Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 79 (1938)
- Issue
- Heft 13 (31.3.1938)
- Date
- 1938-03-31
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Seite 95 Auflösung tmseres Purimpteistätsels. Wisset Ihr das Neuste schon, die lieben Chelmer Leute Behaupten Mordechai sei tot, doch lebe er noch heute.' Sie lesen nämlich mort e chai — es sei auch unser Streben: Wenn Mordechai auch nicht mehr lebt, — sein Geist mög' ewig leben! Den Preis erhielt: Markus S t u t z m a n n, Preise für erfolgreiche Werbung erhielten; Eva Bodenheimer, Ffm., Alfred Klausner^ Ffm., Friedel Miechowski, Ffm., Ellen Rose. Ffm., Gerdi Springgut, Ffm., Kurt Vorschheimer, Ffm., Elno Worms er, Ffm., Ilse Wolf, Ffm., Simon Zuntz, Ffm., Ester Zuntz, Ffm., Julius Neugebauer. Ffm. ' D i.e.vW e r be vr o'ci en sind noch nicht zu En de! * * Eine treue Mitarbeiterin aus München schreibt;. _ . V- Meiner .Verpflichtung, mir bewußt, zur Propaganda für den „Israelit" mithelfen zu müssen, habe ich beifolgende Strophen verfaßt, die bei einer P.urim-Feier von einem netten Interpreten temperamentvoll vorgetragen werden sollen und' hoffentlich nicht spurlps„yerhallen. Ich begrüße Sie ^t^-fegsten-- Purim-Wünschen •'• . ,.; ■ Jeanne Neüburger. Der Schluß des Gedichtes lautet: Zum .-.Israelit" er jetzt mir rät, ,,Auf den hab'ns keine Reu', Denn was in, diesem Blattl steht, Ist alt und ewig -neu!" Der „IsraeKt" dem Israelit! Das leuchtet-Euch doch: ein! Wie kann auch nur ein gutes Blatt, Nur net von Frankfort .sein!? Wer 'n-'^och-^nißt ./hät-'-von Euch, Ihr Leut', Der soH'n nur ausprobier'n, Und soll — l'kowed Purim — heut' Bei mir gleich abonnier'n! Briefkasten. ' Lieber Kinder-Israelit! Im vorigen 'Blättchen war ein Purimspiel. Es, gefiel mir sehr gut. Ich nahm es am Montag mit in die Schule und zeigte-' es meinem Lehrer. Wir'bekamen ,die ganze Stunde darin vorgelesen. Die Kinder lachten sehr. Vielleicht, lernen wir es und führen es an Purim auf. Das wäre fein. — Ich hoffe, daß es\ Dir recht ist; Ich grüße Dich herzlichst > . .. . Anneliese Kahn, 9 Jahre Mannheim, Lameysiraße 18. Mazzo-Schießen. Amsterdamer Minhagim-Buch 1723 Kleine Geschichten von großen Männern. f i Ein Astrologe (Sterndeuter) war zum Jüden-; tum übergetreten. Einst wollte er eine Reise un- : ternehmen, er meinte aber, in den Sternen stände geschrieben, ihm drohe auf dem Wege eine große Gefahr. „Ach was!" sagte er, „weg mit diesem Aberglauben, G'tt wird mich schützen." Er mußte durch einen großen Wald, da kamen plötzlich wilde Tiere, und er war in großer Gefahr. Er opferte seinen Esel und war gerettet. Er ging zürn Rabbi und erzählte ihm alles. Dieser belehrte ihn und sagte: „Weil du noch zweifeltest, hast du deinen Esel verloren, weil du aber auch auf G'tt vertrautest, bist du gerettet worden.; .-• ■ * * Rabbi Sint 13 SIS' ein armer jüdischer Schneider, kam einst in das Haus eines Arabers, der ihn zur Arbeit bestellt hatte. Rabbi S3K hatte einige Stünden gearbeitet, da kam der Araber mit einem Stück Fleisch und sagte: „Von diesem Fleisch, das dir zu essen verboten ist, mußt du essen, sonst töte ich dich. Siehe, wir sind allein, alle Türen sind verschlossen, niemand kann mich anklagen." Dann zog er ein großes Messer aus dem Gürtel. Der Schneider blieb ruhig und sagte: „Hier bin ich, töte mich, aber das Fleisch esse ich nicht." Der Araber steckte das Messer wieder zu sich und sprach: „So; ist's recht, denn wisse, hättest du von dem Fleisch gegessen, sofort hätte ich dich getötet. Bist du ein Jehudi, sei es mit ganzem Herzen." Er reichte ihm die Hand, und beide wurden Freunde-für ihr ganzes Leben. ■ _ ' ' * * ' p ytPin' "1 konnte es nicht begreifen, daß es :söviele fromme Menschen auf Erden, gebe, denen es so schlecht, dagegen so viele schlechte