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Der Israelit · 1938-03-24 · Heft 12 (24.3.1938) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 12 (24.3.1938)
Date
1938-03-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Nr; 12 De r 1 s r a e 1 i t stens zwei (und höchstens sieben) Jahren nachdem Ersten Antrage gestellt werden. Auch diesem Antrage sind :pwei Photographien und ein Betrag von Doli. 5.00 beizufügen. Nach dem zweiten Antrag hat der Bewerber eine Prüfung in englischer Sprache und amerikanischer Staatsbürgerkunde abzulegen." Resolutionen des Aktions-Komitees. London," 21. März. Das zionistische; Aktions-Komitee nahm in seiner Schlußsitzung in London u. a. folgende Resolution an: „Das Aktions-Komitee bestätigt einmütig die Bereitschaft aller zionistischen Gruppen zu harmonischer und einheitlicher Zusammenarbeit. Das Aktions-Komitee erklärt ferner, daß sowohl die Anhänger als auch die Gegner der politischen Resolution des XX. Zionistenkongresses sich unzweideutig jedem Versuch widersetzen, die Juden auf die Stellung einer Minderheit in Palästina zu beschränken, ebenso jeder Aktion der Gegner des Zionismus, die gegen das Prinzip eines jüdischen Staates in Palästina gerichtet ist." Die zweite Resolution befaßt sich mit der Frage der ^Einwanderung und fordert Wiederherstellung des , Prinzips der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit. Eine dritte Resolution befaßt sich mit der Abwehr des Terrors in Palästina und spricht die Forderung aus, daß den Juden ein größerer Anteil bei ihrer Verteidigung und bei allen Sicherheitsmaßnahmen eingeräumt werde. „Aber" —. so fährt die Resolution fort — „das A.-C. spricht seine Ueberzeugung aus, daß die offenkundige Ungewißheit der Regierungspolitik der Hauptfaktar ist, der die dauernde Unruhe verursacht. Das A.-C. "Betont daher vor der* britischen Regierung die Notwendigkeit, unzweideutig und ohne weiteren Aufschub klarzumachen, daß die Regierung entschlossenist, eine endgültige Politik im Einklang mit ihren Verpflichtungen gegenüber _ dem jüdi^ sehen Volke in^ Palästina durchzuführen." Eine weitere Resolution fordert von der Regierung Beistand, für Landwirtschaft und Industrie sowie Durchführung öffentlicher Arbeiten. Die letzte Resolution lautet: „Das Aktions-Komitee schließt sich, nach Anhörung des Berichtes der Exekutive, der Anschauung an, daß Verhandlungen mit arabischen' Kreisen, die auf eine arabisch-jüdische Verständigung gerichtet sind, mit Fug nur vqn der Exekutive der Zionistischen Organisation oder der Jewish Agency oder mit deren Billigung geführt werden können." (Diese letztere Entschließung zeugt von einer Nichtachtung der anderen Organisationen, vorab der Agudas Jisroel, die nie die Hoffnung aufgegeben hat, daß Wege der Verständigung mit den Arabern gefunden werden. D. Red.) Die jüdische Farmerbewegung in den Vereinigten Staaten- New York, 15. Mär?, Die jüdische landwirtschaftliche Gesellschaft hat im Jahre 1937, wie der soeben erscheinende 38. Jahresbericht zeigt, 100 000 Juden, die in der Landwirtschaft der Vereinigten Staaten tätig sind, unterstützt. Die Tätigkeit der Gesellschaft besteht in der Ansiedlung von Juden in der Landwirtschaft, der