbi Zwi Ar je Frommer, verwaltet und zur weiteren Entwicklung gebracht wird. „Erez Israel, die Wiege und das Land der Propheten und der Mischna, wird das Fest von Lublin im Geiste mitfeiern." Audienz beim neuen Hochkommissar. Jerusalem, 28. April. Bei seiner Rückkehr von England wurde Rabbi Mosche Blau, der politische Leiter der Aguda in Erez Israel, vom neuen Hochkommissar Sir MacMichael in Audienz empfangen. Rabbi Blau übermittelte ihm die ablehnende Haltung der organisierten Orthodoxie gegen die Teilung Palästinas in der heutigen Form. Er wünschte auch eine größere Berücksichtigung der Juden aus Oesterreich bei der Verteilung von Zertifikaten. Der Hochkommissar versprach Rabbi Blau, seine Wünsche und Anregungen einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. (JPB.) Haawara-Mark. London, 1. Mai. Das Abkommen betr. Zahlung von H a a - ,wara-Mark für Unterstützungsbeträge an Privatpersonen und Wohltätigkeitsvereine in Deutschland ist auf Oesterreich ausgedehnt worden. . V Wieh,.2/Mäi. Heute, Montag, hat die Wiener Kulfu-sg e m e i n.d e ihre - Tätigkeit wieder aufgenommen. Die Zusammensetzung des. künftigen Vorstandes steht noch nicht fest, doch bedeutet dies kein Hindernis für die Erledigung der laufenden Angelegenheiten, die vom alten Beamtenstab besorgt wird. Die Wiedereröffnung dieser bedeutendsten jüdischen Institution — die vor allem von denen als große Erleichterung empfunden wird, die auf Unterstützung durch das Wohlfahrtsamt angewiesen sind — darf wohl als wichtiger Schritt auf dem Wege zur Regelung auf dem Gebiete de» jüdischen Organisationswesens im Lande Oesterreich aufgefaßt werden. Auf dem neuen Tätigkeitsfeld, das sich jetzt: der Agudas Jisroel durch die Notwendigkeit einer großzügigen Auswanderung eröffnet, werden bereits die ersten, Furchen gezogen. Es: sind im orthodoxen Kreise Gemeinschaften glaubenstreuer Menschen in Bildung begriffen, die eine materielle und geistige Zusammenarbeit zum Ziele haben, die den Weg in eine neue Heimat suchen, in die sie ihre alten Lebensinhalte mitnehmen wollen. Daß ihnen dabei weitestgehend zu helfen, vornehmste Aufgabe der organisierten Orthodoxie sein wird, bedarf wohl keiner besonderen Betonung. Einwanderungsquote nach Amerika. New York, 4- Mai. In Berücksichtigung der neuen Entwicklung; hat die Regierung der Vereinigten Staaten beschlossen, die Einwanderungaquote für Deutschland und Oester'r.eichzus a mmenzulegen, wobei sich an der Gesamtsumme der zugelassenen Einwanderer nichts ändert. Sie umfaßt für das große deutsche Ijteich für das kommende Jahr, das am 1. Juli beginnt/ insgesamt 25,947 Personen. Zur Einwanderung nach Amerika ist nach wie vor eine g ü 11 i g e Anforderung (Affidavit) nötig. Von der Arbeit der Reichsvertretung- Berl in , 3. Mai, Aus dem Arbeitsbericht der Reichs Vertretung der Juden in Deutschland für das Jahr 1937 geht hervor, daß die jüdische Hilfstätigkeit in Deutschland im allgemeinen der Lage gerecht zu werden suchte. 23.000 Juden haben, nach diesem Bericht, im Jähre 1937 Deutschland verlassen. Als Hauptstellen für Auswanderungsfürsorge kommen der Hilfsy erein'd er J u d e n i n D e u t sc h 1 an d und das Paläs tina -Amt in Betracht. Die Jü - d i s c h e Winterhilfe -betreute ini Winter 1936'37 mehr als 82.000 Personen. Das S c. h ulnetz wurde vergrößert. Die Darlehenskassen gewährten im Berichtsjahre über 2500 Darlehen im Gesamtbetrage von RM." 930.000. Der B e r u f s u m s c h i c h t u n g ist eine eigene Denkschrift gewidmet; Bisher sind seit dem Umbruch 127.000 Juden, aus Deutschland ausgewandert, von denen 35.000 im Alter von 15 bis 30 Jahren standen. 18.000 Jugendliche aus dieser Kategorie wurden mit Hilfe der Reichsvertretung handwerklich oder landwirtschaftlich ausgebildet. Annähernd 5000 Personen befanden sich zu Ende des Berichtsjahres noch in der Berufsausbildung DAS LICHT DER EWIGKEIT von Robb: Dr. Elle Münk in Ansbach broschiert RM. 4-OÖ Lwbd. RM. 5.00 VERLAG OES ISRAELIT UND HERMOK GMBH., Frankfurt a. M. Schützenstr. 12 Postscfi. 19802 Kleidung für Auswanderer Maß - K o n f e k t i o n 1 m 3 - V ©" r 9 r b e i l u n g Frau F. MAIER WW. F a h r g a s s e 9 4 1 Minute von der Konsfabler Wache 6^f^4^^te^w