Gewährung von Rat und Anleitung, der Vermittlung von landwirtschaftlichen Arbeitsstellen usw. Ein immer ernster werdendes. Problem ist das der Unterbringung der zweiten Generation der jungen Farmer. In dem väterlichen Betrieb können niemals mehrere Söhne oder Tochter ihr Auskommen finden, und die jungen Leute sind nicht vorgebildet für ein Leben in der Stadt. Es müßte also Möglichkeit zum Ankauf neuer ...Farmen beschafft werden. ' -•; - Die Gesellschaft hat sich bemüht, auch den aus Deutschland auswandernden Juden zu Hilfe zu kommen, i» dem? sie Rat und f Information erteilte mit einer Anzahl Auswanderern in Europa korrespondierte und schließlich ll-;EaniiJien auf Farmen brachte. ,; r Seit ihrer Gründung hat die Gesellschaft jüdische Landwirte in 48 Staaten 12 313 Darlehen für Gesamtbeträge von Vf» Million'e!n' Dollar ee- ' * ' i lr '•> "*( '' ' " '! I währt. Seit dem Kriegehfit die Gesellschaft 10 000 Personen in 15 Staaten angesiedelt. Der Palästinaaufbau und weitere Möglichkeiten in Zahlen. Berlin, 23. März. Auf einer Sitzung des Landesvorstandes der Z. V. f. D. in Berlin gab Dr .Ruppin in einem Referate über „das Palästinawerk" u. a. folgende'' Zahlen-" bekanrit:*' Die jüdische Bevölkerung ist von 175 000 im Jahre 1J931 auf '425 $00, in diesem Jahre gestiegen. Etwa 30 Millionen Pfund jüdisches Kapital sind ins .Land geflossen; der Bodenbesitz hat ' sich um einige 100 000 Düham vermehrt. , .Die landwirtschaftliche Bevölkerung ist von 27 000 auf 60 000 gestiegen; die Zähl der Arbeiter in der Industrie beträgt über tOO 000. Ein, außerordentlich großer Teil der Bevölkerung ist somit in den produktiven/ Berufen verwurzelt. Die Gemeinschaftssiedlung sei die gesellschaftliche Lebensform der Jugend. Die;KLwuzah c'habe latente Kräfte' in den Menschen 'geweckt* und alle wirtschaftlichen Prognosen für diese Form hat-! ten sich als falsch erwiesen, weil "sie den Idea j lismus nicht mit in Rechnung, zögen, Die- Wirtschaftstechnik Palästinas,vervollkommne ' sich immer mehr, die Organisierung des Marktes schreite fort, die Ertragsfähigkeit werde gesteigert und neue Weg© für, einen erweiterten Export g|esü;cht. : .-■•.<:>• ■■ Nach' der Art des Bodens könne män in Palästina in den nächsten zehn Jahren etwaJ50 000 Familien! auf dem Land'e1 ansiedeln',; .iz^deheri j noch 60 000 bis 70 000 Familien' in.; dje» ^fedten j kommen würden. Insgesamt könnte man'-*also in ■ den nächsten zehn Jahren;5 eine h ä i b e' JMTili o n Menschen nach Palästina bringen; Die wirtschaftliche Basis des Landes sei heute sicherer, als sie früher « war; ^Freilich werde der Kapitalimport immer schwieriger; und Ruppin will deshalb versuchen,''-'das jüdische' Kapital aus (Ländern mit freier 'Währung zur Anlage in! Palästina zu. veranlassen, Öan^ben-müßten;die r Fonds ihre besondere Aufgäbe' Veiterbehalten. j Die neue Schedule betra^Hte.t4'Dr. Rup*pin als' relativ günstig; man könne in ihr den Beginn 'einer n e üie n L ifn i e djs.s'.-.^vi.is t i £lg s(f erblicken. '"; ■ ■ ■>•:■ - " - u - ■■< J Arabische Besclii<rerdei£3 - " L o n d ö n , 24-^März, > Bei allen schweren Sorgen, die Heute d^s englische Regierung bedrücken, rhatte der^Kolönienminister Ormsby-Gqre am: Mittwochabend im Unter hause auch noch eine kl^in^ P ä;i! las tin aanfr a g e zu beantworten. Daß naeli dem großen Zusammenstoß bei Jenin die Araber mit den englischen Truppen nicht zufrieden sind, ist erklärlich, und einige Abgeordnete |machten siefc zum Sprachrohr der a r a :b i.s c h,e n Beschwerden über „Grausamkeit der englischen Truppen gegen Araber" und über eine „Verwilderung der Sitten durch das lockere Leben vieler Offiziere und Soldaten in Palästina". Der Kolonienminister sagte; er habe n leiht die Absicht1; auf diese unsinnigen Beschwerden im Einzelnen einzugehen und sie zu widerlegen, er möchte nur im allgemeinen" konstatieren; d.a'ß allediese V 6 r w ü r £e g r u.ja d 1 ö S s e i e n. Die englischen Truppen lassen sich weder Grausamkeiten noch lockeren Lebenswandel zuschulden kommen. Sie greifen nur energisch ein, wo es gilt, Terrorbanden zu vertreiben und die Ruhe herzustellen, wozu sie ja - schließlich im Lande seien.!: Jabotinski glaubt nicht an die Teilung. London, 20. März. Wiadimir Jabotinski erklärte in einer gestern Abend gehaltenen Rede^ e s u n t e r - liege nicht dem geringsten Zweifel, daß der Teilungsplan des Peel-Berichtes fallen gelassen sei. Er sei sicher,, daß die neue .Kommission ein Verdikt gegen die partition fällen werde, obgleich man befürchten müsse, daß von jüdischer Seite der Versuch gemacht werden werde, die Kommission irre zu, führen Weitere Stimmen zum Teilungsplan« London, 21. März.;; Ueber den der zionistischen Zentralratssitzung vorangegangenen Empfangist der in jüngster Nummer erschienene Bericht noch wie foigt zu ergänzen: . ' Morrison sprach sich für die Fortdauer des Mandates aus. Sei die Teilung aber unvermeidlich, so müßten die Grenzen des jüdischen Staates, so gezogen werden, daß sie eine militärische Verteidigung und ökonomische Entwicklung des Landes gewährleisten und der Größe der jüdischen Not''in Zentral- und Westeuropa entspreche; ,, Stephan Wise beschwor in pathetischen Worten England, seiner Versprechungen eingedenk zu sein und das Vertrauert 'nicht'zu enttäuschen, das ein ^arizeSj Vpik 'ä^if diese Versprechungen gesetzt .habe, i -. ii, - Commander . ih o &Ue k?X> a m p's o n sagte, England"'. könne' .von 'seinem.lfnp^vialijstischen. Standpunkte ...aiis..; .Palästina ...niebt' . entbehren*, ^Wir* können dort? äbeip:jtlnic6t, eine humeriscli uribedeütende' jüdische :Sieidtanrf-,gebraudhenr die keinem Angriff gewachsen ist, und und sich nicht halten kann. Ich möchte fünf Millionen Juden in dem Gebiete, was auch kommen . mag,, innerhalb der nächsten . wenigen Jahre angesiedelt seh%en.'j^Er gl^ube{<)daß 'der Premierminister seinen; Einfluß' bald-,in die Wagschale, werfen^uncT 'sich durchsetzen werde und er .pi-opheseie,,/da2 unter"dem neuen High Gommissio'ner "auch: die * i : i ' i *ii | "*4' '■ ■* ' - Ordnung langsam, aber unvermeidlich hergestellt, werde;.- ' . . . . XL DAS LICHf DIR EWIGKEIT Kin^.rtllfLn.ift von Rabb. Dr. Elle Münk in Ansbach IlcRMUR UMdH., TfönKflirt S. M. broschiert RM. 4.oo Lwbd. RM. 5.oo Schützenstr. 12 Postsch. 19802 Kleidung für Auswanderer M a ß- K o nf e k-'-l-i: q,.^.,. -y-fr y -4 V e r ä r b e hl u sni g Frau F. 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